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Hundehaltung: Tipps für Tierfreunde

Wer einen Hund halten möchte, sollte sich vor dem Kauf die Frage stellen: Welcher Hund passt zu mir? Denn möchten Sie Ihren >Hund zu verstehen und eine artgerechte Hundehaltung umsetzen, sind umfassende, artspezifische Kenntnisse über die Unterbringung, die Erziehung und die Ernährung erforderlich. Möchten Sie einen Hund in Ihre Familie integrieren, profitieren Sie nicht nur von der Freude über Ihren Vierbeiner, sondern übernehmen auch eine Vielzahl von Pflichten.

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Hundehaltung – Anschaffung mit Bedacht

Hund auf dem Sofa

Ist die Entscheidung gefallen, einen vierbeinigen Freund als Mitbewohner anzuschaffen, stellt sich zuerst die Frage nach der Rasse und den damit verbundenen Besonderheiten. Seien Sie sich auch darüber im Klaren, dass Sie sich langfristig für eine hohe Verantwortung entscheiden. Bei Hunden liegt die durchschnittliche Lebenserwartung etwa zwischen zehn und sechzehn Jahren. Eine artgerechte Hundehaltung ist somit eine Aufgabe mit besonderer Herausforderung für Sie und Ihre Familie. In diesem Zusammenhang müssen Sie auch die Gesetze des deutschen Tierschutzes beachten, die nicht nur bei der Unterbringung in Zwingern deutliche Vorgaben machen. Wer einen Hund halten möchte, sollte frühzeitig die Beweggründe hinterfragen. Tiere eignen sich nicht als Spielzeugersatz für Kinder, sondern sind Lebewesen, denen man stets mit Respekt und einem Höchstmaß an Zuwendung begegnen muss. Ein rascher Besitzerwechsel wirkt sich oft negativ auf Hunde aus. Daher ist es umso wichtiger, vor dem Kauf zu klären, ob ein Tier zur eigenen Lebensplanung und zum Wohnumfeld passt. Zur verantwortungsvollen Hundehaltung gehört eine kontinuierliche Betreuung, selbst wenn Sie als Herrchen oder Frauchen mal abwesend sind.

Unterschätzen Sie auch nicht die finanzielle Belastung, die durch Haustiere entsteht. Sie sind verpflichtet, Hundesteuer zu zahlen, können sich optional mit einer Tierhaftpflichtversicherung absichern und kommen privat für Tierarztkosten, Medikamente und Impfstoffe auf. Sie übernehmen bei der Hundehaltung eine bindende Verantwortung auch in Bezug auf die Erziehung. Es reicht Tieren nicht aus, Gassi zu gehen oder den Besitzer auf einem kurzen Spaziergang zu begleiten. Checken Sie frühzeitig Ihr Zeitmanagement, denn bei der artgerechten Hundehaltung kommen zeitraubende Pflichten auf Sie zu. Angefangen bei der Hygiene im Hundekorb, der Hütte oder im Zwinger, müssen Sie Ihren Vierbeiner auch bei der Fellpflege unterstützen und sich um eine ausgewogene Ernährung kümmern.

Hundehaltung: Welcher Typ soll es sein?

So unterschiedlich wie Menschen sind, so individuell erweisen sich auch Hunderassen mit ihren besonderen Eigenschaften. Treffen Sie vor der Anschaffung eine Vorauswahl, um die Integration in das neue Umfeld zu vereinfachen.

