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Gartenbewässerung verlegen – Schritt für Schritt

Vorteile unterirdisch verlegter Bewässerungssysteme

Ein unterirdisch verlegtes Bewässerungssystem bietet gegenüber einer über der Erde verlegten Leitung den Vorteil, dass keine Schläuche bei der Gartenarbeit beschädigt werden können. Auch beim Rasenmähen müssen Sie bei einem unterirdischen System nicht auf herumliegende Zuleitungen achten. Das in der Erde installierte Bewässerungssystem stört auch nicht die Gartengestaltung mit optisch sichtbaren Verlegerohren. Auch wenn das Verlegen der Gartenbewässerung im Erdreich erst einmal mehr Arbeit macht, stellt eine solche Sprinkleranlage gegenüber einem oberirdischen System die bessere Lösung dar. Um eine solche Bewässerungsanlage zu verlegen, sollten Sie zuerst die benötigten Komponenten einplanen.

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Schritt 1: Planung der Bewässerungsanlage

Wenn Sie ein Bewässerungssystem selber bauen, kommt der Planung in jedem Fall eine wichtige Bedeutung zu. Sie sollten sich zum Beispiel gut überlegen, wo Sie den Hauptwasseranschluss platzieren möchten. Wichtig ist es vor allem, dass genügend Druck in der Wasserleitung herrscht. Ansonsten könnte es Ihnen passieren, dass Sie weit entfernte Beete nicht richtig bewässern können. Machen Sie also vor den eigentlichen Arbeiten an der Bewässerung einen Test und Befüllen Sie einen Eimer aus der Leitung mit Wasser. Achten Sie dabei darauf, wie lange es dauert, bis der Eimer voll ist. Ging das Befüllen recht schnell, herrscht genug Druck in der Leitung und Ihr Hauptwasseranschluss ist sinnvoll platziert. Tröpfelt das Wasser hingegen nur aus der Leitung, wissen Sie sofort, dass Sie Ihre Planung überdenken müssen. Wenn Sie eine genaue Zahl benötigen, gehen Sie wie folgt vor: Befüllen Sie einen Eimer mit 10 Litern Wasser und messen Sie die verstrichene Zeit. Errechnen Sie die Sekunden und teilen Sie die erhaltene Zeit durch 36.000. Dies ergibt die Wassermenge in Litern pro Stunde.

Bevor Sie die Gartenbewässerung selber bauen, sollten Sie auch ganz genau überlegen, welche Rasenflächen, Beete und Hecken Sie später bewässern möchten. So können Sie ausrechnen, wie viele Schläuche Sie benötigen und wie lang diese sein sollten. Festlegen müssen Sie auch, welche Regner Sie verwenden möchten. Auf dem Markt stehen für den Heimgebrauch vor allem die Vielflächenregner, die Versenkregner und die Viereckregner zur Auswahl. Bei besonders großen Rasenflächen zum Beispiel empfiehlt sich die Verwendung von Vielflächenregnern, da Sie hier eine besonders große Abdeckung erreichen. Setzen Sie den Vielflächenregner dorthin, wo Ihr Rasen keine quadratische Form, sondern viele Kurven aufweist.

Wenn Sie alle Komponenten für Ihre Bewässerungsanlage beisammenhaben, können Sie diese anhand der Planungsunterlagen des Herstellers zusammenbauen. Orientieren Sie sich hierbei an den Vorgaben des jeweiligen Herstellers. Die Sprinkleranlage wird immer beginnend von der Wasserzufuhr geplant. Falls erforderlich, müssen die Verlegerohre noch gekürzt oder zugeschnitten werden. Wenn Sie eine Bewässerung verlegen möchten, sollten Sie beim Zusammenfügen aller Teile auf eine dichte Verbindung achten, sodass auch später kein Wasser austreten kann. Wenn das Bewässerungssystem zusammengebaut wurde, können Sie mit dem Ausheben der Erde beginnen.

