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Sicherer Schornstein: Tipps zu Abnahme und Wartung Ihres Kamins

Behaglichkeit pur – das verspricht ein Zimmer mit Holzkamin. Das knisternde Holz, eine angenehme Wärme und gemütliches Licht verzaubern viele Menschen. Damit Sie das Feuer sorglos genießen können, ist ein sicherer Betrieb das A und O. Wenn Sie einen neuen Kamin einbauen oder Ihren alten sanieren, müssen Sie ihn daher zwingend vom Schornsteinfeger abnehmen lassen. Er überprüft, dass die Installationen sauber durchgeführt sind und von der Feuerstätte keine Gefahr ausgeht. Danach stehen die regelmäßige Wartung und die Pflege des Kamins an, nicht nur während der Heizperiode, sondern auch im Sommer. Im umfassenden Ratgeber erhalten Sie alle nötigen Informationen, um Ihren Kamin sicher zu betreiben.

Abnahme des Schornsteins Wartung in der Heizperiode Wartung im Sommer Kaminsanierung
Hier geht es zum Sortiment "Kaminöfen"

Abnahme des Schornsteins und Kamins

Viele Menschen wünschen sich einen Kamin. Besinnliche Abende vor einem knisternden Feuer versprechen Entspannung. Bevor Sie sich diesen Traum erfüllen können, müssen Sie dafür sorgen, dass von Ihrem Kamin keine Gefahr für die Gesundheit ausgeht. Aus diesem Grund sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, Ihren Kamin vor dem ersten Betrieb von einem Schornsteinfeger abnehmen zu lassen. Erfahren Sie in diesem Abschnitt, worauf Sie beim Einbau achten müssen, damit Ihr Kamin problemlos abgenommen wird und wie die Abnahme genau abläuft.

Tipps für den sicheren Einbau des Kamins

Um späteren Ärger bei der Abnahme durch den Kaminkehrer zu vermeiden, sollten Sie schon beim Einbau eines Kamins auf einige Dinge achten. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie sich von einem Heizungsbauer oder einem Schornsteinfeger vor dem Einbau beraten lassen. Er wird Ihnen wichtige Tipps geben und Sie über den Ablauf der Abnahme informieren. Beispielsweise können Sie selbst nicht prüfen, ob ein geeigneter Zug im Schornstein vorhanden ist, sich also ausreichend freie Rohre im Schornstein befinden. Zu den Aspekten, die beim sicheren Einbau zu beachten sind, gehören die folgenden:

  • Abstand zur Wand: Damit keine Schäden an den Wänden entstehen, muss der Abstand zu den Wänden mindestens 20 bis 40 Zentimeter betragen. Hinweise dazu finden Sie in den Sicherheitsblättern Ihres Kamins.
  • Bodenschutz: Der Kamin muss auf einem nicht entflammbaren Boden aufgestellt werden. Eine Bodenplatte in passender Größe verhindert, dass zum Beispiel der Holzboden durch ungewollten Funkenflug beschädigt wird oder sogar Feuer fängt.
  • Schutz vor Funkenflug: Wenn Sie einen offenen Kamin haben, können Sie mit einem Funkenschutzgitter den Funkenflug weitgehend verhindern.
  • Dichte Wandmuffen: Aus den Rohren, die zum Schornstein führen, darf kein Rauch entweichen.
  • Rohrführung: Ofen- und Kaminrohre dürfen nicht durch Hohlräume geführt werden.

Informieren Sie sich über diese und weitere Aspekte in unserem umfassenden Ratgeber zu Feuer & Sicherheit. Darin erfahren Sie unter anderem, was bei einem Schornsteinbrand zu tun ist und wie Sie ihn vermeiden können.

Tipp:

Sie möchten wissen, wie Sie Funkenflug am besten verhindern? Entscheiden Sie sich für einen modernen Kamin mit Sichtscheibe. Funken verbleiben dann im Feuerraum. Der Luftzustrom wird über eine eingebaute Luftzufuhr geregelt.

Kaminofen

Wann ist die Abnahme von Schornsteinen nötig?

