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Aquaristik

Welcher Standort ist für ein Aquarium geeignet?

Am besten geeignet für Ihr Aquarium ist ein spezieller Aquarienunterschrank. Aber auch eine ebene, feste Aquarien-Unterlage, die Ungleichmäßigkeiten ausgleicht und so Spannungen im Glas vermeidet, kann genutzt werden. Außerdem sollte direktes Sonnenlicht vermieden werden, da besonders im Sommer die Gefahr einer Aufheizung besteht und die UV-Strahlung außerdem das Algenwachstum fördert. Planen Sie die Anschaffung eines großen Aquariums sollten Sie unbedingt auch die Tragkraft Ihres Fußbodens beachten. Wie viel Gewicht der Boden tragen kann, erfragen Sie ggf. bei einem Statiker oder bei Ihrem Vermieter.

Was sollte bei der Größe und Bauart des Aquariums beachtet werden?

Generell gilt: Je größer das Aquarium ist, desto einfacher ist es, die Wasserwerte stabil zu halten und desto weniger drastisch wirken sich Pflegefehler (wie z. B. zu hoher Besatz, aber auch ausbleibender Teilwasserwechsel oder falsche Fütterung) aus. Sehen Sie ein Aquarium als Biotop an:

Eine durch Pflegefehler verursachte schnelle Änderung des pH-Wertes kann zum Ableben der darin gepflegten Lebewesen führen. Als absolute Mindestgröße sind 60 l Bruttovolumen (Maße etwa 60 x 30 x 30 cm) anzusehen. Für weniger Erfahrene ist ein größeres Aquarium mit mehr als 100 Liter Fassungsvermögen empfehlenswert.

Als grobe Faustregel für kleine Warmwasserfische gilt: Pro Zentimeter Fischlänge sind 1,5 - 2 Liter Wasser erforderlich. Bedenken Sie dabei auch, dass Sie vom Bruttovolumen gut 20% abziehen sollten für Sand, Dekoration, Scheibendicke, Luftraum über dem Wasser, etc.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Aquarium mit schwarzem Silikon abgedichtet ist. Bei durchsichtigem Silikon besteht die Gefahr, dass dieses mit der Zeit von Algen unterwandert wird und undicht wird. Füllen Sie nach dem Kauf Ihr neues Aquarium mit Wasser und prüfen Sie in den nächsten Stunden immer wieder, ob das Aquarium dicht ist. Ist das Aquarium dicht, dann spülen Sie es mit klarem Wasser auf, um eventuelle Rückstände von der Produktion oder Verpackung zu entfernen. Benutzen Sie hierzu aber niemals Reinigungsmittel!

Aquarium-Deko – Was ist zu beachten?

Bei der Aquarium-Dekoration ist es sehr wichtig, dass das verwendete Material keine schädlichen Stoffe an das Wasser abgibt. Dekomaterialien sollten Sie in jedem Fall vorher gründlich mit klarem Wasser abspülen. Das Material (sofern dafür geeignet) kann vorher auch abgekocht werden, um eventuelle Keime abzutöten.

Steine oder kleine Felsen machen die Unterwasserwelt realistischer. In Verbindung mit einer schön gestalteten Rückwand erwecken sie den Eindruck einer echten Umgebung für die Fische. Möchten Sie große Steine oder schwerere Gegenstände zur Dekoration verwenden, legen Sie diese Stellen am besten mit Styropor aus. Besonders Lavagesteine sind häufig scharfkantig und könnten Bewohner und Glasbecken beschädigen. Außerdem trägt das Styropor zur Standfestigkeit der Dekorationsstücke bei.

Nachdem Sie die Dekostücke platziert haben, können Sie den Bodengrund hinzufügen. Hier haben Sie die Wahl zwischen Sandboden oder Kiesboden. Wichtig ist, dass das Material nicht zu grob ist, da sich die Ansiedlung von Bakterien, die für ein stabiles Ökosystem wichtig sind, erschwert. Außerdem kann scharfkantiger Kies bei Welsen und anderen Bodenbewohnern zu Verletzungen führen.

Bevor Sie den Kies ins Aquarium bringen ist es empfehlenswert, einen Unterboden einzubringen. Diese nährstoffreiche Mischung sollte besonders an den Stellen, an denen Sie Pflanzen einsetzen wollen, eingesetzt werden. Hinweis: Den Unterboden nicht auswaschen, da sonst wichtige Nährstoffe verloren gehen.