Gartenbewässerung selber bauen Schritt 1 Gartenbewässerung verlegen Schritt 1

Schritt 2: Erde ausheben

Das Bewässerungssystem, oder besser gesagt das Verlegerohre, wird in einer Tiefe von etwa 25 cm im Boden verlegt. Hierzu heben Sie einen möglichst schmalen Graben aus. Bei einer Verlegung unter dem Rasen sollten Sie die Grasnarben möglichst unbeschädigt abnehmen, um sie nach dem Einsetzen der Rohre wieder zu verwenden. Prüfen Sie vor dem Verlegen noch einmal die Reichweite der Regner, um sicherzustellen, dass alle gewünschten Bereiche mit Wasser versorgt werden.

Gartenbewässerung verlegen Schritt 2

Schritt 3: Verlegen der Leitungen

Das Verlegen der Leitungen im Garten ist keine ganz einfache Aufgabe. Legen Sie die Rohre probeweise auf dem Rasen aus und überprüfen Sie, ob Sie genügend Leitungen zur Verfügung haben. Schneiden Sie die Rohre bereits jetzt zurecht und entfernen Sie dann alles wieder vom Rasen. Greifen Sie zu Ihrem Rasenmäher und mähen Sie alle betroffenen Rasenflächen gründlich. Entfernen Sie alle Überreste. Legen Sie nun die Rohre an die richtigen Stellen und verankern Sie diese miteinander. Die Verankerung erfolgt natürlich noch, bevor Sie die Rohre im Boden vergraben. Stechen Sie gegebenenfalls passende Erdteile aus dem Boden, um Platz für die Rohre zu schaffen. Hinterher müssen Sie die Erdteile wieder einsetzen und gründlich gießen, damit diese schnell wieder mit dem restlichen Boden verwachsen.

Gartenbewässerung selber bauen Schritt 3

Schritt 4: Installation der Regner

Die entscheidende Rolle bei der automatischen Bewässerung der Gartenanlage spielen ohne jede Frage die Regner. Sie verteilen das Wasser auf dem Rasen, auf den Beeten und den Hecken und müssen strategisch klug platziert sein. Hier gilt, dass Sie mit möglichst wenigen Regnern eine möglichst große Fläche im Garten abdecken müssen. Denken Sie auch daran, dass es Flächen geben kann, die nicht bewässert werden sollen. Auch das müssen Sie berücksichtigen, wenn Sie die Regner platzieren.

Für die Versenkregner müssen Sie vor der Installation ein entsprechendes kleines Loch im Rasen ausheben. Denken Sie daran, dass der Versenkregner vollständig in den Boden zurückfahren können muss, das ist zugleich auch seine Ruheposition. Der Vorteil ist hier, dass Sie den Rasen ganz normal mähen können, als hätten Sie gar keine Regner installiert. Auf die kleineren Flächen in Ihrem Garten setzen Sie schließlich die Viereckregner. Hier müssen Sie nicht mehr tun, als die gewünschte Reichweite einzustellen. In der Regel sollte die entsprechende Fläche nicht größer als 250 m² sein. Sie verwenden einen Vielflächenregner? Programmieren Sie dann nach Anleitung des Herstellers die Kontureneckpunkte ein, damit der Regner weiß, welche Form er bewässern soll. So können Sie selbst bei komplizierten Rasenflächen erreichen, dass wirklich nur die gewünschten Stellen bewässert werden.

Gartenbewässerung verlegen Schritt 4

Ein weiterer Tipp:

Fast in jedem Garten ergeben sich sogenannte Regenschattenbereiche. Herabhängende Bäume zum Beispiel verhindern an diesen Stellen Regen, der Boden kann so mit der Zeit sehr trocken werden. Richten Sie die Regner so aus, dass hier besonders viel Wasser hingelangt.