Sie sind dann zur Kamin-Abnahme durch den Schornsteinfeger verpflichtet, wenn Sie eine Feuerstätte oder einen Schornstein neu installieren. Kamine, die nur ein Zimmer beheizen, gelten als Kleinfeuerungsanlagen, die unter die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen fallen. Die gesetzlichen Richtlinien darin präzisieren das Bundesimmissionsschutzgesetz und sollen sicherstellen, dass von der Anlage keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten sind. Auch wenn Sie Ihren Kamin sanieren oder im Gebäude bauliche Veränderungen vornehmen, muss der sichere Betrieb des Kamins oder Ihrer Feueranlage vom Schornsteinfeger überprüft werden.

Wie läuft eine Schornsteinabnahme ab?

Bevor Sie den Kamin in Betrieb nehmen, muss er vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Um zu erfahren, welcher Bezirksschornsteinfeger für Sie zuständig ist, können Sie sich beispielsweise beim Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks informieren. Folgende Aspekte prüft der Schornsteinfeger nach einem festgelegten Schema:

  • die ausreichende Versorgung mit Verbrennungsluft und geeigneter Zug im Kamin
  • die Dichtigkeit des Schornsteins, seiner Anschlüsse und der Feueranlage selbst
  • den Brandschutz (zum Beispiel die ausreichende Größe der Bodenplatte, die 50 Zentimeter vor der Ofentür abdecken muss)
  • die gefahrlose Ableitung des Rauchs nach außen
  • den ordnungsgemäßen Zustand des Schornsteins (nicht durchfeuchtet oder versottet).

Anschließend erhalten Sie einen Feuerstättenbescheid, in dem nicht nur die Prüfergebnisse festgehalten sind, sondern auch, welche Prüfungen in welchen Zeitabständen erfolgen müssen. Die Kosten einer solchen Feuerstättenschau liegen zwischen 40 und 150 Euro. Abhängig ist die Gebühr von dem Aufwand der Prüfung in Ihrem Gebäude.

Welche Konsequenzen erwarten Sie bei einer versäumten Abnahme?

Erfolgt die Abnahme Ihres Kamins, Ofens oder des Schornsteins nicht ordnungsgemäß, können Sie nach dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro belegt werden. Bedenken Sie außerdem, dass eine fehlende Abnahme dazu führt, dass Ihre Versicherung im Fall von Rauch- oder Brandschäden nicht zahlt.

Sichere Wärme für Ihr Haus: die Wartung in der Heizperiode

Damit Sie Ihren Kamin auch nach der Abnahme langfristig gefahrlos betreiben können, sollten Sie den Kamin regelmäßig warten. Gerade, wenn Sie ihn in der Heizperiode häufig verwenden, stellt eine regelmäßige Wartung und die Reinigung sicher, dass Ihr Kamin optimal funktioniert. Verschmutzte Scheiben beeinträchtigen lediglich die Sicht auf das Feuer. Rußablagerungen im Rauchrohr führen wiederum dazu, dass das Feuer nicht effizient verbrennt und Energie verloren geht. Gefährlich wird es, wenn Dichtungen beschädigt sind. Kohlenmonoxid ist geruchlos und kann durch defekte Stellen in die Innenräume gelangen.

Tipp:

Wie kann ich mich am besten vor einer Kohlenmonoxidvergiftung schützen? Installieren Sie einen Kohlenmonoxidmelder, der nach EN 50291 zertifiziert ist. Sollte unbemerkt Kohlenmonoxid in geschlossene Räume gelangen, warnt Sie das Gerät.

Wie Sie erkennen, ob Ihr Kamin Wartungsbedarf hat

Hinweise dafür, dass Ihr Kamin beschädigt ist und gewartet werden sollte, gibt es verschiedene. Reinigen und warten Sie den Kamin bei folgenden Anzeichen, bevor Sie ihn das nächste Mal nutzen:

  • Schlechter Zug im Kamin. Bemerken Sie, dass selbst bei geöffneten Luftklappen die Holzverbrennung nur schwelend stattfindet, kann eine starke Verrußung im Rauchrohr vorliegen. Im schlimmsten Fall führen starke Rußablagerungen zu einem Schornsteinbrand, wenn sie sich stark erhitzen und schließlich entzünden. Außerdem bildet sich dadurch im Feuerraum des Kamins mehr Ruß, die Kaminscheibe ist schneller schmutzig. Überprüfen Sie den Zug mit einem brennenden Streichholz, das Sie in den kalten Feuerraum halten. Wenn die Flamme und der Rauch nicht klar nach oben gezogen werden, stimmt etwas mit dem Zug nicht.
  • Undichte Nahtstellen. Wenn Sie Rauchgeruch im Zimmer bemerken, kann die Ursache eine defekte Dichtung sein. Auch wenn Sie vereinzelte Rußspuren an der Kamintür oder an der Wandmuffe entdecken, ist vermutlich eine Dichtung beschädigt.
  • Zu viel Asche im Aschekasten oder Feuerraum. Auch wenn Sie den Aschekasten nicht regelmäßig leeren, verbrennt das Holz im Kamin nicht optimal. Sobald der Kasten zu zwei Dritteln voll ist, sollten Sie ihn deshalb leeren. Im Feuerraum dagegen darf ein wenig Asche verbleiben, da dann das Anheizen besser funktioniert und der Brennprozess optimal verläuft. Wie viel Asche Sie belassen können, hängt vom Kaminmodell ab. Generell können Sie davon ausgehen, dass ein bis zwei Zentimeter Asche im Feuerraum ein guter Wert sind. Wenn das Holz vollständig verbrennt, bleibt nur etwa ein Prozent als Asche übrig. Daher werden Sie im Winter nicht allzu viel Asche entfernen müssen.

Den Kamin reinigen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gelegentlich sollten Sie den Kamin und das Rauchrohr reinigen und von Ruß und Asche befreien. Wie oft, hängt davon ab, wie häufig Sie den Kamin nutzen. Für die Reinigung gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Vorbereitung

Der Kamin, die Asche und die Rohre müssen komplett ausgekühlt sein. Damit der Fußboden nicht verschmutzt, decken Sie den Bereich um den Kamin mit einer festen Abdeckplane weitläufig ab. Sie können dafür auch alte Bettlaken verwenden. Bereiten Sie einen Aschesauger, einen Ascheeimer und feste Plastikbeutel vor.

Schritt 2: Reinigung des Rauchrohres

Um das Rauchrohr zu reinigen, befinden sich oftmals spezielle Öffnungen am Rohr, durch die Sie das Innere erreichen. Wenn keine Reinigungsöffnungen vorhanden sind, muss das Rohr ausgebaut werden, da sonst keine gründliche Reinigung möglich ist. Um Ablagerungen im Rohr zu entfernen, eignet sich eine Drahtbürste oder ein einfacher Handfeger. Damit weniger Ruß und Asche freigesetzt werden, verwenden Sie den Aschesauger. Dieser verfügt über spezielle Filter, ist leistungsstärker als normale Staubsauger und außerdem sehr handlich, um möglichst alle Stellen zu erreichen. Manche Modelle verfügen über eine Blasefunktion – so können Sie schwer zugängliche Stellen besser reinigen und ihn als Blasebalg verwenden. Sollte der Ausbau des Rauchrohres nötig sein, säubern Sie es am besten im Freien. Für den Transport nach draußen können Sie die Rohrenden mit Plastik abkleben.

Schritt 3: Scheibe reinigen

Die Kaminschreibe lässt sich ganz einfach mit Zeitungspapier und etwas weißer Asche säubern. Nutzen Sie sonst einen speziellen Ofenglasreiniger. Eine detaillierte Anleitung stellen wir Ihnen in einem eigenen Ratgeber zur Reinigung der Kaminscheibe zur Verfügung.

Schritt 4: Feuerraum reinigen

Auch den Feuerraum müssen Sie von Asche und Ruß befreien. Entfernen Sie Asche mit einem Handfeger oder mit dem Aschesauger. Hartnäckige Stellen behandeln Sie mit dem Schürhaken. Die Asche entsorgen können Sie im Restmüll, sobald sie vollständig abgekühlt ist.

Welche Konsequenzen erwarten Sie bei einer versäumten Abnahme?

Sie möchten mehr Tipps zur Reinigung? Diese finden Sie in unserer Anleitung zur Kaminreinigung. Hier geben wir Ihnen auch Hinweise, wie Sie unterschiedliche Korpusoberflächen behandeln können.

