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Mittel gegen Grasmilben – unbeschwert barfuß gehen

Nichts ist schöner, als barfuß über den weichen Rasen zu laufen. Auch Kinder lieben es, in sommerlicher Kleidung auf dem Rasen zu spielen und zu toben. Die Begeisterung findet schnell ein Ende, wenn Grasmilben im Rasen lauern. Heftig juckende Quaddeln, die nur langsam abheilen, schränken die Gartennutzung schnell ein. Auch Haustiere leiden oft unter heftigen, allergischen Reaktionen auf die kleinen Spinnentiere. Erfahren Sie hier, welche Mittel gegen Grasmilben wirklich helfen.

Was sind Grasmilben?

Grasmilben sind unter vielen Namen bekannt. Sie werden auch Herbstgrasmilbe, Graslaus, Erntemilbe oder Herbstmilbe genannt. Die kleinen Spinnentiere leben bevorzugt in Wiesen. Die meiste Zeit des Jahres halten sie sich bis zu 60 cm tief im Erdreich auf. Die erwachsenen Tiere sind 0,2 bis 0,3 mm klein und stellen keine Bedrohung dar. Sie leben im Erdreich und belästigen weder Mensch noch Tier. Anders sieht es bei den Larven der Herbstgrasmilbe aus. Die Larven der Grasmilbe setzen sich gerne in Hautfalten fest, lösen mit ihrem Speichel Hautzellen auf und ernähren sich so. In der Folge entstehen etwa 24 Stunden nach dem Kontakt stark juckende, geschwollene und gerötete Hautstellen. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis die Stellen endgültig abheilen. Hundebesitzer finden bei ihren Tieren oft am Krallenbett und im Zwischenzehenbereich orangefarbene Beläge, so dicht können die Grasmilben dort sitzen. Mittel gegen Grasmilben zu finden, ist schwierig aber nicht unmöglich.

Einen Grasmilbenbefall nachweisen

Für Hundebesitzer ist die Sache klar. Sammeln sich orangefarbenen Larven an den Pfoten des Tieres, ist der Befall sicher. Menschen ohne Hunde haben es schwerer. Schließlich können viele andere Insekten ebenfalls juckende Quaddeln im Bereich der Knöchel und der Kniekehle auslösen. Bevor Sie zu Mitteln gegen Grasmilben greifen, sollten Sie wissen, ob sich die Tierchen in Ihrem Rasen tummeln. Legen Sie bei trockenem Wetter und Sonnenschein ein weißes Blatt Papier auf Ihren Rasen. Leben Herbstgrasmilben in Ihrem Garten, finden Sie nach einiger Zeit die typisch orange gefärbten Larven auf dem Papier.

Hilfe bei Grasmilben

Haben sich Grasmilben in Ihrem Rasen breitgemacht, können Sie die Belastung für sich und Ihre Familie mit geeigneten Mitteln gegen Grasmilben deutlich reduzieren. Da die ausgewachsenen Exemplare tief im Erdreich leben, richten sich die Aktionen in erster Linie gegen die Larven. Von April bis Oktober lauern die Larven der Grasmilben auf Opfer. Gehäuft treten die Spinnentiere im Spätsommer auf, denn die Larven bevorzugen trockenes Wetter und warme Temperaturen. Deshalb konzentrieren sich die Mittel gegen Grasmilben darauf, den Tieren das Leben ungemütlich zu machen:

Kalk-Stickstoff-Dünger
  • Vermooster Rasen bietet den Milben einen idealen Lebensraum. Vertikutieren Sie Ihre Rasenflächen deshalb regelmäßig im Frühjahr und im Herbst. Ist der Befall stark ausgeprägt, können Sie auch mitten in der Sommersaison zum Vertikutierer greifen.
  • Halten Sie Ihren Rasen kurz. Grasmilben klettern an die Halmspitzen, um einen Wirt zu finden. Nutzen Sie daher den Rasenmäher konsequent einmal wöchentlich. Verzichten Sie auf das Mulchen und geben Sie den Rasenschnitt in den Komposter.
  • Installieren Sie ein Bewässerungssystem oder nutzen die den Rasensprenger. Wasser ist ein probates Mittel gegen Herbstgrasmilben. Die Larven suchen bei Trockenheit nach Opfern. Bei Feuchtigkeit ziehen sie sich dagegen in das Erdreich zurück.
  • 100 ml Neemöl auf 5 Liter Wasser ergibt eine wirksame Lösung. Bringen Sie Lösung mit dem Drucksprühgerät auf Rasen und Büschen aus. Eine Gießkanne ist nicht geeignet.
  • Eine Behandlung mit einem Kalk-Stickstoff-Dünger ist ebenfalls als Hilfe gegen Grasmilben geeignet.

Chemische Mittel gegen Grasmilben

Einige Hersteller bieten Schädlingsbekämpfungsmittel beispielsweise auf der Basis von Deltamethrin an. Diese Mittel gegen Grasmilben sollten nur in Ausnahmefällen benutzt werden. Deltamethrin und andere chemische Schädlingsbekämpfungsmittel töten nicht nur die Larven der Grasmilben ab. Diese Insektizide vernichten auch alle anderen Insekten in Ihrem Rasen und stören das biologische Gleichgewicht empfindlich. Auch für Menschen und Haustiere sind diese Nervengifte belastend. Außerdem lösen Sie das Problem mit der chemischen Keule nicht langfristig, denn die erwachsenen Tiere im Erdreich erreicht das Gift nicht.