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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Dachbegrünung auf dem Gartenhaus pflanzen

Gartenhäuser mit Dachbegrünung sind ein Hingucker mit zusätzlichen ökologischen Vorteilen. Überwachsen von Moosen und Pflanzen, mit jahreszeitlich wechselnden Farben, ist das Dach vor der Witterung geschützt. Zudem verbessert sich die Wärme- und Schalldämmung.

Mit einer Dachbegrünung auf dem Gartenhaus schaffen Sie einen zusätzlichen Lebensraum. Die Begrünung ist ökologisch sinnvoll, stellt für das Dach jedoch auch eine Last dar. Das zusätzliche Gewicht kann je nach Begrünung pro Quadratmeter zwischen 50 bis 150 Kilogramm betragen. Informieren Sie sich gegebenenfalls vorab beim Hersteller, ob das Gartenhaus für eine Dachbegrünung geeignet ist. Es sollte eine Mindesttraglast von 100 Kilogramm pro Quadratmeter halten können. Auf der Oberfläche kann sich Feuchtigkeit bilden, Sie müssen die Beplankung unter Umständen besser schützen. Erfüllt Ihr Gartenhaus die Voraussetzungen, kann die Arbeit beginnen.

Die Vorteile einer Dachbegrünung auf dem Gartenhaus

Gründächer auf Gartenhäusern, Garagen und Flachdachhäusern bringen Vorteile für die Bewohner und die Umgebung. Gründe für die Dachbegrünung auf dem Gartenhaus sind:

  • Bessere Isolierung gegen Hitze und Kälte
  • Ausgleich von Temperaturschwankungen und Schutz der Dachhaut
  • Dämpfung von möglichem Lärm
  • Verbesserung der Luft in der Stadt
  • Speicherung von Regenwasser im natürlichen Kreislauf, das nicht als Abwasser bezahlt werden muss
  • Positiver Effekt für das Mikroklima im Garten mit größerer Artenvielfalt

Die Langlebigkeit eines Gründachs macht die Variante auch für kühle Rechner interessant. Das anerkannte Fraunhoferinstitut schätzt die Haltbarkeit eines Gründachs auf 40 Jahre. Zum Vergleich: Bekieste oder nackte Flachdächer halten im Schnitt nur 15 bis 20 Jahre; die extremen Umwelteinflüsse lassen das Abdichtungsmaterial schnell altern. Neben den praktischen Vorteilen ist die optische Aufwertung hervorzuheben, im jahreszeitlichen Verlauf sorgt die Vegetationsrhythmik für abwechslungsreiche Aspekte. Dachbegrünungen mit Sedumpflanzen sorgen von Mai bis Juni für intensive Farben. Mit trockenresistenten Stauden weiten Sie die Blütezeit auf die Monate März und Oktober aus.

Mögliche Förderung

Dank des anerkannten ökologischen Nutzens fördern einige Gemeinden und Städte die Dachbegrünung. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Direkte finanzielle Förderung pro Quadratmeter oder als Beteiligung an den Herstellerkosten
  • Entsprechend § 19 Bundesnaturschutzgesetz gelten Dachbegrünungen als Ausgleichsmaßnahmen.

Die zwei Arten der Dachbegrünung: Intensiv- und Extensivbegrünung

Die Intensivbegrünung ist die aufwendigere Variante: Sträucher oder gar Bäume benötigen eine dicke Substratschicht; Dächer von Gartenhäusern sind für dieses zusätzliche Gewicht in der Regel nicht ausgelastet.

Bei der Extensivbegrünung mit Moosen, Kräutern, Pflanzen beträgt die Substrathöhe zwischen sechs und 20 Zentimeter - ideal für die Dachbegrünung auf dem Gartenhaus. Die Vegetationsformen gelten als pflegeleicht.

Die Dachbegrünung besteht aus mehreren Schichten. Mit ein wenig Aufwand und der folgenden Schritt-für-Schritt Anleitung können Sie das Projekt einfach selbst in die Tat umsetzen.

Schritt 1: Wurzelschutzfolie auslegen

Sie brauchen ein dichtes und wurzelfestes Dach. Die häufig verwendeten Bitumenschweißbahnen halten die Feuchtigkeit zwar fern, werden von den Wurzeln jedoch mit der Zeit aufgebrochen. Im ersten Schritt legen Sie daher eine Wurzelschutzfolie aus, die aus PVC, PE oder Synthese-Kautschuk-Bahnen bestehen kann. Legen Sie diese auf der besenreinen Fläche aus und lassen Sie die Überstände gleichmäßig über die Ränder hängen.