Türdichtung austauschen

Wenn Sie während der Heizperiode bemerken, dass die Kamintür nicht dicht ist, sollten Sie nicht lange mit der Reparatur warten. Die Dichtung wird stark beansprucht und ist für den sicheren Betrieb Ihres Kamins wichtig. Denn sonst gelangt der gesundheitsschädliche Feinstaub in die Raumluft. Gehen Sie zum Austausch der Dichtung folgendermaßen vor:

  • Die alte Türdichtung ziehen Sie vorsichtig aus der Nut.
  • Den Kleber entfernen Sie, indem Sie ihn mit einem scharfen und festen Werkzeug abkratzen. Verwenden Sie zum Beispiel einen Schraubenzieher.
  • Tragen Sie den neuen Kleber auf. Verwenden Sie dafür spezielle Hochtemperaturkleber.
  • Die neue Dichtung legen Sie nun in die Nut und drücken sie etwas an.
  • Lassen Sie den Kleber bei geschlossener Kamintür für 24 Stunden trocknen – achten Sie auf die Angaben auf der Kleberpackung. Danach können Sie den Kamin verwenden.
Kaminbesteck auf hagebau.de:

Vorbereitung der Heizperiode: die Kaminwartung im Sommer

Der Sommer eignet sich am besten, um Ihren Kamin umfassend zu warten und zu pflegen. Denn jetzt benötigen Sie den Kamin nicht und die Reinigung mancher Teile können Sie entspannt im Freien vornehmen. In der Heizperiode haben sich Ruß und Schmutz im Kamin und in den Rohren abgesetzt. Schäden an der Auskleidung des Feuerraums oder an den verschiedenen Dichtungen kommen Sie mit einer gründlichen Rundum-Wartung frühzeitig auf die Spur und können sie beheben. Wir erklären im Folgenden, wie Sie Ihren Kamin während der warmen Jahreszeit in den besten Zustand bringen.

Entfernen von Winterruß

Je nachdem, wie häufig Sie den Kamin im Winter genutzt haben, hat sich mehr oder weniger Ruß im Kamin und im Rauchrohr abgesetzt. Besonders starke Rußablagerungen entstehen, wenn ein fester Brennstoff wie Holz verbrennt. Besonders gefährlich ist Glanzruß. Er behindert nicht nur den Rauchabzug, sondern eine dicke Glanzrußschicht kann sich entzünden.

  • Um einen gefährlichen Kaminbrand zu vermeiden, befreien Sie das Rauchrohr am besten mit einer Drahtbürste von Ablagerungen. Wenn das Rohr über eine Reinigungsöffnung verfügt, gelangen Sie hierüber in das Innere. Gibt es keine, müssen Sie das Rohr entfernen und so reinigen. Am besten transportieren Sie das Rohr dafür ins Freie.
  • Die Asche im Feuerraum entfernen Sie mit einem Handbesen oder mit dem Aschesauger bzw. einem speziellen Aufsatz für normale Staubsauger. Leistungsstarke Filter sorgen dafür, dass beim Aufsaugen der Asche der Feinstaub herausgefiltert wird.
  • Die Umlenkplatten im Feuerraum befreien Sie ebenfalls von Ablagerungen, damit sie weiterhin optimal funktionieren.

Die Reinigung der Kaminscheibe

Die Glaskeramikscheibe reinigen Sie mit etwas Asche und Zeitungspapier. Sie können auch einen Glasreiniger verwenden. Allerdings sind manche dieser Produkte sehr aggressiv und greifen die Dichtungen an. Wenn Sie solche Mittel verwenden, sollte Sie daher darauf achten, dass sie möglichst nicht mit den Dichtungen in Berührung kommen. Sprühen Sie das Mittel nicht direkt auf die Scheibe, sondern lieber auf das Reinigungstuch. Ansonsten können Sie spezielle Ofenglasreiniger verwenden.

Das Ölen der Scharniere

Damit die Tür des Feuerraums und die Scharniere der Luftklappen leichtgängig sind und keinen Rost ansetzen, sollten Sie sie ebenfalls im Zuge der sommerlichen Wartung ölen. Dafür dürfen Sie kein herkömmliches Scharnieröl verwenden, da dieses sich unter Umständen entzünden kann. Verwenden Sie stattdessen Ofenfett, das hohen Temperaturen standhält. Sie können für die beweglichen Teile des Kamins auch Kupferpaste verwenden.