Schritt 5: Automatische Steuerungseinheit installieren

Im letzten Schritt schließen Sie nun die Sensoren und die Bewässerungsuhr an. Ein Bodenfeuchtesensor ist im Prinzip ein unerlässlicher Bestandteil einer automatischen Bewässerungsanlage, da die Bewässerungsuhr nur mithilfe dieser Sensoren wissen kann, ob eine Bewässerung überhaupt notwendig ist oder nicht. Den Sensor stecken Sie einfach senkrecht in den Boden und schließen ihn dann mit seinem Kabel an den Bewässerungscomputer an. Dank eines Heizwiderstands ist der Bodenfeuchtesensor in der Lage, in bestimmten Zeitabständen die Feuchtigkeit des Bodens zu messen. Wird ein bestimmtes Niveau unterschritten, teilen die Sensoren diese Information dem Computer mit, der so steuern kann, ob gewässert werden soll oder nicht. Haben Sie Ihren Bewässerungscomputer entsprechend programmiert, müssen Sie sich also im Prinzip nicht mehr um die Anlage kümmern.

Installieren Sie weiterhin eine Bewässerungsuhr, die den perfekten Zeitpunkt für den Beginn und das Ende der Bewässerung festlegt. Die Bewässerungsuhr arbeitet durchaus auch ohne die Hilfe von Feuchtigkeitssensoren, dennoch ist es nützlich, wenn die Sensoren ihr mitteilen können, ob eine Bewässerung überhaupt notwendig ist oder nicht.

Mithilfe dieser Anleitung können Sie Ihre automatische Bewässerung selber bauen. Denken Sie daran, das passende Gartenhandwerkzeug für Ihre künftigen Projekte zu kaufen.

Gartenbewässerung selber bauen Schritt 5

Schritt 6: Zuschütten

Schütten Sie den ausgehobenen Graben mit dem verlegten Bewässerungssystem nun wieder zu. Hierzu geben Sie einfach die ausgebuddelte Erde mit einem Spaten wieder ins Erdreich. Treten Sie den zugeschütteten Graben am besten noch etwas fest. Überall dort, wo eine Grasnarbe entfernt wurde, können Sie das Stück Rasen wieder aufsetzen. Zum Abschluss sollte die wieder eingefüllte Erde noch leicht bewässert werden. Besonders die Rasenstücke wachsen dann besser wieder an.

Gartenbewässerung verlegen Schritt 6

Gartenbewässerung verlegen: So versorgen Sie Ihren Garten optimal mit Wasser

Ein modernes Bewässerungssystem spart Ihnen viel Arbeit im Garten. Sie müssen keine schweren Gießkannen mehr schleppen und können Ihren Garten auch während der Urlaubszeit alleine lassen. Stellen Sie das Bewässerungssystem für den Rasen oder Ihre Beete in den heißen Sommermonaten am besten auf eine Uhrzeit am frühen Morgen oder am späten Abend ein. Dann verdunstet das Wasser aufgrund der Hitze nicht gleich wieder und kann von den Gemüsepflanzen oder vom Rasen optimal aufgenommen werden. Bewässern Sie Ihren Garten nicht bei direkter Sonneneinstrahlung. Der Bodenfühler misst die Feuchte im Erdreich automatisch und löst über den Computer der Sprinkleranlage eine Bewässerung aus, wenn die Erde zu trocken ist. Neben dem herkömmlichen Leitungswasser können Sie Ihren Rasen auch mit Regenwasser versorgen. Das Bewässerungssystem lässt sich problemlos an eine Regentonne anschließen. Mit einer Nutzung von Regenwasser fallen auch die Wasserkosten niedriger aus. Beim Bewässern sollte der Boden etwa 20 cm tief durchnässt werden, um die Pflanzen optimal mit Wasser zu versorgen. Das Bewässerungssystem wird vor dem Winter komplett entleert und damit winterfest gemacht. Lassen Sie das Wasser komplett aus den Rohren ab und drehen Sie über Winter auch die Wasserversorgung ab.

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