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Eine individuelle Rutsche selber bauen – das ist gar nicht schwer

Ob im Garten oder im Kinderzimmer: Eine Rutsche kommt beim Nachwuchs immer großartig an. Besonders toll ist es, wenn Sie Ihre Rutsche selber bauen und so ganz den Wünschen Ihres Kindes und den vorhandenen Möglichkeiten anpassen. In nur fünf Schritten bauen Sie Ihre eigene Rutsche für den Garten.

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1. Materialauswahl

Wenn Sie eine Rutsche selber bauen, haben Sie freie Hand, was das verwendete Material angeht. Besonders empfehlenswert ist glattes hochwertiges Holz, z. B. beschichtete Spanplatten. Denken Sie daran, dass Sie neben der eigentlichen Rutsche auch einen Aufstieg benötigen. Überlegen Sie auch, wie die Rutsche enden soll: Steht bereits ein Sandkasten im Garten, in den das Kind hineinrutschen kann? Endet die Rutsche auf dem Rasen, sollten Sie eine kleine Kiste oder Stützen unter das untere Ende der Rutsche montieren, damit das Kind aufstehen kann und nicht mit dem Hosenboden ins oft feuchte Gras plumpst. Verwenden Sie unbedingt Schrauben oder Nägel aus rostfreiem Edelstahl, wenn Sie Ihre Rutsche selber bauen, um Rostschäden durch Regen zu vermeiden.

Tipp:

Sie können die eigentliche Rutschfläche auch fertig aus Plastik oder Edelstahl kaufen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn es eine längere wellenförmige Rutsche sein soll, die Sie selbst nicht aus Holz anfertigen können.

2. Einzelteile bearbeiten

Zunächst zimmern Sie die Rutschfläche (eine durchgängige glatte Spanplatte) und die seitlichen Handlaufleisten zusammen. Die Handlaufleisten sollten gerade so hoch sein, dass Ihr Kind seine Hände beim Rutschen locker darauflegen kann. In der einfachsten Version nehmen Sie einfach eine weitere Spanplatte, die Sie der Länge nach durchtrennen und die Hälften als Handlaufleisten seitlich mit Nägeln in die Rutschfläche nageln.

Möchten Sie eine Rutsche selber bauen, weil Sie eine bestimmte tolle Designidee im Kopf haben, können Sie die Einzelteile entsprechend bearbeiten: Wellenförmige Handlaufleisten sehen zum Beispiel sehr hübsch aus. Sie können die Seiten auch am oberen Ende der Rutsche (wo die größte Sturzgefahr besteht) etwas höher belassen und nach unten in abflachen lassen. Vielleicht möchten Sie auch etwas besonders Kreatives zaubern, z. B. eine Art Elefantenkopf, dessen sehr langer Rüssel nach unten hin als Handlaufleiste dient?

Die Rutsche liegt auf einem kleinen „Turm“ auf, von dem das Kind seine Fahrt beginnt. In der einfachsten Variante verwenden Sie eine Klappleiter und legen die Rutschfläche auf die oberste Sprosse. Sicherer und langlebiger ist es, wenn Sie den Turm selbst zimmern oder einen fertigen Spielturm kaufen. Ein Tipp: Gestalten Sie den Turm mit Überdachung, so haben Ihre Kinder ein kleines Gartenhäuschen als Rückzugsort für sich selbst. Der Turm besteht aus folgenden Teilen:

  • Stelzen (Rundhölzern)
  • einem erhöhten Boden, auf dem die Rutsche aufliegt (Holzbretter)
  • einem ringsum verlaufenden Holzgeländer (damit kein Kind stürzen kann)
  • einer Treppe (aus Rund- oder Kanthölzern und Sprossen)
  • ggf. einer Überdachung

Bei der Gestaltung des Turms können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen: Eine Ritterburg? Ein Piratenschiff? Ein Hochsitz im Urwald? Sägen Sie das Holz nach Wunsch zurecht und fügen Sie dem fertigen Turm eine Bemalung hinzu.

3. Einzelteile zusammenfügen

Haben Sie alle Einzelteile wunschgemäß bearbeitet, können Sie nun Ihre Rutsche selber bauen: Verwenden Sie entweder Nägel oder noch besser Schrauben und Dübel, um die Rutschenteile sicher zusammenzufügen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Schrauben oder Nagelköpfe nicht aus dem Holz hervorstehen: Verletzungsgefahr für die spielenden Kinder!

Wenn Sie die Rutsche am Turm befestigen, achten Sie auf einen angemessenen Winkel: Ist die Rutsche zu steil, „fallen“ Ihre Kinder eher, als dass sie rutschen und dies macht ihnen wenig Freude. Ist der Winkel zu flach, wird aus dem Rutschvergnügen eine eher zähe Sache. Orientieren Sie sich an Rutschen auf Spielplätzen.

4. Die Rutsche verzieren

Ist der Rohbau fertig, greifen Sie zum Pinsel und malen Ihre Rutsche bunt an. Ihre Kinder sind Ihnen dabei ganz sicher gerne behilflich. Wählen Sie Farben für den Außenbereich, die das Holz zugleich schützend imprägnieren, sodass Regen und Schnee Ihrer Rutsche nichts anhaben können.

5. Die Rutsche testen

Ehe Sie Ihre Kinder auf die Rutsche lassen, sollten Sie sie unbedingt auf ihre Standfestigkeit testen. Rütteln Sie ein wenig am Turm (wie es tobende Kinder tun würden) und rutschen Sie selbst mehrmals die Rutsche hinunter: Trägt Ihre selbst gebaute Rutsche das Gewicht eines erwachsenen Menschen, wird sie Kinder mühelos aushalten.

Wie sorge ich für Sicherheit?

Wenn Sie eine Rutsche selber bauen, sollten Sie die Sicherheitsaspekte nicht außer Acht lassen. Dazu gehören die seitlichen Handlaufleisten, die ein seitliches Herausfallen aus der Rutsche verhindern und ein sicherer Turm mit Geländer. Sind die Kinder noch klein, bringen Sie eine horizontal verlaufende Holzstange am oberen Ende der Rutsche an: Dies erleichtert dem Kind den Einstieg in die Rutsche, da es sich mit beiden Händen daran festhalten kann.

Wie gestalten Sie die Umgebung der Rutsche?

Wenn Sie eine Rutsche selber bauen, machen Sie sich am besten gleich auch Gedanken um die nähere Umgebung. Eine Sturzgefahr ist nie ganz auszuschließen, sodass Sie Ihre Rutsche auf keinen Fall auf einem Stein- oder Betonboden aufstellen sollten. Ideal geeignet ist Sand, am besten bauen Sie sie in einen großen Sandkasten ein. Ist dies nicht möglich, sollte es zumindest weicher Rasen sein. Achten Sie darauf, dass sich im Rasen keine Verletzungsgefahren verstecken, z. B. alte Baumstümpfe oder große Steine.

Wie gestalten Sie eine Rutsche für ein Hochbett?

Natürlich können Sie auch im Innenbereich eine Rutsche selber bauen. Kinder lieben es, in einem Hochbett zu schlafen, aus dem sie per Rutsche aussteigen. Der Platz unter dem Bett kann als Stauraum oder als „Höhle“ zum Spielen genutzt werden. Bauen Sie zunächst das Bett und gehen Sie dann genauso vor wie beim Zusammenbauen Ihrer Gartenrutsche. Das Imprägnieren des Holzes ist im Innenbereich nicht nötig. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass das Holz ganz glatt ist und keine Splittergefahr besteht. Eine schützende Lackschicht oder ein Farbanstrich sind immer eine gute Idee.

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