Der Kies und Sand des „eigentlichen“ Bodens sollte gründlich mit klarem Wasser gespült werden. Feiner Staub und eventuell leicht lösliche Schadstoffe und Verschmutzungen werden so entfernt. Benutzen Sie hierfür idealerweise ein Sieb, welches samt Kies unter Wasser gehalten wird.

Welcher Filter ist geeignet?

Grundsätzlich ist zwischen Innen- und Außenfilter zu unterscheiden:

Innenfilter werden innerhalb des Beckens angebracht. Im Allgemeinen sind dies eher einfache und kleine Filteranlagen. Das Volumen der Filter ist im Verhältnis zur Durchlaufleistung recht klein. Dadurch können die Filtermaterialien bereits durch den Grobschmutz verstopft sein, ehe sich ein ausreichender Bakterienrasen bilden kann. Der biochemische Abbau der Stoffwechselprodukte und damit das biologische Gleichgewicht im Aquarium kann dadurch gefährdet werden.

Innenfilter sind günstig und eignen sich für Aquarien von 50 bis 60 cm Länge. Auch als Zusatzanlage zu einem biologischen Außenfilter ist ein Innenfilter empfehlenswert. Bei der Positionierung eines Innenfilters sollte darauf geachtet werden, dass der Ausstrom nicht gegen die Scheibe gerichtet ist. So wird besonders bei starken Filtern verhindert, dass das Wasser überschwappt.

Außenfilter werden außerhalb des Aquariums, z.B. im Aquariumschrank, untergebracht. Die Zu- und Abläufe im Aquarium sollten sich an möglichst weit auseinander gelegenen und versteckten Stellen befinden. Der Behälter des Außenfilters wird mit Filtermaterialien bestückt. Hier setzen sich die für das Ökosystem wichtigen Bakterien fest. Bitte achten Sie darauf, dass die Filtermaterialien zu Ihrem jeweiligen Filter passen.

Das Volumen des Filterbehälters und die notwendige Durchlaufleistung richten sich nach der Größe und dem Inhalt des Aquariums. Die passende Filterleistung kann anhand einer einfachen Faustregel errechnet werden: Beckeninhalt * 2 = Filterleistung.

Die Reinigung des Filters sollte keinesfalls mit Leitungswasser erfolgen. Die sich im Laufe der Betriebszeit eine Großzahl von wichtigen Bakterien werden sonst abgetötet. Leeren Sie besser den

Filterinhalt und spülen den Filter mit Aquariumwasser in einem (sauberen) Eimer aus. Die obere Schicht der Filterwatte sollte erneuert werden

Wie halte ich die richtige Temperatur im Aquarium?

Zur Überwachung der Temperatur im Aquarium können Sie entweder ein normales Glasthermometer im Becken oder ein Thermometer zum Aufkleben an der Aquarienscheibe anbringen. Die Temperatur Ihres Aquariums sollten Sie mindestens einmal täglich überprüfen.

Um Ihr Aquarium auf die richtige Temperatur zu bringen, benötigen Sie eine spezielle Heizung. Einige Außenfilter haben bereits eine integrierte Heizung. Aber auch die klassischen Heizstäbe eignen sich hervorragend dazu. Dieser sollte möglichst in der Nähe des Ablaufs zum Filter angebracht werden. So durchläuft das erwärmte Wasser den Filter und wird dann im Becken verteilt. Auch die Vermehrungsbedingungen der Filterbakterien werden durch das warme Wasser verbessert. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um einen Reglerheizer handelt, der sich bei Erreichen der von Ihnen eingestellten Temperatur automatisch abschaltet.

Wichtiger Hinweis: Verbinden Sie den Heizstab, genau wie alle anderen technischen Geräte am Aquarium, erst mit dem Stromnetz, wenn Sie mit allen Arbeiten am Becken fertig sind. Auf keinen Fall darf der Heizer außerhalb des Wassers in Betrieb genommen werden.

Wofür wird eine CO2-Anlage benötigt?

Der Einsatz einer CO2-Anlage ist für Aquarien mit hohem Pflanzenbestand empfehlenswert. Eine Anlage mit gering dimensionierter CO2-Zufuhr ist für kleinere Becken geeignet. Größere Becken hingegen sollten mit einer CO2-Druckgasflasche mit entsprechendem Regler ausgestattet sein. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn das Aquarium von sehr wertvollen Tieren bewohnt werden soll. Das CO2 ändert auch den pH-Wert des Wassers. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig die Wasserwerte, um einen Säuresturz zu vermeiden.