Wichtig: Zwischen den Dachabdichtungen und der PVC-Folie müssen Sie eine Trennschicht verlegen (beispielsweise Polyestervlies), denn Bitumen und PVC sind chemisch unverträglich. Für die richtige Abdichtung fragen Sie im Zweifel bei unseren Fachkräften nach.

Schritt 2: Ablauf für überschüssiges Wasser

Je nach Aufbau und Substrat speichert ein Gründach 50 bis 90 Prozent des jährlichen Niederschlags. Das überschüssige Wasser kann zusätzlich in modernen Regenwasser-Bewirtschaftungssystemen wie Zisternen gesammelt und später als Brauchwasser verwendet werden. Überschüssiges Wasser muss ablaufen können, schneiden Sie daher über dem Dachablauf eine Öffnung in die Wurzelschutzfolie und kappen Sie die Folie an den Rändern.

Bei Schrägdächern empfiehlt sich eine zusätzliche umlaufende Kantensicherung mithilfe von Metallwinkeln und Holzprofilen. Auf diese Weise ist die Begrünung besser gesichert und verrutscht nicht. In Kombination mit einer umlaufenden Regenrinne stellen Sie den zweckdienlichen Wasserablauf sicher.

Schritt 3: Vliesbahnen zum Schutz auslegen

Über der Wurzelschutzfolie verlegen Sie jetzt Schutzvliesbahnen. Lassen Sie diese an den Rändern etwa zehn Zentimeter überstehen und schneiden Sie eine Öffnung für den Dachablauf aus.

Schritt 4: Dränageplatten verlegen

Die nächste Schicht bilden Festkörper-Dränageplatten. Achten Sie beim Verlegen darauf, dass die Platten sich seitlich überlappen, und denken Sie an die Öffnung für den Dachablauf.

Schritt 5: Filtervlies auslegen und Kontrollschacht einbauen

Jetzt verlegen Sie die Filtervliesbahnen gründlich und lassen die Ränder erneut rund zehn Zentimeter überstehen. Schneiden Sie die Öffnung für den Ablauf aus und setzen Sie den Kontrollschacht ein.

Schritt 6: Das Substrat für die Dachbegrünung auf dem Gartenhaus verteilen

Die Basis ist gelegt, verteilen Sie nun das Substrat auf dem Gartenhausdach; meist empfiehlt sich eine Höhe von sechs bis acht Zentimetern. Das entspricht in etwa drei Säcken Substrat pro Quadratmeter. Schneiden Sie das überstehende Filtervlies knapp über der Substratschicht ab. Das gesamte Filtervlies ist jetzt bedeckt und die Dachabläufe sind frei.

Schritt 7: Sedumsprossen streuen und Flachballenstauden pflanzen

Bei Sedumsprossen handelt es sich um Triebe der Sedumpflanze, eine ideale Grundlage für extensive Dachbegrünungen. Eine Pflanzendichte von bis zu 80 Gramm pro Quadratmeter ist empfohlen. Streuen Sie zuerst die Sedumsprossen aus und verteilen Sie anschließend das mit feinem Sand gemischte Saatgut auf der Dachfläche. Die Sedumbegrünungen besitzen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen trockene Phasen und eignen sich hervorragend zur Begrünung. Auch Moose, Gräser, ausgewählte Zwiebel- und Knollenpflanzen sowie Sukkulenten pflanzen Hobbygärtner und Profis auf ihren Dächern.

Schritt 8: Zeit zum ersten Wässern der Dachbegrünung auf dem Gartenhaus

Wässern Sie die Saat sofort und ausgiebig, bis die gesamte Fläche durchfeuchtet ist und das überschüssige Wasser über den Dachablauf abfließt.

Bis die Dachbegrünung auf dem Gartenhaus ihre volle Pracht entfaltet, können ein bis zwei Jahre vergehen. Die Farbenpracht und die ökologischen Vorteile sind die Mühen aber allemal Wert. Für eine autarke Stromversorgung können Sie die Dachbegrünung auch mit einer Fotovoltaikanlage kombinieren.

Benötigte Materialien:

  • Wurzelschutzfolie
  • Schutzvliesbahnen
  • Dränageplatten
  • Filtervlies
  • Substrat
  • Sedumsprossen
  • Kräuter

Werkzeugliste:

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