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Welche Oberfräse ist die richtige für mein Projekt? Der große Kaufratgeber

Wenn es um die professionelle Bearbeitung von Holz und das Zerspanen vieler anderer Werkstoffe geht, ist die Oberfräse ein unverzichtbares Werkzeug. Sie können Ihre Oberfräse für das Profilieren ebenso verwenden wie für das Einfräsen von Nuten in ein Werkstück oder für das Schablonenfräsen. Die Oberfräse ist in der Anschaffung günstiger als eine Tischfräse und bietet ein hohes Maß an Präzision. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Oberfräse Sie für Ihr nächstes Projekt kaufen sollten.

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Für welche Arbeiten sind die Oberfräsen geeignet?

Nut Fräser

Bei der Bearbeitung von Möbelstücken zeigt die Oberfräse, wozu sie in der Lage ist. Beim Einarbeiten von Nuten, dem Abrunden von Kanten und dem Fräsen von Ausschnitten kommt es auf ein perfektes Ergebnis an, damit die Möbelstücke sich von ihrer besten Seite präsentieren können. Die verschiedenen Oberfräsen lassen sich dabei anhand einer Reihe von Merkmalen unterscheiden. Folgende Eigenschaften gilt es bei fast allen Oberfräsen zu berücksichtigen:

  • Durchmesser der Schneide
  • Schneidenlänge ohne Schaft
  • Gesamtlänge inklusive Schaft
  • Schaftdurchmesser
  • Radius
  • Anzahl der Zähne

Je nachdem, welche konkreten Dimensionierungen Ihr Fräser aufweist, werden Sie ein anderes Profil beim Schneiden erhalten. Hier gilt es, eine Oberfräse passend für die jeweiligen Anforderungen auszuwählen. Dabei ist jedoch nicht jedes der oben aufgelisteten Merkmale für jeden Typ von Oberfräse relevant. So besitzt der Nutfräser zum Beispiel keinen Radius, während der Abrundfräser keine Zähne aufweist. Für die Auswahl eines passenden Fräsers benötigen Sie in der Regel auch ein wenig Erfahrung. Wenn Sie zum ersten Mal mit diesem Werkzeug arbeiten, sollten Sie die Beratung in einem Fachgeschäft in Anspruch nehmen oder sich mit einem erfahrenen Heimwerker austauschen.

Die Oberfräse ist bei den Holzwerkern aber nicht nur wegen ihrer Vielseitigkeit so beliebt. Einer ihrer größten Vorteile besteht auch in den sehr geringen Anschaffungskosten im Vergleich zu stationären Tischfräsen. Es verwundert daher nicht, dass die Oberfräse auch in der Heimwerker-Werkstatt zu finden ist. Die Oberfräse ist weiterhin eine sinnvolle Anschaffung für diejenigen, die nur über einen begrenzten Platz in ihrer Werkstatt oder in ihrem Keller verfügen und deshalb keine ausgewachsene Tischfräse aufstellen können.

Denken Sie daran, dass Ihre Oberfräse eine Stromversorgung benötigt und in der Regel nicht akkubetrieben ist. Die mit einem Netzstecker ausgestatteten Geräte machen es also zwingend erforderlich, dass sich in der Nähe des Arbeitsplatzes eine Steckdose befindet. In einigen Fällen lohnt sich daher die Anschaffung eines Verlängerungskabels, um einen größeren Spielraum beim Einsatz der Oberfräse zu erhalten.

Welche Leistung sollte meine Oberfräse mitbringen?

Oberfräse

Grundsätzlich gilt: Je größer der Motor dimensioniert ist, desto durchzugsstärker arbeitet er. Das ist gerade bei der Bearbeitung von Harthölzern wie etwa Buche, Eiche oder Esche ein großer Vorteil. Die Oberfräse für den Einsteiger bietet einen Motor mit einer Leistung von etwa 700 bis 1.000 Watt. Höher ausgestattete Modelle verfügen über einen Motor mit 1.400 Watt und mehr. Wenn Sie nur gelegentlich kleinere Arbeiten in weichen Hölzern vornehmen, kann sich die Anschaffung eines günstigeren Einsteigergeräts lohnen. Wer hingegen Möbel aus Harthölzern bearbeiten möchte oder ein Gerät für den professionellen Einsatz sucht, sollte auf einen starken Motor Wert legen und die höheren Anschaffungskosten nicht scheuen.

Was gilt es beim Kauf der Oberfräsen-Maschinen zu beachten?

Beim Kauf einer passenden Oberfräse kommt es auf eine Vielzahl an Ausstattungsdetails an. Für ein komfortables Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum hinweg empfehlen sich Handgriffe mit einem ergonomischen Design, damit die Hände nicht so schnell ermüden. Eine Oberfräse für den Handbetrieb kann bis zu 5 kg wiegen, bequeme Griffe sind daher unerlässlich.

