dcsimg
Hagebau.de verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.de nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos
3% Sofort-Rabatt
Mit Ihrer Partner-Card erhalten Sie 3%* Sofort-Rabatt auf jeden Online-Einkauf oder beim Einkauf in Ihrem hagebaumarkt.
* Tabakwaren, Zeitschriften, Bücher, Gutscheine, Pfand sowie Streckengeschäfte, Dienstleistungen und Palettenwaren sind nicht rabattfähig. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.
Lieferung ins Wohnzimmer
Ob Wohnzimmer, Terrasse oder Keller: Viele unserer großen und sperrigen Artikel liefern wir direkt an den gewünschten Ort.
Kauf auf Rechnung
Bestellen Sie heute und bezahlen Sie erst nach Erhalt der Ware (Bonität vorausgesetzt. Gilt nicht für Artikel zur Lieferung aus dem hagebaumarkt).
Versandkostenfrei in den Markt liefern
Sie sparen 5,95 € Versandkosten. Zuschläge für Spedition, 24-Std-Lieferung oder sonstige Dienste werden nicht übernommen.

Schweißen wie ein Heimwerkerprofi

Das Schweißen ist eine Aufgabe für Heimwerker mit Fachkenntnissen, doch auch Laien können die Geheimnisse hinter dem richtigen Schweißen schnell erlernen. Wenn Sie das Schweißen lernen und wissen möchten, wie man Metallteile sicher und dauerhaft verbindet, lesen Sie diese praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Hier geht's zum Sortiment "Schweißgeräte"

Schritt 1: Schutzkleidung anlegen

Die Sicherheit beim Schweißen hat stets Vorrang vor einer schnellen Erledigung der Arbeit. Wer richtig schweißen möchte, muss daher einige Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Schutzkleidung zu. Beim Schweißen entsteht ein sehr heller Lichtbogen, der die Augen blendet, es fliegen Funken und die UV-Strahlung belastet die Haut stark. Aus diesem Grund ist es notwendig, Schutzhandschuhe und einen umfassenden Kopfschutz zu tragen sowie eine zum Schweißen geeignete Schürze. Die Handschuhe sollten aus Leder und auf handwerkliche Arbeiten ausgelegt sein, um die Hände effektiv zu schützen. Gleiches gilt für die Schürze, die den Oberkörper schützt. Ein spezieller Schweißerhelm ist im Gegensatz zu einer einfachen Schutzbrille deshalb vorteilhaft, weil er nicht nur die Augen, sondern die gesamte Gesichtshaut schützt. Als Alternative zum Helm kommt ein Handschild infrage. Diesen halten Sie vor sich zwischen das Gesicht und der zu schweißenden Stelle. Die Handschilde haben aber den entscheidenden Nachteil, dass Sie hierbei eine Hand weniger freihaben.

Das Wichtigste ist aber in jedem Fall ein Schweißerhelm mit einem entsprechenden Schutzglasvisier oder zumindest eine spezielle Schweißerbrille. Auf keinen Fall dürfen Sie während des Schweißvorgangs in den Lichtbogen schauen.

Schritt 2: Arbeitsbereich vorbereiten

Neben dem Anlegen einer effektiven Schutzkleidung gilt es, das Augenmerk auch auf die Arbeitsumgebung zu richten. So sollten Sie nur in Räumen arbeiten, die gut belüftet sind. Beim Schweißen entstehen Rauch und Gase. Diese müssen schnell abziehen können, damit sie Ihre Gesundheit nicht beeinträchtigen. Achten Sie auch darauf, dass der Arbeitsplatz vollkommen trocken ist und alle Objekte in der näheren Umgebung feuerfest sind.

Eine weitere Sicherheitsvorkehrung betrifft den Massepol an der Befestigungszange des Schweißgeräts. Dieser ist für die Erzeugung der notwendigen Stromstärke zuständig. Der Massepol muss gründlich am Werkstück befestigt werden und darf sich unter gar keinen Umständen während des Schweißens lösen. Der Strom sucht sich immer einen Weg und kann schnell zu einer ernsthaften Bedrohung geraten, wenn der Massepol auf den Boden fällt. Achten Sie also darauf, dass die Befestigungszange wirklich festsitzt.

