Hagebau.de verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.de nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Die Rasenkante – der akkurate Feinschliff für das perfekte Grün

Das Anlegen und Pflegen der Rasenkante gehört zu den wichtigen Aufgaben der Rasenpflege. Denn erst die akkurate Abgrenzung der Rasenfläche zu Blumen- und Pflanzenbeeten, Wegstücken oder anderen Flächen wie Terrassen rundet das gepflegte Erscheinungsbild des Rasens ab. Neben den optischen Aspekten sollten Rasenkanten und Beeteinfassungen so geplant sein, dass ihre spätere Pflege möglichst mühelos erfolgt. Mit unseren Tipps und Informationen rund um das Anlegen und die Pflege von Rasenkanten gelingen Ihnen optimale Ergebnisse in allen Bereichen Ihrer Gartenlandschaft.

Frau mäht Rasen Rasenkanten Rasenkanten stechen Gartengeräte und -werkzeuge Rasenkanten pflegeleicht gestalten Mähsteine setzen Alternativen zu Rasenkantensteinen Materialen in Pflanzbeeten und Grasnarben Methoden der Rasenabgrenzung
Hier geht's zum Sortiment "Rasenbegrenzung & Beetbegrenzung"

Rasenkanten: saubere Abgrenzung des Rasens zu anderen Außen- und Gartenflächen

In den meisten Hausgärten ist der Großteil einer Rasenfläche von Beeten umgeben. Rasengräser neigen auf allen Rasensorten dazu, in benachbarte Beete einzuwachsen. Diesem natürlichen Prozess gilt es, Einhalt zu gebieten und mit gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken. Sonst entstehen auf dem Beet vereinzelte Grasbüschel, umgekehrt wechseln Ableger des Pflanzenbeetes gerne auf die andere Seite. Die Randzonen eines Rasens sind daher besonders anfällig für Unkrautbildung, Rasenmoos und Rasenfilz. Zudem entzieht der Boden eines stark und kräftig wachsenden Rasens den angrenzenden Pflanzkulturen wichtige Nährstoffe. Irgendwann sieht es in den Randzonen fast aus wie „Kraut und Rüben“. Und derlei wird ja sogar in einem Nutzgarten sorgfältig voneinander getrennt herangezüchtet. Profis empfehlen daher schon beim Säen des Rasens generell einen großzügigen Mindestabstand zwischen Rasen und anderen Anpflanzungen. Allerdings gibt es auch andere, sehr sichere und nachhaltige Möglichkeiten, für gepflegte Rasenkanten zu sorgen und sich außerdem den Einsatz des Rasenmähers an den Rändern deutlich zu erleichtern.

Mindestabstand oder klare Trennung

Mähsteine im Rasen

Was wir in vielen anderen Zusammenhängen und Lebensbereichen gerne als „nahtlosen Übergang“ loben und anstreben, verhält sich in der kultivierten Rasenpflege genau umgekehrt. Hier gelten sichtbare Nähte, präzise Linienführungen und saubere Schnitte als das A und O der gehobenen Gärtnerei, die mit einem Rasenstecher erfolgt.

Neben dieser Variante der Rasenkanten-Pflege hat sich eine andere Art der Rasenabgrenzung bewährt: Das Einsetzen von Rasenkantensteinen, auch Mähsteine genannt. Mähsteine deshalb, weil der Rand beim Rasenmähen als Rollspur dient. Dabei stehen neben Steinen weitere Materialien zur Verfügung, um Rasenflächen gegen andere abzugrenzen.

Beide Spielarten der Rasenabgrenzung haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. Dabei erleichtern sie aber auf jeden Fall das Mähen und Trimmen von Rasenkanten.