Wenig erfahrene Aquarien-Besitzer sollten sich unbedingt ausführlich über den Gebrauch einer CO2-Anlage informieren. Eine Überdosierung stellt eine Lebensgefahr für die Tiere dar.

Welche Pflanzen sind für das neue Aquarium geeignet?

Für neue Aquarien eignen sich besonders schnell wachsende Pflanzen, wie z.B. Wasserpest oder Vallisnerien. Jedoch sollte bei der Auswahl auch auf die Gegebenheiten des Aquariums geachtet werden. Einige Pflanzen benötigen viel Licht oder weiches Wasser. Informieren Sie sich vor dem Kauf der Wasserpflanzen nach deren Bedürfnissen und vor allem auch nach der Endgröße.

Was muss man beim Einpflanzen beachten?

Wasserpflanzen erhalten Sie üblicherweise in kleinen Töpfchen, die mit Glaswolle oder anderem Füllmaterial ausgestopft und mit Steinchen oder Blei beschwert sind. Das Töpfchen und das Füllmaterial muss vollständig entfernt werden, bevor die Pflanze in das Aquarium eingebracht wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Reste von den Fischen gegessen werden und so zur Lebensgefahr für die Bewohner werden.

Mit einer scharfen Schere sollten die Wurzelballen auf eine Länge von 2-4 cm zurückgeschnitten werden. So bilden sich schneller neue Wurzeln und die Pflanze wächst schneller an. Der Wurzelballen sollte gerade nach unten in den Boden gesetzt werden, so dass keine Wurzelfäden nach oben zeigen.

In welcher Reihenfolge sollten Aquarien eingerichtet werden?

Nachdem Sie einen geeigneten Standort gefunden haben, den Kies gewaschen und alle notwendigen Materialien besorgt haben, können Sie mit dem Bestücken des Aquariums beginnen. In das gut gereinigte Aquarium werden ggf. die Sauger für die Bodenheizung und das Bodenkabel verlegt. Darauf wird der Unterboden (Langzeitdünger) geschüttet und glatt gestrichen. An den Stellen, an denen große Pflanzen stehen sollen, wird eine dickere Schicht des Unterbodens aufgetragen. Anschließend wird der gewaschene Kies oder Sand hinzugefügt. Hier sollte die Schicht ca. 6 bis 8 cm betragen.

Um nun das Wasser einzufüllen, ist es empfehlenswert, einen Teller auf den Boden zu stellen und das gut temperierte Wasser darauf zu gießen. Damit wird verhindert, dass der Boden durch den Wasserstrahl aufgewirbelt wird. Zunächst wird nur die Hälfte des Aquariums mit Wasser befüllt. Im nächsten Schritt werden die Pflanzen an die gewünschte Stelle gepflanzt, um anschließend das Wasser bis zum optischen Rand des Beckens zu füllen. Dabei macht sich häufig eine Trübung bemerkbar. Diese entsteht durch aufgewirbelte Schwebeteilchen und verschwindet von allein nach einiger Zeit.

Danach werden Filter und Heizung eingesetzt und ggf. die CO2-Anlage in Betrieb genommen. Schalten Sie jetzt auch Heizung, Filter und Licht ein. Bei einer Beleuchtungszeit von 12 Stunden am Tag planen Sie eine Mittagspause von 3 Stunden ein. Dadurch wird das Algenwachstum verringert. Hier empfiehlt sich eine Zeitschaltuhr.

Bei einer Neuanschaffung des Aquariums muss sich das Aquarium erst „einfahren“ bevor Fische hinzugefügt werden können. Planen Sie hierfür ca. 14 Tage Einlaufzeit ein. Diese ist notwendig, damit sich die für ein funktionierendes biologisches Gleichgewicht nötigen Bakterien ansiedeln können und sich die notwendige Wasserqualität einstellt. Um den Bakterien Nahrung zu geben, fügen Sie in dieser Zeit immer wieder kleine Mengen Fischfutter hinzu. Beobachten Sie außerdem die Wasserwerte mit einem Wassertest. Erst wenn eine fischverträgliche Wasserqualität erreicht ist, können Sie die ersten Bewohner einsetzen.

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