Schritt 3: Werkstück vorbereiten

Bevor Sie mit dem Schweißen beginnen können, muss auch das Werkstück selbst vorbereitet werden. Bei rostigen Metallteilen ist es wichtig, das Werkstück von diesem Rost gründlich zu befreien. Handelt es sich um lackierte Teile, müssen Sie die Farbe abschleifen und dafür sorgen, dass keine Rückstände zurückbleiben. In den meisten Fällen ist es das Einfachste, wenn Sie zu einem elektrischen Schleifgerät greifen und die Teile einfach blankschleifen. Weiterhin muss das Werkstück trocken sein und darf keine Öl- oder Fettschicht aufweisen.

Legen Sie die Teile nun so übereinander, wie sie später zusammengeschweißt sein sollen. Wenn die Werkstücke nicht von alleine zusammenhalten, können Sie die Teile mit einer Schraubzwinge fixieren, damit Sie während des Schweißens nicht verrücken. Nun sind Sie bereit für den eigentlichen Schweißvorgang.

Schritt 4: Schweißen

Beim Zusammenschweißen zweier Teile ist es sinnvoll, mit Punktierungen zu beginnen. Setzen Sie erst einmal nur Punkte, können Sie die Lage der Werkstücke zueinander später immer noch korrigieren. Erst wenn Sie sich ganz sicher sind, schweißen Sie die Teile mit durchgehenden Linien zusammen.

Ein Problem beim Schweißen besteht in der korrekten Einstellung des Schweißstroms. Woran erkennt man, dass man den Strom zu stark oder zu schwach eingestellt hat? Bei zu starkem Strom zeigt sich sofort, dass Sie zu viel Material aus den Werkstücken herausschmelzen. Besitzen die Werkstücke nur eine geringe Dicke, können diese dabei sogar durchbrechen. Haben Sie den Strom zu schwach eingestellt, verändert sich das Material hingegen nur oberflächlich und wird nicht gänzlich durchschmolzen. Die Verbindungen werden später instabil sein und die Werkstücke an der Naht leicht wieder auseinanderbrechen. Korrigieren Sie die Stromstärke an Ihrem Schweißgerät solange, bis Sie beim Schweißen eine leicht erhabene Schweißnaht erhalten.

Auch bei der Haltung des Schweißgeräts gilt es, einiges zu beachten. Ideal ist es, wenn Sie das Schweißgerät nicht einfach senkrecht auf die Naht richten, sondern „schleppend“ schweißen. Darunter ist zu verstehen, dass Sie das Schweißgerät ein wenig neigen und in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Schweißrichtung halten. Dadurch lässt sich der Strahl besser kontrollieren und die Schweißnaht präziser erstellen.

Ein kleiner Tipp: Beim Zünden des Schweißgeräts sollten Sie das Gerät bereits auf die gewünschte Stelle für die spätere Schweißnaht richten. So verhindern Sie, dass es zu Rissen oder Bindefehlern kommt. Beim Schweißen entstandene Fehler lassen sich hinterher kaum noch korrigieren.

Schritt 5: Werkstück nachbehandeln

Haben Sie die Schweißarbeiten abgeschlossen, lassen Sie die Naht abkühlen und gehen dann zur Nachbehandlung über. Die Nachbehandlung ist wichtig, damit die Werkstücke an der Nahtstelle keinen Rost ansetzen. Die Oxidation des Stahls während des Schweißens ist eine chemische Reaktion, die viele Nebenprodukte hervorrufen kann. Entfernen Sie in jedem Fall sämtliche während des Schweißens entstandene Schlacke, Schweißspritzer und andere Überreste.

Häufig ist es ausreichend, zu einer einfachen Handbürste zu greifen und damit die Schweißstelle gründlich abzubürsten. Wenn Sie die Optik der Schweißnaht verbessern möchten, können Sie die betreffende Stelle auch schleifen und dann polieren. Schleifpapier mit einer Körnung von etwa 200 sollte hierfür ausreichend sein. Die Anwendung von Strahlverfahren zum Beispiel mit Quarzsand ist ebenfalls möglich. In den meisten Fällen sollte eine solch relativ aufwendige Nachbehandlung jedoch nicht notwendig sein.

Dank unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung wissen Sie nun, wie man schweißen sollte. Wenn Sie noch über kein Schweißgerät verfügen, sollten Sie den passenden Kaufberater auf hagebau.de lesen.

Newsletter

Jetzt anmelden und 5,95 Euro Versandkosten-Gutschein sichern.

© hagebau.de 2016 – Online Baumarkt Shop