Rasenkanten stechen: die Hohe Schule der Rasenpflege

Ambitionierte Hobbygärtner folgen gerne dem Vorbild einer professionell angelegten englischen Garten- oder Parkanlage. Es wirkt besonders elegant und exklusiv, wenn eine satte, grüne Rasenfläche mit akkurat gesetzten Linien zu anderen Flächen hin abgegrenzt wird. Es lassen sich durch das sorgfältige Stechen von Rasenkanten zudem viele weitere attraktive Effekte erzielen. So können Sie zum Beispiel mit dem Verfahren des Kantenstechens andere Ebenen und Flächen in den Rasen integrieren. Auf solche Weise lässt sich das Grün zu einer reizvollen, kontrastreichen Rasenlandschaft ausgestalten. Einzelne Areale, schmale Wege oder kleine, mit Blumen bepflanzte Inseln verleihen der Grünfläche eine zusätzliche Finesse. Indem Sie diese Flächen mit weißem oder grauem Kies aufschütten, schaffen Sie ungewöhnliche Akzente und verwandeln Ihren Garten in einen erlebnisreichen Parcours für das Auge – in einen kleinen Park, wenn Sie so wollen.

Gibt es Alternativen zu Kies?

Rindenmulch erfreut sich immer größerer Beliebtheit als Alternative oder Gegenakzent zu Gartenkies und wirkt bei maßvoller Anwendung auf natürliche Weise dekorativ. Das Nebenprodukt der Forstwirtschaft wird aus den unterschiedlichsten Baumsorten gewonnen und ist daher auch in verschiedenen Farbtönungen und Qualitäten erhältlich.

Tatsächlich gehört das Kantenstechen des Rasens zum Repertoire der gehobenen Garten- und Parkarchitektur und perfekten Gartenpflege. Wahre Könner ihres Fachs verwandeln eine Rasenlandschaft bisweilen in regelrechte Kunstwerke. Dabei drehen solche Gartenkünstler den Spieß sogar häufig noch einmal um weitere 180 Grad um. Dann sind Steinfliesen, Kiesbeete, Blumeninseln oder Trittflächen die Hauptdarsteller, während deren Konturen und Umrandungen wiederum aus Rasen geformt werden. Man spricht auch von „Englischer Rasenkante“, wenn unterschiedliche Pflanzkulturen ohne künstliche Wälle gegeneinander abgetrennt werden.

Warum sind Rasenstecher so beliebt?

Für leidenschaftliche Hobbygärtner, die sich an ihrem schön gestalteten Garten erfreuen, sind Rasenstecher genaugenommen das Lieblingsgerät unter den Gartenhandwerkzeugen. Denn mit ihnen sorgen sie für die gepflegte Kontur ihres Rasens und schaffen optische Highlights.

Gartengeräte und -werkzeuge für die Rasenkante

Das Kantenstechen ist eine unter zahlreichen anderen Maßnahmen der Rasenpflege, die zu einem gesunden und gepflegten Erscheinungsbild der Grünflächen beitragen. Einige Begriffe der Rasenpflege, insbesondere für die dazu verwendeten Geräte zum Rasenkantenschneiden können allerdings leicht miteinander verwechselt werden. Zwischen Stechen, Schneiden, Trimmen und Sensen gibt es jedoch Unterschiede, die Sie kennen sollten, um für die unterschiedlichen Tätigkeiten das jeweils geeignete Werkzeug oder Gartengerät auswählen zu können. Dabei hilft ein kleiner Überblick über die Gartengeräte, die bei der Rasenpflege und speziell bei Kanten und Randzonen einen jeweils speziellen Zweck erfüllen:

GerätEinsatzbereich und -zweckBesonderheit
RasenmäherRasenflächen und gut zugängliche KantenSammelbegriff für alle Arten von manuell, elektrisch oder benzinbetriebenen Handrasenmähern
Akkumäherkabelloser, strombetriebener Rasenmäher, ausgelegt für kleinere RasenflächenKapazität des Akkus als wichtiges Kriterium für die Laufzeit und Leistungsstärke
RasentrimmerRasenkanten und Randzonen mit höherem Grasbewuchs und für schwer zugängliche Zonenwichtiges Ergänzungsgerät zum Rasenmäher, versehen mit horizontalen Messern oder Kunststoff-Fäden als Schneidklingen
Kantenschneidersauberes Schneiden von Rasengräsern an sichtbaren Rasenkantenschneidet im Unterschied zum Trimmer vertikal ins Gras
MotorsenseNatur- und Blumenwiesen oder Rasenzonen mit stellenweise hohem Bewuchs, zum Beispiel an angrenzenden Flächen mit Baumbestand oder SträuchernFunktionsprinzip wie bei Akku-Trimmern, doch stärker motorisiert und auch für kleine Zweige und Dickicht geeignet
Freischneiderstärkere, meist gewerblich genutzte Variante einer Motorsenseoft als alternative Bezeichnung für Motorsense verwendet
Akku-Trimmerkabelloses, einhändig bedienbares Handgerät mit Stiel oder als kleines Handwerkzeug für Rasenkanten und andere Feinarbeitenhäufig als Kantenschneider bezeichnet, verfügt jedoch über horizontal liegende, rotierende Schneidmesser oder Kunststoff-Fäden
Rasenscheremanuelles Schneiden von Rasen- und Graspflanzen an Kanten oder schwer zugänglichen Stellenhilfreich vor allem als Ergänzung für letzte kleine Feinarbeiten
RasenkantenstecherAbtrennen von Grasnarben zu angrenzenden Flächen oder zur Vorbereitung bei der Verlegung von Rasenkantensteinenoptisch dem Gartenspaten ähnlich, allerdings mit deutlich schärferem Blatt ausgestattet

Bis auf den Rasenkantenstecher dienen alle aufgeführten Geräte dem Kürzen und Entfernen der Rasengräser selbst. Auch ein „Kantenschneider“ ist ein Grasschneider, also ein Trimmgerät, das nicht die Grasnarbe selbst durchtrennt. Es gibt allerdings Kantenstecher, die ebenfalls im Schneideverfahren die Kante durchstechen und manchmal ebenfalls als Kantenschneider bezeichnet werden – was zu erneuter Verwirrung führen kann. Daher lohnt sich beim Kauf ein detaillierter Blick auf die Funktion eines Rasenkantenstechers.

Rasenkantenstecher im Rasen

Merkmale eines guten Rasenkantenstechers

Die klassische Version dieses Gerätes, das einem Gartenspaten ähnelt, weist ein halbmondförmiges, manchmal auch trapezförmiges Metallblatt auf, das am oberen Rand über eine Trittkante verfügt.

Welche Kriterien sind zu beachten und warum?

  • Blattmaterial aus rostfreiem Stahl: Korrosionsschutz stellt sicher, dass die Klingen anhaltend scharf bleiben.
  • Nachschleiffähigkeit: Steiniger Untergrund kann mit der Zeit die Klinge des Blattes strapazieren.
  • Ausreichend große Trittkante: Stellt ein wichtiges Komfortmerkmal dar, das auch der Fußmuskulatur zugutekommt.
  • Scharfe Klinge: Diese sorgt erst für den entscheidenden Vorteil gegenüber einem Spaten.
  • Ergonomischer Griff: Dazu gehört nicht zuletzt eine zu Ihrer Körperlänge passende Grifflänge.
  • Gute Kraftübertragung: Der Schwerpunkt sollte deutlich im unteren Drittel liegen. Dann unterstützt das Eigengewicht des Gerätes die Arbeit optimal.
  • Robuste Verarbeitungsqualität: Es wirken viel Kräfte auf Stiel und Blatt ein, daher unbedingt auf Markenqualität achten!

Welche Rolle spielt das Gewicht?

Ein höheres Gewicht kann bei einem Rasenkanterstecher ein Vorteil sein. Anders als bei einem Spaten holen Sie mit diesem Gartenwerkzeug nicht zu einem Schwung aus. Das Eigengewicht des Blattes trägt zur guten Kraftübertragung bei.

