dcsimg
Hagebau.de verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.de nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos
3% Sofort-Rabatt
Mit Ihrer Partner-Card erhalten Sie 3%* Sofort-Rabatt auf jeden Online-Einkauf oder beim Einkauf in Ihrem hagebaumarkt.
* Tabakwaren, Zeitschriften, Bücher, Gutscheine, Pfand sowie Streckengeschäfte, Dienstleistungen und Palettenwaren sind nicht rabattfähig. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.
Lieferung ins Wohnzimmer
Ob Wohnzimmer, Terrasse oder Keller: Viele unserer großen und sperrigen Artikel liefern wir direkt an den gewünschten Ort.
Kauf auf Rechnung
Bestellen Sie heute und bezahlen Sie erst nach Erhalt der Ware (Bonität vorausgesetzt. Gilt nicht für Artikel zur Lieferung aus dem hagebaumarkt).
Versandkostenfrei in den Markt liefern
Sie sparen 5,95 € Versandkosten. Zuschläge für Spedition, 24-Std-Lieferung oder sonstige Dienste werden nicht übernommen.

Wie hobelt man richtig? Eine Anleitung Schritt für Schritt

Bei der Bearbeitung von Holz erzielen Sie mit keinem anderen Werkzeug als dem Hobel vergleichbar glatte Oberflächen. Dieses traditionelle Tischler-Werkzeug ist das perfekte Hilfsmittel, um die Kanten von Werkstücken präzise zu bearbeiten. Der Hobel ist unter anderem für folgende Tätigkeiten das ideale Werkzeug:

  • Kürzen von Türblättern
  • Anpassung einer Küchenarbeitsplatte an eine unebene Wand
  • Abnehmen von Leimüberständen
  • Verputzen von Zinkenverbindungen
  • Glätten von Holzoberflächen

Überall dort, wo Sie eine Oberfläche aus Holz glätten möchten oder Kanten anpassen und kürzen wollen, ist der Hobel das Werkzeug der Wahl.

Schritt 1: Hobel auswählen

Sie haben die Wahl zwischen einem Handhobel oder einem Elektrohobel. Handhobel bestehen aus Holz oder Metall und ermöglichen eine behutsame, präzise Bearbeitung des Holzes. Der Einsatz von Elektrohobeln ist besonders dann ratsam, wenn größere Flächen oder Harthölzer bearbeitet werden sollen. Leistungsstarke Modelle sparen viel Zeit und können komfortabel und ohne große Kraftanstrengung bedient werden. Auch wenn viel Holz abgetragen werden soll, ist die Arbeit mit einem Elektrohobel im Handumdrehen erledigt.

Wenn es doch der traditionelle, altbewährte Handhobel sein soll, stellt sich die Frage, ob man einem Holz- oder Metallmodell den Vorzug gibt. Technisch funktionieren beide Varianten gleich. An dem in den Hobelkörper eingelassenen Spandurchgang befindet sich das Hobeleisen, das die abgetragenen Späne nach oben leitet. Der Rest ist reine Muskelkraft. Ein Holzhobel liegt angenehmer in der Hand und seine Sohle schont beim Hobeln die Oberfläche des Materials. Ein Metallhobel dagegen ist nahezu unverwüstlich, es kommt auch bei häufigem Gebrauch kaum zu Verschleiß. Sinnvoll für den Möbelbau ist immer ein sogenannter Doppel-Hobel. Bei diesem für Tischler und Schreiner typischen Modell ist das Messer mit einem weiteren Messer, das als Klappe bezeichnet wird, verschraubt. Diese Klappe bricht den Span, Sie erzielen beim Hobeln eine noch glattere Oberfläche. Für Linkshänder sind Handhobel mit passend geformtem Horn erhältlich. Metallhobel dagegen können ohne Schwierigkeiten von Rechts- und Linkshändern benutzt werden.

Bei einem Elektrohobel wird das zu bearbeitende Material mithilfe rotierender Messerklingen abgetragen. Der Spanauswurf befindet sich auf der linken oder rechten Seite. Die verschiedenen verfügbaren Modelle unterscheiden sich in puncto Gewicht, maximaler Motorleistung und Drehzahl sowie der weiteren Ausstattung.

Hier geht's zum Sortiment "Elektrohobel"
Hier geht's zum Sortiment "Handhobel"

Schritt 2: Hobel vorbereiten

Um richtig zu hobeln, ist eine scharfe Klinge unerlässlich. Prüfen Sie die Schärfe des Hobels und tauschen Sie bei einem Handhobel bei Bedarf das Hobelmesser bzw. Hobelblatt aus. Auch ohne Benutzung kann ein Hobelmesser verschleißen. Neben Rost setzt der Klinge auch eine falsche Lagerung zu. Setzen Sie einen Handhobel nie auf der Klinge ab, legen Sie ihn immer auf die Seite, um das Messer zu schonen. Ein Handhobel aus Holz besteht grundsätzlich aus:

  • dem Hobelkasten
  • der Hobelsohle, die meist aus einer härteren Holzart als der Kasten besteht
  • dem Hobelmesser bzw. Hobelblatt
  • der sogenannten Klappe, die mit dem Hobelmesser verschraubt wird
  • dem Hobelmaul, in das das Messer eingesetzt wird
  • dem hölzernen Keil, der das Messer im Hobelkasten fixiert
  • dem Hobelhorn, mit dem Sie das Werkzeug beim Holz hobeln führen
  • dem Schlagknopf, um das Hobelmesser einzustellen oder ganz zu lösen

