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Was fressen Mäuse? Die richtige Mäuse-Ernährung

Farbmäuse sind beliebte Heimtiere, die mit ihren schönen Knopfaugen fast jeden um den Finger wickeln. Doch auch wenn Mäuse fast alles fressen, sollten Sie immer für eine gesunde und ausgewogene Mäuse-Ernährung sorgen. Denn nur wenn Sie Ihre Tiere abwechslungsreich und gesund füttern, bleiben Mäuse fit und erreichen ein hohes Lebensalter. Neben dem passenden Käfig bildet die ausgewogene Ernährung die Basis für ein langes und zufriedenes Mäuseleben.

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Was fressen Mäuse in der Natur?

Wilde Hausmäuse sind die Vorfahren der domestizierten Farbmaus. Die Ernährungsansprüche sind bei beiden Arten sehr ähnlich. In der Mäuse-Haltung ahmen Sie möglichst die natürliche Ernährung nach. Den Hauptteil der Mäuse-Ernährung machen Getreide und Sämereien aus. Frischfutter, wie Obst und Gemüse oder frische Zweige, sind bei Mäusen unterschiedlich beliebt. Im Vergleich zu anderen Kleintieren ist der Bedarf gering. Zusätzlich benötigen Mäuse einen Anteil tierischer Proteine, um gesund und munter zu bleiben. Wilde Mäuse decken diesen Bedarf über Insekten und deren Larven.

Maus beim Fressen

Was fressen Mäuse als Haustier?

Die Basis der Ernährung besteht aus:

  • Körnerfutter
  • Frischfutter
  • Proteinfutter
  • Wasser

Achten Sie auf eine ausgewogene Körnermischung, die nicht zu fettreich ist. Wenn Sie Mäuse füttern, müssen Sie wissen, dass einige Tiere eine genetische Disposition für Fettleibigkeit aufweisen. Das betrifft Tiere mit Rotanteilen in der Fellfarbe. Eine Diät ist in diesen Fällen nicht angezeigt. Sie führt nicht zu einer Gewichtsabnahme, dafür treten Mangelerscheinungen auf. Eine frische Körnermischung erkennen Sie an glänzenden Körnern. Grau und staubig erscheinende Saatenmischungen sind zu alt. Bieten Sie Ihren Mäusen etwa einen Teelöffel Körnerfutter pro Tier an. Ist der Futternapf am nächsten Tag leer, erhöhen Sie die Menge leicht. Lassen die Tiere viel übrig, sollten Sie die Ration reduzieren.

Frischfutter gehört zu einem gesunden Mäuse-Menü. Bieten Sie den Tieren täglich Gemüse und ein wenig Obst an. Denken Sie daran, den Mäusekäfig am Abend auf Futterreste zu kontrollieren, im Sommer sollten Sie öfter die Reste entfernen, da der Verderb bei Hitze schnell einsetzt. Kontrollieren Sie dabei auch die Schlafhäuser und Verstecke.

Zwei- bis dreimal pro Woche benötigen Ihre Mäuse Proteine. Reichen Sie jeder Maus einen Mehlwurm, ein Heimchen oder eine Grille. Damit die Insekten nicht entkommen, ist es wirklich sinnvoll, sie per Hand oder mit einer Pinzette zu reichen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Mäuse füttern, ein hungriger Nager kann kräftig zubeißen. Wenn Ihnen die Insekten nicht behagen, können Sie auf Quark oder Joghurt ausweichen. Etwa ein Teelöffel pro Maus ist angemessen. Beginnen Sie mit kleineren Portionen, um Durchfälle zu vermeiden. Eine weitere Alternative bietet Katzenfutter.

Mäusefutter

Was fressen Mäuse noch?

Zusätzlich zur Basisfütterung können Sie Mäuse füttern und gleichzeitig beschäftigen. Heu dient den Tieren als Raufutter, als Versteck und als Nistmaterial. Ein hochwertiger Hundekuchen schleift die ständig nachwachsenden Zähne ab und befriedigt das Bedürfnis zu nagen. Ähren, Rispen und Kolbenhirse beschäftigen die Tiere auf natürliche Art. Diese Leckerbissen sowie einige Sonnenblumenkerne oder eine Rosine sind auch gut geeignet, um die Mäuse an die Hand zu gewöhnen. Getrocknete Kräuter versorgen Ihre Tiere mit wertvollen Mineralstoffen. Geeignet sind unter anderem Kamille, Scharfgarbe, Löwenzahn, Brennnessel, Gänseblümchen, Petersilie, Pfefferminze, Melisse oder Spitzwegerich. Mit frischen Zweigen bieten Sie den Tieren eine kombinierte Kletter- und Knabbergelegenheit. Geeignet sind ungespritzte Äste von Hasel, Pappel, Eberesche oder Kernobstbäumen. Verstecken Sie besondere Leckerbissen im Mäuseheim. Sie können zusätzlich die Eingänge zu Verstecken mit Heu oder Taschentüchern verschließen. So müssen Sie Tiere sich ihr Futter aktiv erarbeiten. Das sorgt für Bewegung und beugt Langeweile vor.

Löwenzahn als Mäusefutter

Was fressen Mäuse nicht?

Wenn Sie Mäuse halten, stellen Sie schnell fest, dass es fast nichts gibt, was die Tiere nicht fressen. Allerdings ist es nicht sinnvoll, den Vorlieben der Tiere nachzugeben. Nicht geeignet sind:

  • Fett- und zuckerreiche Snacks
  • Schokolade (giftig!)
  • Chips
  • Gezuckerte Cerealien, ungezuckerte Cornflakes sind in Maßen erlaubt.
  • Frische Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen
  • Rohe Kartoffeln, Auberginen (Solanin)
  • Viele Zimmerpflanzen sind für Mäuse giftig!
  • Alle Arten Kohl

Mit einer ausgewogenen Ernährung unterstützen Sie aktiv die Gesundheit Ihrer Tiere. Wie wichtig zudem der passende Lebensraum ist, erfahren Sie in unserem Käfig-Kaufberater .