Vorteile des klassischen Rasenkantenstechers

Einige Hersteller bieten Rasenkantenstecher auch in Varianten als Schneidegeräte mit Klingen, die parallel an der Rasenkante entlanggeführt werden. Selbst motorisierte Versionen gibt es, die das Stechen der Grasnarbe eher als Schneideverfahren umsetzen. Allerdings hat es einen plausiblen Grund, warum sich die klassische Spatenform als bewährter Standard durchgesetzt hat:

  • Wie beim Spaten kommt es beim Kantenstecher darauf an, dass Sie bei der Tätigkeit einen stabilen Halt haben. Beim Schneiden wird der Vorgang seitlich zur Körperposition hin verlagert, was entsprechend zu einer einseitigen Belastung führen kann.
  • Vor allem sind klassische Kantenstecher in Spatenform für Links- und Rechtsfüßer gleichermaßen geeignet. Bei den in Längsrichtung zu führenden Versionen würden Sie, je nach Schnittrichtung, mit einem Bein möglicherweise im angrenzenden Beet entlanggehen oder stehen müssen, um eine optimale Kraftübertragung zu erzielen.

Rasenkanten pflegeleicht gestalten

Mit dem Anlegen des Rasens treffen Sie bereits Vorentscheidungen über den späteren Pflegeaufwand Ihres Grüns. Manche Freizeitgärtner möchten den Aufwand minimieren, ambitionierte Hobbygärtner sind bereit, in wirkungsvolle Effekte entsprechend mehr Zeit zu investieren. Die Grundregeln der Rasenpflege gelten aber prinzipiell für fast alle Rasensorten, Naturwiesen mit bewusst gewähltem Wildwuchs einmal ausgenommen – obschon auch diese ein gewisses Maß an Pflege erfordern.

Rasen wird mit Rasenschere bearbeitet

Zunächst geht es darum, dass ein gepflegter Zierrasen regelmäßig gemäht werden muss. Diese Tätigkeit geht umso leichter von der Hand, je weniger Hindernisse, Unebenheiten und zusätzliche Elemente in der Rasenfläche integriert sind. Wenn Sie weitestgehend auf das gesonderte Trimmen der Rasenkanten verzichten möchten, empfiehlt sich das Anlegen von Rasenkantensteinen oder Beetbegrenzungen. Mit beiden Varianten treffen Sie zudem eine Vorsorge, dass die botanischen Flächen nicht miteinander verwachsen.

Der Vorteil von Mähsteinen

Bei Mähsteinen handelt es sich um ziegelförmige Steine aus Leichtbeton, die als Radspur für den Rasenmäher dient. Somit entsteht oft schon beim einfachen Rasenmähen ein sauberer Grasschnitt. Dieser kann im Bedarfsfall gegebenenfalls mit einem Rasentrimmer oder der Gartenschere nachbearbeitet werden, wenn es besonders akkurat werden soll. Mähsteine sind vor allem beliebt bei Gartenfreunden, die eben genau diesen pflegeleichten Vorteil zu schätzen wissen. Dazu muss das Setzen der Rasenkantensteine sorgfältig erfolgen, um als Mähsteine ihren Zweck zu erfüllen.

Mit der folgenden Anleitung gelingt Ihnen das Verlegen der Steine auch bei einem bereits bestehenden Rasen.

Hier geht's zum Sortiment "Rasentrimmer"

Mähsteine setzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Ausmessen der Kantenlängen

Kalkulieren Sie bei der Ermittlung der benötigten Anzahl an Steinen lieber etwas großzügiger und betrachten Sie ein paar übrig gebliebene Mengen einfach als stille Reserve. Man weiß ja nie.

Mustersteine werden ausgesucht

Schritt 2: Auswahl der Mähsteine

Außer den quader- oder ziegelförmigen Betonsteinen finden Sie in der großen Auswahl an Raseneinfassungen Ausführungen, die an den Verlegekanten gewölbt sind und sich somit auch gut an kurvigen Stellen passgenau aneinanderfügen lassen. Neben den in der Regel recht preisgünstigen Qualitäten aus Beton können Sie auf Natursteine oder Granit zurückgreifen. Beachten Sie jedoch, dass sich das Material in das geplante Gesamtbild Ihres Gartens einfügt.