Da beim Fräsen viel Material abgetragen wird und Holzspäne und Staub durch die Luft fliegen, ist die Sauberkeit am Arbeitsplatz stets ein wichtiges Thema. Einige Oberfräsen sind mit einem Staubsaugeradapter ausgestattet, damit Ihnen der Anschluss des Staubsaugers möglichst leichtfällt. Wichtig ist aber auch ein Späneschild, der Ihre Augen schützt und damit zu einem sicheren Arbeiten beiträgt. Diese Vorrichtung sorgt auch dafür, dass Sie stets eine klare Sicht auf die Werkzeug-Spitze haben. Gerade hier findet die größte Staubentwicklung statt und behindert die Arbeit. Viele Geräte sind mit weiteren Schutzverkleidungen an den Seiten des Geräts versehen. Diese Verkleidungen sollen verhindern, dass Staub und Schmutz in die Maschine eindringen und dort zum Beispiel die Elektronik oder die Mechanik beeinträchtigen.

Einige Hersteller unterstützen Sie bei der Durchführung präziser Arbeiten mit besonderen Ausstattungsmerkmalen ihrer Fräsmaschinen. Dazu kann zum Beispiel eine Laserlinienführung gehören. Die Laserlinie hilft dabei, die Oberfräse genau zu justieren. Andere Geräte verfügen über eine oder mehrere integrierte Arbeitsleuchten bzw. Leuchtdioden, damit der Arbeitsbereich stets deutlich erkennbar ist. Solche Ausstattungen sind zwar für eine erfolgreiche Arbeit nicht zwingend erforderlich, gestalten den Umgang mit der Oberfräse aber deutlich komfortabler.

Zu den weiteren wertvollen Ausstattungsmerkmalen bei Oberfräsen gehört die Feineinstellung. Je nach Modell ist hiermit eine Einstellung der Frästiefe bis auf 0,1 mm genau möglich. Arbeiten der höchsten Präzisionsstufe lassen sich mit solchen Oberfräsen bewerkstelligen. Wenn Sie den Fräser häufig wechseln möchten, sollte Sie auf eine Spindelarretierung achten. Mit dieser lässt sich das Werkzeug der Fräse mit wenigen Handgriffen austauschen.

Eine Einschaltsperre verhindert bei Fräsen das plötzliche Starten des Motors. Die Sperre sollte immer verwendet werden, wenn Sie gerade eine Pause einlegen oder den Fräser wechseln möchten. Einige Fräser integrieren die Einschaltsperre in einen der beiden Griffe und sind damit besonders leicht zu erreichen. Verfügt die Fräse über einen Schnellspannhebel, lässt sich das Gerät in seiner Position auf dem Holz präzise feststellen.

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Oberfräsen im Vergleich

Vor dem Einkauf Ihrer Oberfräse gilt es die Frage zu beantworten, welchen Typ von Oberfräse Sie benötigen. Folgende Typen stehen dabei zur Auswahl:

Fräse von oben
  • Nutfräser: Sie möchten in ein Möbelstück Aussparungen schneiden oder rechteckige Nuten fräsen? Dann ist der Nutfräser die richtige Wahl. Die Nutfräser lassen sich anhand ihres Schneidedurchmessers, ihrer Schneiden- und Gesamtlänge sowie anhand des Schaftdurchmessers und der Anzahl der Zähne unterscheiden. Der Nutfräser lässt sich weiterhin in Standardnutfräser und Spiralnutfräser unterteilen. Beim Standardnutfräser sind die Schneiden seitlich montiert. Wenn Sie ein besonders sauberes Profil erhalten oder direkt in das Werkstück eintauchen möchten, empfiehlt sich hingegen der Spiralnutfräser. Der Spiralnutfräser weist damit den Vorteil auf, dass Sie ohne Vorbohren abreiten können. Saubere Nuten und Aussparungen sind das Steckenpferd des Spiralnutfräsers.

  • Hohlkehlfräser: Wenn Sie für Ihre Holzarbeiten Nuten mit einem halbkreisförmigen Querschnitt schneiden oder an den Kanten Hohlkehlen einarbeiten möchten, greifen Sie zum Hohlkehlfräser. Der Hohlkehlfräser kommt zum Beispiel dort zum Einsatz, wo es Nuten in Säulen oder Kanten zu fräsen gilt. Gerade an alten Möbelstücken sind Hohlkehlen häufig zu finden. Die Hohlkehle dient der optischen Aufwertung und wird auch für die Herstellung von Griffmulden verwendet. Die verschiedenen Hohlkehlfräser lassen sich anhand des Schneidedurchmessers, der Schneiden- und Gesamtlänge sowie des Radius und des Schaftdurchmessers unterscheiden. Mit dem Radius ist beim Hohlkehlfräser die halbkugelförmige Schneide gemeint. Die Hohlkehlfräser verfügen über keinen Anlaufring.

