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Mäuse-Haltung leicht gemacht

Farbmäuse sind niedliche Tiere, die ihre Besitzer immer wieder neu begeistern. Die possierlichen Tierchen sind sehr aktiv und laden zur Beobachtung ein. Außerdem werden Mäuse sehr zahm und klettern gerne auf ihren Menschen. Erfahren Sie hier, ob die Mäuse-Haltung das Richtige für Sie ist. Wenn Sie unsicher sind, lesen Sie den Ratgeber „Welches Kleintier passt zu mir“ und entdecken Sie Ihren Favoriten. Auf den ersten Blick erscheint die Mäuse-Haltung sehr einfach, doch auch die kleinen Nager haben besondere Ansprüche und benötigen artgerechte und liebevolle Pflege.

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Mickey braucht Minnie

Farbmäuse sind die domestizierte Form der Hausmaus. In der Natur leben die Tiere in Sippen zusammen. Daher sollten Sie immer mindestens zwei Mäuse halten. Mehrere Weibchen und ein kastriertes Männchen harmonieren in der Regel gut. Auch reine Damenwohngruppen sind für Anfänger gut geeignet. Mehrere Männchen vertragen sich dagegen oft nicht. Verzichten Sie auf die Haltung eines fortpflanzungsfähigen Paares. Rund vier Wochen nach der Geburt sind junge Mäuse noch nicht ausgewachsen, aber bereits geschlechtsreif. Ein Weibchen wirft zwischen drei und zwölf Junge. Bereits im Alter von acht Monaten kann eine weibliche Maus vier bis sechs Würfe geboren haben. Prüfen Sie bei der Anschaffung das Geschlecht der Tiere genau. Im Zweifel nehmen Sie eine erfahrene Person zur Beratung mit. Ideal ist es, die Tiere in Gruppen mit zwei bis sechs Tieren zu halten.

Kleines Tier – großer Käfig

Da die Nager im Schnitt nur 45 bis 60 Gramm schwer werden und eine Kopf-Rumpflänge von rund 11 cm erreichen, vermuten viele Neulinge, dass die Mäuse-Haltung in kleinen Käfigen möglich ist. Das ist ein Irrtum. Die hochsozialen Tiere sind neugierig und sehr aktiv. Für zwei bis vier Tiere ist ein Käfig mit den Maßen 100 x 50 x 50 cm (B x H x T) ideal. Größer darf es immer sein, wenn Sie Mäuse halten möchten. Achten Sie auf einen Gitterabstand von maximal 8 mm, bei Gittern mit quadratischen Segmenten sollte der Abstand von 1 x 1 cm nicht überschritten werden. Mäuse passen durch erstaunlich schmale Spalten. Der Käfig-Kaufberater bietet Ihnen viel Inspiration und stellt verschiedene Käfig-Varianten vor.

Mäuse im Gehege

Sorgen Sie für Abwechslung

Eine dicke Schicht aus staubfreien Holzspänen, die den Tieren das Buddeln erlaubt, bildet die Basis der Mäuse-Haltung. Bieten Sie den Tieren verschiedene Verstecke an. Besonders gut geeignet sind Holzhäuschen und Tunnel. Achten Sie darauf, dass die Verstecke mindestens zwei Ausgänge haben. So können sich die Tiere bei Bedarf ausweichen und es kommt nicht zu Streit. Kletterseile, Leitern, Laufplanken und zusätzliche Ebenen gestalten das Mäusereich abwechslungsreich. Frisches Heu wird gerne als Versteck- und Nistmaterial angenommen. Bieten Sie Ihren Tieren eine vielseitige Mäuse-Ernährung und stellen Sie immer frisches Trinkwasser bereit.

Maus im Papierbau

Freilauf für Mäuse?

Wenn Sie Mäuse in der Wohnung halten, liegt es nahe, den quirligen Tieren regelmäßig Freilauf zu gönnen. Allerdings ist es fast unmöglich, einen Raum mäusesicher zu gestalten. Außerdem sind Farbmäuse immer auf der Hut vor Fressfeinden. Die Weite eines Zimmer sorgt daher eher für Stress als für ein angenehmes Abenteuer. Bieten Sie Ihren Tieren lieber einen ausreichend großen und abwechslungsreich gestalteten Käfig an. Für Ausflüge bietet sich ein zweiter Käfig mit anderer Innenausstattung an. Er bietet den Tieren immer neue Reize und fordert ihren Entdeckungsdrang. Geben Sie benutztes Streu oder Spielzeug aus dem eigentlichen Käfig in den Spielkäfig, damit sich die Tiere sicher fühlen. Spätestens alle 10 Tage müssen Sie den Mäusekäfig reinigen, denn Mäuse in der Wohnung riechen leicht ein wenig streng. Das gilt insbesondere für unkastrierte männliche Tiere.

Die Mäuse zähmen

Die meisten Mäusehalter möchten auch mit den Tieren spielen. Lassen Sie Ihren Mäusen nach dem Einzug Zeit, sich an die Umgebung zu gewöhnen. Die täglichen Pflegearbeiten am Käfig zeigen den Tieren, dass von Ihrer Hand keine Gefahr ausgeht. Versuchen Sie nicht die Mäuse zu greifen und halten Sie sie auf keinen Fall am Schwanz fest. Mit der Zeit werden sich die neugierigen Tiere ihrer Hand von selbst nähern. Ein Leckerbissen kann den Prozess deutlich beschleunigen, denn auch bei Mäusen geht Liebe durch den Magen. Die Mäuse-Haltung erfordert Geduld. Schon bald werden die Tiere mit größter Selbstverständlichkeit auf Ihnen herumklettern.