Schritt 3: Bodenverhältnisse überprüfen

Hand voller Erde

Nehmen Sie mit einem Gartenspaten einen Probeaushub vor. Wenn sich herausstellt, dass die spätere Auflagefläche der Steine aus besonders weichem oder lockerem Erdreich besteht, empfiehlt sich ein Kies-Sand-Gemisch, um den Boden zu festigen und ein späteres Absacken der Steine zu verhindern. In einigen Fällen oder wenn Sie eine besonders stabile und sichere Fixierung der Mähsteine wünschen, können sich Mörtel oder Magerbeton als gute Lösung für den Untergrund erweisen. In der Regel lassen sich Mähsteine aber auch ohne zusätzliche Fixierung verlegen, da sie keine besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

Schritt 4: Lagerfläche vorbereiten

Um bei der eigentlichen Verlegearbeit unnötige Laufwege sparen, sollten Sie einen geeigneten Lagerplatz am Ort des Geschehens festlegen.

Schritt 5: Vorbereitung der Verlegekanten

Hierzu benötigen Sie ein paar kleinere Stücke Rundhölzer oder ähnliche Hilfsmittel, um Anfangs- und Endpunkt einer Kantenlänge mit einer Kordel zu kennzeichnen. Diese dient als Markierung beim Aushub des Grabens.

Schritt 5: Probeaushub zur Feststellung der Grabentiefe

Am einfachsten erfolgt dieser Vorgang, wenn Sie einen Rasenkantenstecher verwenden, der mit wenig Kraftaufwand gerade Schnitte ermöglicht. Die Tiefe des Aushubs ergibt sich aus der Höhe der Steine, die später plan zur Oberkante der Grasnarbe liegen sollen. Prüfen Sie mit einem Probeaushub, ob die Grabentiefe ausreicht. Dazu sollten Sie einen oder zwei Steine fest mit einem Pflaster- oder Gummihammer in das Verlegebett hineinklopfen.

Schritt 6: Aushub vornehmen

Ein Rasenkantenstecher ist optimal, weil Sie mit ihm zunächst an der Kordel entlang für eine saubere Linie zwischen Beet und Rasenkante sorgen. Die Erde kann dann umso leichter mit einem Spaten und einer Gartenkelle ausgehoben werden.

Steine werden eingesetzt

Schritt 7: Einsetzen der Steine

Verlegen Sie nach und nach die Steine, indem Sie diese nach dem Einsetzen gleich so gut wie möglich einklopfen und zwischendurch immer wieder mit der Wasserwaage überprüfen, ob die Steine eben nebeneinanderliegen. Auf diese Weise können Sie leichter nachkorrigieren, wenn an manchen Stellen das Verlege- bzw. Mörtelbett etwas zu tief oder zu flach ausgefallen ist.

Schritt 8: Nachbearbeitung

Es ist ratsam, die verlegten Mähsteine einige Tage später mit dem Pflasterhammer nachzuklopfen. Bei frisch verlegten Steinen auf weicheren Untergründen kann es sein, dass sie hier und da noch etwas nachgeben oder sich gegeneinander vertikal verschieben.

Braucht man ein Begrenzungskabel?

Die Sensoren vieler moderner Mähroboter erkennen in der Regel die Mähsteine als Abgrenzung. Ein Begrenzungskabel für den vollautomatischen Gartenhelfer ist daher vielleicht nicht nötig. Ein Testlauf wird es zeigen.

Vollständige Checkliste der benötigten Materialien, Hilfsmittel und Werkzeuge

Lila Blume mit Kelle

Außer den Rasenkantensteinen in ausreichender Anzahl sollten Sie sicherstellen, alles gut erreichbar bereitliegt, was Sie für die Verlegearbeiten benötigen und gegebenenfalls zusätzlich hilfreich ist:

  • Rasenspaten, Gartenkelle und Rasenstecher
  • Aufschütt- oder Befestigungsmaterial bei Bedarf
  • Pflasterhammer und Wasserwaage
  • Hölzer und Kordel zum Markieren
  • Gartenhandschuhe und Gartenschürze
  • Behälter zum Abtransport des Erdaushubs
Hier geht's zum Sortiment "Bodenbearbeitung"

Wohin mit der ausgehobenen Erde?