  • Abrundfräser: Der Name sagt es bereits: Den Abrundfräser setzen Sie für das Abrunden von Kanten ein. Abrundfräser sind in unterschiedlichen Durchmessern, Scheidenlängen und Gesamtlängen erhältlich. Der Schaftdurchmesser liegt in der Regel bei 8 bis 12 mm, der Radius liegt zwischen 2 und 38 mm. Hier ist der Radius gemeint, den die gefräste Rundung erhält. Anhand des Radius des Abrundfräsers ist es also sehr einfach, eine passende Oberfräse für Ihr Möbelstück bzw. Ihre jeweilige Arbeit auszuwählen. Der Abrundfräser verfügt anders als zum Beispiel der Hohlkehlfräser über einen sogenannten Anlaufring. Dieses unscheinbare Merkmal erfüllt eine wichtige Funktion: Mithilfe des Anlaufrings führen Sie die Oberfräse kontrolliert an einer Schablone oder an einem Anschlag entlang. Der Anlaufring ist vor allem dann wichtig, wenn die Oberfräse kein eigenes Kugellager besitzt. Dank des Anlaufrings gelingt auch Laien eine präzise Führung des Werkzeugs, was für gelungene Arbeiten an Möbeln und Werkstücken unerlässlich ist. Der Anlaufring wird gelegentlich auch als Kopierring oder Kopierhülse bezeichnet.

  • Bündigfräser: Manchmal ist es notwendig, dass Sie überstehende Materialien anpassen müssen. Das ist zum Beispiel nach dem Verleimen von Holzstücken erforderlich. Für diese Aufgabe kommt der Bündigfräser zum Einsatz, der die einzelnen Teile bündig runterfräst. Für die präzise Führung der Oberfräse dient ein Anlaufring, der sich oberhalb oder unterhalb der Schneide befinden kann. Für die Arbeiten an aufgeleimten Beschichtungsmaterialien wie etwa Furnieren ist der Bündigfräser in der Praxis unerlässlich. Mit seiner Hilfe gelingt es auch dem Anfänger im Umgang mit der Oberfräse, eine plane Kantenoberfläche zu erreichen. Den Anlaufring führen Sie mittig zur Kantenfläche der Trägerplatte, die Schneide über oder unter dem Ring entfernt währenddessen die Überstände. Diese Verwendungsweise bringt es mit sich, dass der Anlaufring und die Schneide den gleichen Durchmesser haben. Die Schneidenlänge bewegt sich bei Bündigfräsern zwischen 13 und etwa 50 mm, die Gesamtlänge reicht hin bis zu 100 mm. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind der Durchmesser der Schneide und des Schaftes und die Anzahl der Zähne. Wenn Sie mit dem Bündigfräser direkt in das Material eintauchen möchten, sollte dieser mit einer Schneidspitze versehen sein.

  • Falzfräser: Der Falzfräser ist für rechteckige Aussparungen an den Kanten eines Werk- oder Möbelstücks zuständig, die als Falz bezeichnet werden. Diese erzeugen Sie mit einem Falzfräser besonders genau. Neben den üblichen Dimensionierungen wird beim Falzfräser auch die Falztiefe als weiteres Merkmal des Werkzeugs angegeben. Die Falztiefe liegt in der Regel bei bis zu 12,7 mm. Fälze sind an Türen, Platten und Schubladen zu finden. Der Falzfräser kommt in der Regel für Materialien wie Weich- oder Hartholz zur Anwendung.

  • Gratfräser: Um in einem Werkstück Schwalbenschwanzverbindungen einarbeiten zu können, sind trapezförmige Aussparungen erforderlich. Diese erzeugen Sie mit einem Gratfräser. Beim Gratfräser kommt mit dem Winkel der Trapezseiten eine weitere Dimension hinzu, die es beim Kauf einer passenden Oberfräse zu berücksichtigen gilt. Häufig wird diese Dimension mit dem griechischen Buchstaben Alpha angegeben. Die Winkel der Oberfräsen reichen in der Regel von 7 bis 14 Grad. Der Gratfräser wird manchmal auch als Zinkenfräser bezeichnet. In Schubladen und Kästen sind die Schwalbenschwanzverbindungen, die mit dem Gratfräser erzeugt werden, häufig zu finden. Mit Gratverbindungen lassen sich aber auch Massivholzplatten stabilisieren. Die Schwalbenschwanzverbindungen fräsen Sie entweder sichtbar oder unsichtbar. Die sichtbaren Verbindungen dienen dekorativen Zwecken, ansonsten werden die Verbindungen in der Regel verdeckt gefräst.
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Sie haben sich für eine Fräse entschieden und möchte diese sofort ausprobieren? Dann sollten Sie unbedingt unseren Ratgeber zum Thema Holz mit Fräse bearbeiten lesen!