Um einen Doppelhobel mit einem neuen Messer auszustatten, montieren Sie zuerst die Klappe. Setzen Sie die Klappe quer auf das Hobelmesser und befestigen Sie die Schraube locker. Nun schieben Sie Klappe mit einem leichten Versatz über das Messer und fixieren Sie sie. Setzen Sie das Messer nun in das Hobelmaul ein und befestigen Sie es mit dem Holzkeil. Sie können leicht mit einem Hammer auf den Keil klopfen, um die nötige Stabilität zu erzielen. Prüfen Sie nun mit einem Blick auf die Hobelsohle, ob das Messer richtig sitzt. Durch einen leichten Schlag auf den Schlagknopf an der Rückseite des Hobels können Sie das Hobelmesser zurücktreiben, um feinere Späne vom Holz zu hobeln. Mit mehreren kräftigen Schlägen lösen Sie den Keil und das Hobelmesser komplett.

Bei einem Elektrohobel sollten Sie schon beim Kauf auf die Qualität der Messer achten und darauf, dass diese problemlos nachbestellt werden können.

Schritt 3: Das Werkstück einspannen

Damit Sie gezielt und präzise das Holz hobeln können, müssen Sie das zu bearbeitende Werkstück fixieren. Eine Hobelbank ist dazu gut geeignet. Hier können Sie das zu bearbeitende Teil sicher und in idealer Arbeitshöhe einspannen, um das Holz ergonomisch und präzise zu hobeln. Bei sehr großen Teilen wie einem Türblatt oder einer Küchenarbeitsplatte ist ein Helfer ideal, der das Werkstück auf den Böcken festhält. Um richtig zu hobeln, müssen Sie das Werkstück so fixieren, dass Sie gleichmäßige und lange Hobelzüge machen können.

Schritt 4: Wie hobelt man richtig?

Fassen Sie den Handhobel mit Ihrer „starken“ Hand hinten am Hobelkasten an. Das bedeutet, Rechtshänder, greifen mit der rechten Hand an den Kasten, um Holz zu hobeln. Linkshänder legen die linke Hand an den Kasten, um richtig zu hobeln. Die jeweils andere Hand greift an das Horn und dient dazu, das Werkzeug beim Hobeln zu führen.

Stellen Sie sich nun in leichter Schrittstellung neben das Werkstück. Nehmen Sie eine Position ein, die es Ihnen erlaubt, das Holz auf der gesamten Arbeitslänge mit gleichmäßigem Schwung und gleichbleibendem Druck zu bearbeiten. Benutzen Sie nicht nur die Arme, sondern nutzen Sie den gesamten Rumpf und setzen Sie Ihr Körpergewicht ein, um richtig zu hobeln. Richten Sie den Hobel leicht schräg zum Werkstück aus. So kann die Klinge leichter eindringen und der Schnitt wird gleichmäßiger. Heben Sie am Ende des Hobelzugs das Werkzeug komplett vom Untergrund ab, führen Sie es ohne das Holz zu berühren zurück und setzen Sie zum nächsten Hobelzug neu an.

Bei vielen Elektromodellen lässt sich die Höhe der Messer einstellen, sodass die Abtrageleistung reguliert werden kann. Für ein optimales Ergebnis ist es jedoch besser, wenn eine nicht zu große Spantiefe gewählt und der Hobelvorgang dafür mehrfach wiederholt wird. Elektrohobel sollten Sie nur mit eingeschaltetem Motor ansetzen und dabei eine Schutzbrille tragen. Wollen Sie den Hobelvorgang unterbrechen, sollten Sie beim Absetzen des Elektrohobels darauf achten, dass die Messerblätter nicht mehr rotieren – damit sich das Gerät nicht selbstständig machen kann.

Um richtig zu hobeln, sollten Sie immer an Folgendes denken:

  • Bearbeiten Sie Langholz beim Hobeln in Richtung der Fasern, sonst kann das Holz ausreißen.
  • Nehmen Sie lieber weniger dicke Späne ab und fahren Sie dafür mehrmals über die Oberfläche. Das Ergebnis ist feiner und glatter.
  • Möchten Sie Stirnholz hobeln, beenden Sie jeden Hobelzug spätestens nach zwei Dritteln der kompletten Arbeitslänge. Setzen Sie auch hier für jeden Zug den Hobel leicht schräg an. Durch das schrittweise Hobeln des Stirnholzes verhindern Sie Risse und Absplitterungen im Holz. Bearbeiten Sie zuerst den einen Teil und dann den Rest und gleichen Sie so die Fläche an. Als Faustregel gilt bei Stirnholz: Arbeiten Sie immer von der Außenkante in Richtung Kern.
  • Eine andere Möglichkeit, um Stirnholz richtig zu hobeln, ist anderes Holz zu opfern. Spannen Sie direkt hinter dem Werkstück ein weiteres Stück Holz ein. Dieses Holz stützt die Fasern des zu bearbeitenden Holzes und verhindert das Ausbrechen.

Prüfen Sie das Ergebnis mit einer Wasserwaage. So erkennen Sie genau, ob Sie saubere Hobelzüge gesetzt haben oder noch nachbessern müssen. Mit einem Anschlagwinkel können Sie überprüfen, ob die verschiedenen Seiten des Holzes perfekte Winkel von 90 Grad aufweisen.

Newsletter

Jetzt anmelden und 5,95 Euro Versandkosten-Gutschein sichern.

© hagebau.de 2016 – Online Baumarkt Shop