Die unterschiedlichen Böden im Garten sollen ja tunlichst nicht miteinander vermischt werden, damit sich die Pflanzkulturen nicht gegenseitig beeinträchtigen. Deshalb ist es auch nicht empfehlenswert, die überschüssige Erde, in der sich wahrscheinlich Grasnarben befinden, gleichmäßig auf den Pflanzbeeten zu verteilen – es sei denn, Sie sind sicher, dass Sie die ausgehobene Erde ausschließlich aus dem Pflanzbeet entfernt haben. Ansonsten sind Nachbarn und andere Interessenten vielleicht dankbar für kostenlosen Mutterboden. Wenn Ihr kommunales Entsorgungsunternehmen keinen Abhol-Service zur Beseitigung von Gartenabfällen in entsprechenden Tonnen vorsieht, so bieten sie doch zumindest auf Recyclinghöfen einen entsprechenden Container an.

Wohin mit dem Erdaushub?

Bei nennenswerten Mengen an Erdaushub finden sich im Internet immer wieder dankbare Abnehmer, die sogar bereit sind, diese selbst bei Ihnen abzuholen.

Abgrenzungen des Rasens zu Terrassen

Prinzipiell unterscheidet sich die Vorgehensweise, Rasenflächen gegen Wege oder Terrassen abzugrenzen, nicht wesentlich von der Abgrenzung zu einem Pflanzbeet hin. Allerdings ist davon auszugehen, dass solche Abgrenzungssteine bereits in der Entstehungsphase eines Hauses mit Terrassengarten erfolgt und zur Planung gehören. Denn in dieser Phase ist es noch möglich, die Höhe des aufgeschütteten Mutterbodens zu beeinflussen, auf dem der Rasen ausgesät wird. Bei der Neuanlage eines Rasens gilt die Ebenmäßigkeit von Rasen und anderen Nutzflächen heute als stilvolle Lösung für ein harmonisches Miteinander von bepflanzten und gefliesten Flächen.

In Hanglagen kommen noch weitere Besonderheiten hinzu:

Weißes Haus mit Terrasse und Garten
  • Wenn die Hänge besonders steil sind, sind Mähkanten für den Rasenmäher ohnehin kaum noch möglich. Dann ist ein handlicher Rasentrimmer die einzige Lösung, die Rasenkanten zu pflegen.
  • Verläuft ein Rasen von einer Terrasse aus sanft hangaufwärts, ist eine kleine Mauerkante oft unvermeidlich, um die Rasenfläche sauber gegen andere Nutzflächen mit Steinböden abzugrenzen und eine Mähkante zu errichten.
  • Verläuft der Rasen von der Terrasse aus abwärts, kann auf eine erhöhte Umrandung oder sogar auf das zusätzliche Setzen von Kantensteinen verzichtet werden. Dann ist der Terrassenboden praktisch auch der Mähstein.

Bei plan zueinander liegenden Rasenflächen und Steinböden sollten Sie bedenken, dass sich aus der Grasnarbe immer mal wieder Erde lösen und bei Regen ausschwemmen kann. Mit einer Kombination aus Kanten- oder Pflastersteinen und Ablaufgittern für Regenwasser schützen Sie Ihre Terrasse selbst bei stärkeren Regengüssen vor solchen unliebsamen Verunreinigungen.

Wenn Sie das nachträgliche Verlegen von Kantensteinen zu einer Terrasse hin selbst vornehmen, folgen Sie dem gleichen Prinzip wie bei der Abgrenzung zu einem Beet. Allerdings sollten Sie dann tatsächlich Mörtel oder Magerbeton verwenden, um die Steine sicher zu fixieren. Denn dann handelt es sich um eine begehbare Fläche, die daher belastbar sein muss.

