Hagebau.de verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.de nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Gartenbewässerung planen: Arbeit, Zeit und Wasser sparen

Bei der Planung der Gartenbewässerung gilt es, das richtige System auszuwählen. Als Wasserzapfstellen kommen der Hausanschluss sowie Regenwasserspeicher wie Regentonnen und Erdtanks infrage. Die Steuerung kann manuell oder automatisch erfolgen, automatische Bewässerungsanlagen sind besonders während der Urlaubszeit praktisch.

Tipps zur Bewässerungsanlage im Garten

Erstellen Sie eine maßstabsgetreue Skizze der Gartenfläche und tragen Sie die Wasseranschlüsse ein. Markieren Sie Flächen, die Sie bewässern möchten. Dazu gehören Rasen, Beete, Bäume und Sträucher sowie Hecken. Kennzeichnen Sie auch Flächen, die ohne zusätzliche Bewässerung auskommen. Folgende Bewässerungsarten stehen zur Auswahl:

  • Kreisregner für kleine Rasenflächen mit weniger als 25 m² Fläche,
  • Viereckregner für Flächen ab 25 m²,
  • Sprühregner für Flächen von circa 75 m²,
  • Versenkregner und Vielflächenregner, perfekt in Verbindung mit unterirdisch verlegten Wasserrohren, und
  • Schlauchregner eignen sich hervorragend für Blumenbeete.

Bei der Bewässerung mit Schläuchen sind diese zum Beispiel beim Rasenmähen oft im Weg. Auch ist das Aufrollen der Schläuche lästig.

Hier geht's zum Sortiment "Gartenbewässerung"
Regenbogen in Gartenbewässerung

Planung der Gartenbewässerung: Unterirdische Leitungen verlegen

Besser als Schläuche eignen sich Kunststoffrohre aus Polyethylen, die sich im Härtegrad und Durchmesser unterscheiden. Die Leitungen müssen korrosionsbeständig sein und aus druckfestem Material bestehen. Vergraben Sie diese 30 bis 40 Zentimeter unter der Erde.
Weiche Materialien lassen sich flexibler verlegen, benötigen bei Verbindung mit einer Tropfbewässerung jedoch einen vorgeschalteten Wasserdruckminderer. Harte Leitungsrohre ermöglichen einen höheren Wasserdurchlauf und sind für einen höheren Wasserdruck ausgelegt.

Mit harten Rohren verbinden Sie die Wasserpumpe mit großflächigen Wasserverteilern wie Rasensprengern oder Wasserhähnen. Besonders sinnvoll ist die Verlegung der unterirdischen Rohre in Verbindung mit Versenkregnern. Diese verschwinden bei Nichtgebrauch unter der Erde und das gesamte System bleibt unsichtbar.

Gartenbewässerung planen: Frostschutz

Zusätzlich gilt: Die Wasserleitungen müssen in einem leichten Gefälle von etwa 0,5 Prozent verlegt werden, andernfalls staut sich das Wasser in den Leitungen und es kann im Winter zu Frostschäden kommen. Eine praktische Alternative sind Entwässerungsventile, über die das Restwasser aus den Rohren entweichen kann. Entwässerungsventile bleiben geschlossen, bis ein bestimmter Druck in den Rohren unterschritten ist und öffnen dann automatisch.

Bewässern mit Regenwasser statt Leitungswasser

Schläuche durch das Beet

Das Trinkwasser aus der Leitung ist ein kostbares Gut. Verbrauchtes Wasser wird in die Kanalisation geleitet und die Gemeinden erheben dafür eine Abwassergebühr. Leitungswasser für die Gartennutzung wird nicht der Kanalisation zugeführt. Die verwendete Menge weisen Sie mit einem Gartenwasserzähler nach. Noch günstiger und zugleich umweltschonender ist die Verwendung von Regenwasser. Den Regen sammeln Sie in einer Regentonne oder einem Erdtank und versorgen auf diese Weise die Bewässerungsanlage im Garten mit Wasser. Ein weiterer Vorteil: Das Regenwasser enthält in der Regel weniger Kalk als das Trinkwasser aus der Leitung und eignet sich besser für die Gartenbewässerung. Mithilfe von Wasserpumpen lässt sich das Wasser automatisch verteilen. Modelle mit Benzin- und Elektromotor stehen zur Auswahl.

Wenn Sie eine Gartenbewässerung planen, sollten Sie berücksichtigen, wie viel Wasser die verschiedenen Pflanzen und Beete benötigen. Als Faustregel gilt: Ein Wassertank mit 1.500 Litern reicht für eine Gartenfläche von 100 m². Damit die Bewässerung auch zu besonders regenarmen Zeiten funktioniert, können Sie die Anlage für Regenwasser im Notfall mit Leitungswasser kombinieren.

Gartenbewässerung planen: der richtige Zeitpunkt

Die Gartenpflanzen sollten morgens, abends oder nachts mit Wasser versorgt werden. Der Vorteil: Zu den kühlen Tageszeiten geht kaum Wasser durch Verdunstung verloren, es sickert in die tieferen Erdschichten ein und gelangt bis zu den Wurzeln. Bewässern Sie die Pflanzen niemals bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Wassertropfen bündeln das Sonnenlicht wie ein Vergrößerungsglas und die Pflanzen können Verbrennungen erleiden. Nützlich für die Gartenbewässerung ist eine programmierbare Zeitschaltuhr, damit starten Sie Ihr Bewässerungssystem automatisch. Praktisch sind Feuchtesensoren im Boden, diese messen den Wassergehalt und beginnen die Bewässerung nur bei Bedarf.

Mit der richtig geplanten Gartenbewässerung Arbeit, Zeit und Wasser einsparen.

Für ein optimales Ergebnis müssen Sie die Platzierung der Sammelbehälter für Regenwasser, den Verlauf der Leitungen, die Wasseranschlüsse und Sprinkleranlagen gut planen. Die Wasserleitungen sollten Sie möglichst unter der Erde verlegen, das sieht besser aus und gewährt eine längere Lebensdauer. Mit Entwässerungsventilen schützen Sie die Rohre vor Frostschäden im Winter.

Lesen Sie auch weitere Tipps zur Gartenbewässerung während der Urlaubszeit sowie zum Blumen gießen und Rasen mähen. Die angebotenen Produkte bestellen Sie bequem im Hagebau-Online-Shop.