  • Sogenannte Gesellschaftshunde sind in der Regel charakterstark und robust in der Gesundheit. Als gutmütige Familienhunde überzeugen Möpse, Pudel, Chihuahuas, Spaniel und Dalmatiner ebenso wie Mischlinge, die Sie idealerweise schon als Welpen zu sich nehmen sollten, um sie frühzeitig auf den Kontakt mit Kindern vorzubereiten.
  • Bei doggenartigen Hunden liegt der Ursprung in der Großwildjagd. Mit konsequenten Erziehungsmethoden gelingt es Haltern jedoch, die Deutsche Dogge und den Boxer den Umgang mit Fremden und anderen Artgenossen zu vereinfachen.
  • Bei Haus- und Hofhunden liegt der Fokus auf der Bewachung. Leonberger, Schnauzer, Pinscher und Spitze sind mit einem besonderen Schutztrieb ausgestattet und gelten in der Regel als gut erziehbar.
  • Hirtenhunde sind nur bedingt als familienfreundliche Haushunde einsetzbar. Ihr starkes Rangordnungsbewusstsein erfordert bei der Hundehaltung und Erziehung ein Höchstmaß an Konsequenz.
  • Hütehunde wie der Collie, der Deutsche Schäferhund, der Sheltie oder der Briard erweisen sich als äußerst menschenbezogen, intelligent und bereit, sich unterzuordnen. Im Hundesport zeigen sie eine große Bereitschaft und erfüllen als Familienhunde ideal ihre Aufgaben als zuverlässiger Begleithund.
  • Jagdhunde wie der Weimaraner, der Basset, Dackel, Beagle, Spaniel oder Setter eignen sich seit jeher perfekt für verschiedene Arten der Jagd. Als leicht erziehbare Familienhunde eignen sich der Golden Retriever und der Labrador, wenn sie eine zielorientierte Erziehung genießen.
  • Schlittenhunde wie der Sibirische Husky oder der Alaskan Malamute lieben das Zusammenleben im Rudel und eignen sich weniger für die klassische Einzelhundehaltung. Wählen Sie diese Rassen daher nur, wenn Sie mit Tieren arbeiten möchten.
  • Terrier werden bis heute noch für die Bekämpfung von Dachsen, Ratten und Mäusen eingesetzt. Jedoch gelten die meisten Arten wie der Fox Terrier, der West Highland White Terrier und der Yorkshire Terrier als gelehrige Tiere, die sich mithilfe erzieherischer Maßnahmen schnell als intelligente Hunde in Ihre Familie integrieren.
Hund im Wohnzimmer

Erziehung: wichtiges Kriterium der Hundehaltung

Starten Sie so früh wie möglich mit Erziehungsmaßnahmen. Am einfachsten gestaltet sich der Umgang mit Welpen, doch auch ältere Tiere lassen sich mit bestimmten Tricks noch formen. Das oberste Gebot lautet stets, sich dem Tier gegenüber absolut konsequent zu verhalten. Ohne diese Vorgabe ist es nur schwer möglich, dem Rudeltier Hund eine unmissverständliche Rangordnung innerhalb der Familie zuzuweisen. Sprechen Sie bei der Einhaltung von Regeln ein Lob aus und belohnen Sie Ihren Vierbeiner auch mit einem Leckerli. Gleichzeitig müssen Sie Ihrem Hund bei einem Regelverstoß Konsequenzen aufzeigen. Verändern Sie bei Ansagen Ihre Stimmlage und zeigen Sie Ihrem Vierbeiner, wer der Herr im Hause ist. Unerlässlich sind bei der Hundehaltung auch Maßnahmen, die im öffentlichen Raum einen sicheren und souveränen Umgang ermöglichen. Befehle wie „Komm!“, „Platz!“ oder „Sitz!“ müssen regelmäßig trainiert werden, um eine zuverlässige Basis für die weitere Erziehung zu gewährleisten. Großen Einfluss auf Ihre erzieherischen Bemühungen nehmen individuelle Persönlichkeitsmerkmale der einzelnen Rassen. Beweisen Sie nicht nur Geduld, sondern auch Durchhaltevermögen, um jederzeit die Kontrolle über Ihr Tier zu behalten. Beachten Sie bei der Hundehaltung auch, dass Trainingsmethoden nicht überzogen werden, damit Ihr Hund nicht die Freude an Lektionen und Übungen verliert. Als effektiv erweisen sich kurze Trainingseinheiten, regelmäßig und spielerisch wiederholt.

Von Anfang an sollten Sie Ihren Hund stubenrein bekommen, denn je länger Sie mit einer gezielten Erziehung warten, desto schwieriger wird es für Ihr Tier, mit dem Geschäft bis zum „Gassi gehen“ zu warten. Nutzen Sie einfache Tricks, die langfristig ein Malheur verhindern, doch bereiten Sie sich auch auf eine echte Herausforderung vor. Geduld und Verständnis sind Voraussetzungen, ohne Stress das Ziel zu erreichen. Beachten Sie aber auch, dass Sie bis zu fünf Mal mit Ihrem Hund draußen Gassi gehen müssen und dies idealerweise zu festgelegten Zeiten. Bringen Sie mit einer festgelegten Strecke Routine in den Hundealltag und verzichten Sie anfangs auf ausgedehnte Strecken. Ihr treuer Vierbeiner muss sich langsam an neue Eindrücke gewöhnen. Sobald er sein Geschäft unter freiem Himmel erledigt hat, muss ein dickes Lob folgen. Nicht nur Welpen haben dafür ein offenes Ohr. Grundsätzlich gilt bei der Stubenreinheit: Loben ist hilfreicher als eine Bestrafung. Haben Sie das Gefühl, dass sich ein „Geschäft“ anbahnt, nennen Sie stets ein Signalwort und gehen mit Ihrem Hund die bekannte Route. Und tritt doch einmal ein Missgeschick in der Wohnung auf, nennen Sie sofort ein Wort, das Ihren Unmut kundtut. „Pfui“ gehört als Begriff zu den bewährten Klassikern. Bringen Sie in jedem Falle Geduld mit, denn bis Ihr Hund verlässlich stubenrein ist, können mehr als 15 Wochen vergehen.