Hier geht's zum Sortiment "Terrassen- & Balkonböden"

Alternativen zu Rasenkantensteinen: Beeteinfassungen aus anderen Materialien

Wenn Sie eine pflegeleichte Mähkante als Rasenbegrenzung wünschen, bleiben massiv geformte Steinquader mit ebenen Oberflächen die erste Wahl – wobei Holz als Material nicht gänzlich außer Betracht fallen muss. Dazu später mehr, wenn es um die Langlebigkeit von Materialien geht. Grundsätzlich ist bei der Auswahl von Materialien zur Abgrenzung von Rasenflächen zu beachten, dass sie mehr oder weniger großen Einfluss auf das gesamte Erscheinungsbild nehmen.

  • Die handelsüblichen Rasenkantensteine, aus Leichtbeton geformt, verhalten sich ästhetisch neutral und sind deshalb aus gutem Grunde die am häufigsten genutzte Variante. Es gibt sie auch in unterschiedlichen Färbungen. Als kostengünstige Lösung setzen sie allerdings keinen zusätzlichen ästhetischen Akzent.
  • Ein solcher ist hingegen mit hochwertigen Natursteinen möglich. Das hohe spezifische Gewicht von Natursteinen erfordert jedoch auf jeden Fall einen besonders festen Untergrund, damit sie im Laufe der Jahre nicht immer weiter ins Erdreich versinken. Dann würden sie allmählich ihre Funktion als Mähsteine und botanische Abgrenzungen von Pflanzkulturen einbüßen.

Worauf sollte man bei Kantensteinen achten?

Mit Farbe und Material von Kantensteinen und Beeteinfassungen setzen Sie buchstäbliche Gegenakzente im Garten. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Rasen- und Beeteinfassungen darauf, dass sich eine möglichst harmonische und natürliche Stimmung ergibt.

Besonders einfach anzulegen: Rasenkantenbänder und vorgefertigte Formteile

Der Markt für Rasenabgrenzungen hat neben vorgefertigten Formsteinen eine große Vielfalt an Alternativen aus anderen Materialien hervorgebracht, mit denen sich Beete einpassen und zum Rasen hin abgrenzen lassen. Der recht mühelose Weg, Rasen und Beete zu trennen, erfolgt zum Beispiel über schmale Rasenkanten, oft als Rollware oder sogenanntes Rasenkantenband angeboten, das sich einfach in den Boden hineinstecken lässt. Manche Fertiglösungen bieten eine zusätzliche Mähkante für den Rasenmäher. Daneben sind noch die als kleine Palisaden geformten Spielarten zu erwähnen, häufig – ebenfalls wie klassische Kantensteine – aus Leichtbeton geformt und den großen Holzpalisaden aus Rundbalken nachempfunden.

Trendige Lösungen mit Metall

Einen urbanen Zeitgeschmack repräsentieren Rasenkanten aus Metallblech. Verzinktes Metall, Aluminium und Edelstahl als Beeteinfassungen kombinieren hohe Funktionalität mit einem ästhetischen Bekenntnis zum Industrial Look. Daneben kommen auch Anhänger des Shabby Look auf ihre Kosten, wenn sie Beeteinfassungen aus Cortenstahl wählen: Dieses Material erfreut sich in der Gartenarchitektur immer größerer Beliebtheit. Cortenstahl wird mit einer sozusagen „künstlich gezüchteten“ Rostschicht überzogen, die gleichzeitig aber als Korrosionsschutz wirkt. Somit ähnelt es von der Materialeigenschaft her dem Aluminium, das ebenfalls einen eigenen matten Korrosionsfilm als Selbstschutz gegen Verrottung auf seiner Oberfläche bildet.

Rasenabgrenzung Holz

Holz als (nicht immer) naturbelassenes Material

Holz ist unter allen festen und stabilen Materialien mit Abstand das natürlichste. Die ästhetische Qualität gerade in der Gartenarchitektur ist unbestritten, allerdings verrottet das organische Material im feuchten Erdreich, ist also keine Lösung für die Ewigkeit. Bahnschwellen sind bei vielen Gartengestaltern wegen ihrer massiv-rustikalen Optik beliebt und sind aus sehr widerstandsfähiger Eiche gefertigt. Allerdings kommen sie, als Restposten aus dem Gleisbau, fast ausschließlich in holzschutzimprägnierter Form in Umlauf und enthalten somit zahlreiche schädliche, oft auch gesundheitsgefährdende Substanzen. Da ist unbehandeltes Holz im Erdreich doch eher die bioverträglichere Empfehlung.