Die Pflege der Kaminoberflächen

Wie Sie den Korpus Ihres Kamins am besten reinigen, hängt von dem Material der Verkleidung ab. Manche Oberflächen sind empfindlich gegen chemische Reinigungsmittel oder aggressive Haushaltsmittel. Andere sind sehr robust.

Welche Konsequenzen erwarten Sie bei einer versäumten Abnahme?

Wischen Sie in jedem Fall hinterher alles mit einem feuchten Tuch ab, um die letzten Reste des Reinigungsmittels zu entfernen. Wenn Sie den Kamin das nächste Mal verwenden, entstehen sonst starke und sehr unangenehme Gerüche.

In der folgenden Tabelle finden Sie Tipps zur Reinigung der verschiedenen Korpusmaterialien.

Material

Geeignete Reinigungsmittel

Vorgehen bei der Reinigung

Stahl, Gusseisen

trocken (Rostgefahr)

Gründlich mit trockenem Tuch abwischen.

Speckstein

Wasser

Mit Spülschwamm abreiben und mit kreisenden Bewegungen abschleifen; mit trockenem Tuch polieren.

Naturstein

Wasser, Seifenlauge bei starker Verschmutzung

Mit weichem Tuch abwischen und trocknen.

Keramik und Kacheln

Seifenlauge

Mit weichem Tuch abwischen und trocknen.


Wie gehen Sie mit Kratzern auf der Kaminoberfläche um?

Speckstein müssen Sie mit einer geeigneten Paste verfüllen. Für Kratzer in stahlummantelten Öfen eignet sich Ofenlack, der hitzebeständig ist. Den Lack können Sie auch für andere Zwecke nutzen und etwa das Ofenrohr damit behandeln.

Warten der Thermosteine

Der Sommer eignet sich auch, um die Thermosteine in der Auskleidung des Feuerraums zu überprüfen. Finden Sie nur kleine Risse, müssen Sie sich keine Sorgen machen und nichts unternehmen. Schäden wie größere Risse oder herausgebrochene Teile allerdings sollten Sie beseitigen lassen. Wenden Sie sich dafür an einen Fachbetrieb, der eine genaue Überprüfung vornimmt und die Schäden beseitigt.

Dichtungen prüfen und ersetzen

Die Dichtungen sollten Sie ebenfalls gründlich und regelmäßig überprüfen. Achten Sie auf Rußspuren an den Nahtstellen. Beschädigte Dichtungen sorgen nicht mehr für einen sicheren Betrieb Ihres Kamins, da der gesundheitsschädliche Feinstaub und Kohlenmonoxid in die Innenräume gelangt.

Inspizieren Sie daher gründlich die Türdichtung, die der Ofenrohrklappe und die Dichtungen am Rauchrohr. So gehen Sie kein Risiko ein und können später im Winter Ihren Kamin sorglos genießen.

Kaminsanierung – so beugen Sie Schäden vor

Um Ihren Kamin langfristig ohne Sorgen nutzen zu können, müssen Sie eine regelmäßige Wartung durchführen. Dabei geht es nicht nur um Ihre Gesundheit, sondern auch die Effizienz bei der Verbrennung von Holz oder anderen Brennstoffen. Gibt es Anzeichen für Schäden, sollten Sie diese so schnell wie möglich beheben und wenn nötig, den Kamin sanieren. In diesem Abschnitt erklären wir Ihnen, wann Sie eine umfassende Sanierung vornehmen sollten und welche Schritte dann anstehen.

Schornstein

Wann muss der Kamin saniert werden?

Kamine gibt es in großer Auswahl. Im Hagebau-Sortiment etwa finden Sie Kamine mit Stahlkorpus, aus Gusseisen, Speckstein oder Naturstein. Schon bei der Installation eines Kamins sollten Sie daher auf die Herstellerangaben achten. Hier finden Sie in der Regel Hinweise dazu, wie Sie einen Sanierungsbedarf erkennen können. Wenn Sie diesen Hinweisen und den nachfolgenden Tipps folgen, steht einem langen Leben des Kamins nichts im Weg.