Hund im Garten

Ernährung: wichtiger Bestandteil der Hundehaltung

Für die Gesunderhaltung von Hunden kommt es auf eine ausgewogene Ernährung an. Zwar besitzen Hunde ein Gebiss, das sich ideal für das Zerreißen von Fleisch eignet, doch sind sie auch als Allesfresser bekannt. Eine große Auswahl Hundefutter versorgt Ihren Vierbeiner mit wichtigen Vitaminen und Spurenelementen. Hunde reagieren sensibler auf die Schmackhaftigkeit von Nahrung, als wir denken. Sorgen Sie mit Vielfalt für einen abwechslungsreichen Speiseplan, auf dem auch Trockenfutter nicht fehlen sollte. Selbst bei Futtermittelunverträglichkeiten muss Ihr Hund nicht auf anspruchsvolle und schmackhafte Inhaltsstoffe verzichten. Hundenassfutter mit natürlichen Fleischstückchen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen eignet sich für alle Altersstufen und versorgt Ihr Tier mit allen notwendigen Nährstoffen für eine gesunde Entwicklung. Mit Hundesnacks aus getrockneten Rinderohren bereiten Sie stets eine große Freude. Zudem dienen sie gleichzeitig der Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch. Und damit Ihr Hund keine unnatürliche Haltung bei der Nahrungsaufnahme einnehmen muss, sollten Sie Futter- und Wassernäpfe wählen, die zu den individuellen Ansprüchen passen. Besonders wichtig ist, mehrmals täglich frisches Trinkwasser bereitzustellen. Achten Sie darauf, die Näpfe regelmäßig zu reinigen und verlassen Sie sich auf gesundheitlich unbedenkliche Materialien. Besonders praktisch und alltagstauglich sind Fressnapf-Sets aus spülmaschinengeeigneter Keramik. Diese überzeugen mit Langlebigkeit und ein standfester Halter aus Hartholz sorgt für die optimale Trink- und Fresshöhe.

Unterbringung und Zubehör – Hundehaltung mit Komfort

Möchten Sie Ihren Hund zeitweise draußen unterbringen, finden Sie eine Vielzahl an Hütten und Zwingern. Wählen Sie eine Größe, die zu Ihrem Tier passt, und platzieren Sie die Behausung an einem windgeschützten Ort, der bei steigender Quecksilbersäule auch ausreichend Schatten bietet. Beachten Sie jedoch, dass der Aufenthalt zeitlich begrenzt sein muss, denn Hunde sind soziale Tiere, die für eine gesunde Entwicklung den Kontakt zu Menschen benötigen. Gehen Sie regelmäßig mit Ihrem Vierbeiner Gassi und vergessen Sie dabei nicht eine artgerechte und mehrfach verstellbare Hundeleine aus robustem Rindleder oder strapazierfähigen Kunstfasern. Passend dazu eignet sich ein Hundegeschirr in unterschiedlichen Größen aus textilem Gewebe, wenn Sie mit einem großen Tier sicher unterwegs sein möchten. Nicht vermeiden lassen sich nach einem ausgedehnten Spaziergang über Stock und Stein Verunreinigungen des Fells. Zu einer perfekten Hundehaltung gehört somit die Pflege mithilfe von Fellbürsten. Machen Sie damit auch endlich Schluss mit Hundehaaren im Auto und in Ihrer Wohnung. Überzeugen Sie sich vom einfachen Handling spezieller Hundepflegebürsten für unterschiedliche Felllängen. Damit entfernen Sie sicher lose Haare und Unterwolle. Zum Wohlbefinden von Hunden gehört auch unbedingt Spielzeug. Eine Hundehürde aus stabilem Kunststoff bauen Sie mit wenigen Handgriffen im Garten auf, damit Ihr Tier spielerisch zu Sprüngen angeregt wird. Für eine willkommene Abwechslung sorgen auch Spielzeug-Sets, bestehend aus Tennisball, Tau und Knochen. Ein Materialmix aus Gummi und textilem Gewebe trainiert das Gebiss und behält lange Zeit seine Form. Nicht fehlen sollten kuschelige Hundedecken & Co., wenn sich Vierbeiner rundum wohlfühlen sollen. Wählen Sie pflegeleichte Ausführungen, die Sie regelmäßig in der Maschine waschen. Verwenden Sie geruchsneutrales Feinwaschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler, denn Hunde reagieren sensibel auf Düfte, die sie nicht zuordnen können.