Kunststoff – praktisch und leicht verlegbar

Eine andere, attraktive Variante stellen Beetbegrenzungen und Rasenkanten aus Kunststoff dar. Da sich dieses Material zu allen erdenklichen Formen verarbeiten lässt, finden Sie eine große Auswahl an Fertiglösungen, mit denen Sie sehr einfach und mühelos ans Ziel kommen.

Materialen in Pflanzbeeten und Grasnarben: Vor- und Nachteile im Vergleich

Alle Materialien für Rasenkanten haben letztlich ihr Für und Wider. Als Merkhilfe für Ihre Planung dient vielleicht die folgende Tabelle:

MaterialVorteilNachteil
Formsteine aus Betonewig haltbar, einfache Rasenpflege, gute Abtrennungoptisch neutral
Naturstein und Granitoptische Aufwertung, ewig haltbar, gute Abtrennungaufwendiger bei Anschaffung und Verlegung
Aluminium oder verzinktes Metallblechverrottungssicher, gute Abtrennungindustrielle, technische Anmutung, Werkzeug für Zuschnitt erforderlich
Cortenstahlverrottungssicher, gute Abtrennung, trendige Optikindustrielle, technische Anmutung, Werkzeug für Zuschnitt oder Maßanfertigung erforderlich
Weidenholzleicht anzulegen, natürliche Wirkungsehr verrottungsanfällig, kaum Trennung der Pflanzkulturen
Ziergitter aus verzinktem Metallleicht anzulegen, verrottungssicherkeine Trennung der Pflanzkulturen
Holzpalisaden oder Kantholznatürliche Wirkung, gute Abtrennungverrottungsanfällig, nicht ewig haltbar
Kunststoffleicht anzulegen, gute Abtrennungkünstliche Wirkung
Bahnschwellengefällige Optikenthält oft gefährliche Giftstoffe und kann zu ernsthaften, auch rechtlichen Problemen führen

Fazit: Methoden der Rasenabgrenzung im Pro-und-Kontra-Vergleich

Wenn der Erstaufwand, die optische Wirkung und der regelmäßige Pflegeaufwand gegeneinander abzuwägen sind, stellen sich die Vor- und Nachteile der fünf gängigsten Methoden der Rasenbegrenzung zusammenfassend wie folgt dar:

MethodeProKontra
Rasenstechen ohne zusätzlichen Grenzwallexklusive Ästhetik nach dem Stilprinzip des vornehmen Understatementshoher Zeitaufwand beim ersten Anlegen, hoher kontinuierlicher Pflegeaufwand
Rasenkantensteine aus Leichtbeton als Mähsteinesehr pflegeleicht, ideale Lösung für den durchschnittlich ambitionierten Freizeit-Gärtnerkeine optische Aufwertung, eher konventionelle Anmutung, einiger Aufwand beim Verlegen
Rasenkantensteine aus Naturstein als Mähsteinesehr pflegeleicht, gute Lösung für ambitionierte Hobby-Gärtner, optische Aufwertunghoher Aufwand beim Verlegen, je nach Steinqualität kostspielige Lösung
Formsteine ohne Mähstein-Funktion in Palisaden-Maniergute Lösung für kleinere Flächen und Umrandungen sowie für Beeteinfassungen in Hanglagenhoher Aufwand beim Verlegen, regelmäßiges Rasentrimmen erforderlich, optisch eher auffällig als aufwertend
Beeteinfassungen als Rollware (Rasenkantenband)einfache, bisweilen praktische „Instant“-Anbringung, dabei optimale Trennung von Pflanzkulturen, gute Lösung für Spiel- und Gebrauchsraseneher künstliche Anmutung, optische Aufwertung nur bei entsprechend hochwertiger Materialwahl, regelmäßiges Rasentrimmen erforderlich