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Algen im Teich – mehr als ein optisches Problem

Ein leicht grünlicher Schleier im Wasser des Gartenteichs ist normal. Ursache sind kleine Grün- und Blaualgen, die die Wasserqualität nicht beeinträchtigen. Ein größeres Problem stellen Fadenalgen dar. Sie treten mitunter explosionsartig auf und verwandeln das Wasser in eine regelrechte grüne Suppe. Spätestens, wenn Sie Ihre Goldfische oder Kois nicht erkennen, ist es Zeit zu handeln. Eine Algenblüte mit Fadenalgen kann das empfindliche Ökosystem im Teich sehr schnell kippen lassen. Günstiger ist es, wenn Sie es gar nicht soweit kommen lassen.

Frosch in Algen

Ursachen für Algen im Teich

Eine gewisse Menge an Algen im Gartenteich ist vollkommen normal. Problematisch wird es erst, wenn die Algen überhandnehmen. Dann ist es unerlässlich, die Algen zu entfernen, damit das empfindliche Gleichgewicht nicht kippt. Fadenalgen im Teich sind theoretisch ein gutes Zeichen. Ihr Vorkommen spricht für eine hohe Wasserqualität und ein ausgewogenes Teichklima. Das gilt zumindest für die natürliche Algenblüte im Frühjahr. Treten später massenhaft Algen auf, läuft das Zusammenspiel im Teich aus dem Ruder. Es ist wichtig, Fadenalgen im Teich zu bekämpfen, da die absterbenden Algen auf den Grund sinken und verrotten. Dabei senken sie den Sauerstoffgehalt des Wassers gefährlich ab und geben schlagartig den gespeicherten Stickstoff frei. In diesem Fall sind die Fische und andere Kleinstlebewesen im Wasser stark bedroht. Gründe für zu viel Algen im Teich sind:

  • Ein zu kleiner oder zu flacher Teich, dessen Wasser sich komplett erwärmt, statt verschieden temperierte Wasserschichten zu bilden.
  • Ein zu dichter Fischbesatz oder zu viel Fischfutter, das auf den Grund sinkt.
  • Ganztägig pralle Sonne auf dem größten Teil der Wasseroberfläche.
  • Rasendünger, der durch Regen in den Teich gespült wird.
  • Zu wenige Wasserpflanzen, die Nährstoffe verbrauchen.
Algenproblem im Teich

Fadenalgen im Teich bekämpfen

Ein gewisses Algenwachstum im Frühjahr ist normal. Beginnen Sie im April damit, alle 2 bis 3 Tage die Fadenalgen im Teich zu bekämpfen. Fischen Sie die Algen einfach mit einem Kescher aus dem Wasser. Ist der Teich sehr dicht bepflanzt, ist ein Stock eine gute Alternative. Mit seiner Hilfe rollen Sie die Algen auf wie Spaghetti. Algen enthalten wertvolle Nähstoffe, sie können Sie unbesorgt im Komposter entsorgen. Verzichten Sie auf spitze Hilfsmittel wie Harken oder Rechen, um Schäden an der Teichfolie zu vermeiden. Bei guter Wasserqualität genügt es im Juni und Juli, die Algen im Teich alle zwei bis drei Wochen zu entfernen. Wachsen die Algen schneller, kontrollieren Sie den Phosphatgehalt im Wasser mit einem Test-Set zur Bestimmung der Wasserqualität. Je nach Ergebnis führen Sie einen Teilwasserwechsel durch oder optimieren die Bepflanzung und die Filterung.

Zu viele Algen im Teich vermeiden

Es gibt verschiedene Wege, eine Algenplage im Teich zu vermeiden. Planen Sie Ihren Teich großzügig und tief genug. Wählen den richtigen Platz für den Gartenteich. Eine schattige Umgebung reduziert das Algenwachstum deutlich. Doch auch bei bereits bestehenden Teichanlagen können Sie einiges gegen Algen im Teich tun.

  • Sorgen Sie für einen leistungsstarken Filter. Das gilt insbesondere für kleine Teiche oder Varianten mit einem hohen Fischbesatz.
  • Schwebealgen können Sie mit einem dem Filter vorgeschalteten UV-Filter dezimieren.
  • Teichmuscheln sind effektive natürliche Filter, die die Wasserqualität heben.
  • Wasserflöhe verhindern die starke Vermehrung von Schwebealgen.
  • Nutzen Sie Wasserpflanzen, um den Wasser Nährstoffe zu entziehen. Lassen Sie abgestorbene Pflanzenteile nicht im Teich, sonst geben die Pflanzen bei der natürlichen Zersetzung des Materials die Nährstoffe wieder in das Wasser ab. Schneiden Sie Pflanzen zurück und geben Sie den Verschnitt auf den Kompost.
  • Schwimmende Wasserpflanzen wie Seerosen und Wasserlinsen entziehen den Algen im Teich die Nährstoffe und spenden Schatten.
  • Ein Teichspringbrunnen bringt Bewegung in das Wasser und verringert so den Algenwuchs.
  • Entfernen Sie regelmäßig die Mulmschicht auf dem Teichboden mit einem Teichschlammsauger. In dieser Schicht aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Fischkot und Futterresten befinden sich besonders viele Nährstoffe, die das Algenwachstum fördern.
  • Schützen Sie den Teich im Herbst vor Laub. Ein Netz ist ideal, so müssen Sie die Blätter nicht mühsam herausfischen.
  • Ungedüngter Torf oder ein Eichenast sind natürliche Mittel gegen Algen im Teich. Sie senken den pH-Wert des Wassers und verringern ihr Wachstum.