Neben dem Kamin selbst ist der Schornstein ebenfalls gut in Schuss zu halten. Denn nur dann ist eine wirksame Ableitung des schädlichen Rauchs gewährleistet. Insbesondere einer Versottung ist vorzubeugen. Dabei handelt es sich um durchfeuchtetes Mauerwerk im Schornstein, das zu unschönen Flecken und einem unangenehmen Geruch führt. Versottung entsteht, wenn der Rauch zu langsam durch den Schornstein zieht und regelmäßig an den Schornsteinwänden kondensiert. Ursachen sind zum Beispiel:

  • ein zu großer Rohrquerschnitt,
  • Sprünge und Risse im Mauerwerk,
  • ein Schornstein, der an der Außenwand oder durch ungekühlte Räume verläuft.

Durch die Versottung wird das Mauerwerk zusätzlich geschädigt, Schwefel, Wasser und Teer durchdringen das Rohr. Das zieht langfristig eine kostspielige Sanierung nach sich. Dafür werden Rohre aus Kunststoff, Edelstahl oder Keramik eingeführt, an denen diese Schäden nicht mehr auftreten.

Hinweis

Denken Sie daran, den Kamin regelmäßig vom Schornsteinfeger überprüfen zu lassen. Im Feuerstättenbescheid finden Sie die Abstände, in denen die Prüfung erfolgen muss. Er berät Sie auch, wenn eine Sanierung ansteht.

Geeignete Materialien zur Sanierung des Schornsteins

Steht tatsächlich eine Sanierung des Schornsteins an, kommt es auf die Art des Kamins an, mit welchen Materialien Sie das Rohr auskleiden sollten. Für Gas- und Ölbrenner reichen Kunststoffmaterialien aus, da deren Abgase keine hohen Temperaturen erreichen. Die Abluft von Kaminen dagegen hat hohe Temperaturen. Daher eignen sich Keramik- oder Stahlrohre besser. Gerade Edelstahl eignet sich für alle Brennstoffe. Außerdem ist das Material lange haltbar. Ein solches Rohrsystem können Sie an der Außenwand anbringen oder vom Dach aus installieren.

Ein mehrschaliges Kaminsystem ist dann eine sichere Alternative, wenn folgende Probleme auftreten:

  • Der Querschnitt des Schornsteins ist zu groß.
  • Es liegt eine Versottung im Mauerwerk vor.
  • Große Mengen an Kondensat werden produziert.
  • Der Kamin wurde aus Asbestzement gebaut.

Warum findet sich überhaupt Asbest in Kaminen?

Bei alten Kaminöfen ist Asbest mitunter ein Problem. Es wurde früher oft verbaut, da es sehr hitzebeständig ist. Seit Langem ist allerdings die gesundheitsschädliche Wirkung von Asbeststaub bekannt, weswegen das Material aus Mauerwerken und Öfen entfernt werden sollte bzw. muss. Im Zweifel kann Ihnen Ihr Schornsteinfeger mit Asbest-Sachkundenachweis sagen, ob in Ihrem Kamin Asbest verbaut wurde.

Entscheiden Sie sich für Edelstahl, profitieren Sie von der Flexibilität der Rohrelemente und dem einfachen Einbau. Hagebau bietet ein breites Sortiment an Kaminrohren aus Stahl, die in unterschiedlichen Farbtönen und in praktischen Sets erhältlich sind. Sie bestehen aus verschiedenen Längenelementen, einer Grundplatte, einem T-Anschluss und der Wandrosette.

Schäden vorbeugen mit dem richtigen Kaminzubehör

Um sich eine aufwendige Kaminsanierung zu ersparen, sollten Sie die Pflege des Kamins sorgfältig betreiben. Dabei hilft Ihnen das passende Kaminzubehör. Achten Sie vor allem auf den ordnungsgemäßen Betrieb Ihres Kamins, den Sie etwa durch einen einwandfreien Zug sicherstellen. In einem weiteren Berater erfahren Sie, wie Sie Ihren Kaminofen richtig anzünden, sodass ein guter Zug entsteht. Außerdem wird erklärt, wie Sie Ihren Kamin bei der ersten Benutzung richtig anfeuern. Weitere Hinweise zum sicheren Umgang finden Sie in vielen weiteren Kaminratgebern.