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Infrarotheizung

INFRAROTHEIZUNG IM ÜBERBLICK

Funktionsweise der Infrarotheizung

Wie der Name bereits sagt, arbeiten Infrarotheizungen mit Infrarotstrahlen. Dabei handelt es sich um ungefährliche, elektromagnetische Wellen. Infrarotstrahlen können in ihrer Wirkung mit Sonnenstrahlen verglichen werden.

Infrarotheizung vs. Konvektionsheizung

Anders als herkömmliche Heizungen (Konvektionsheizungen) erwärmen Infrarotheizungen nicht die Umgebungsluft. Sie geben durch Strahlung ihre Wärme zu gleichen Teilen an die im Raum befindlichen Körper, d.h. Wände, Möbel und Personen, ab. Diese wieder strahlen ihre aufgenommen Wärme an die Umgebungsluft ab.

Berechnung des Wärmebedarfs

Bei mittlerer Isolierung:

Wohnräume mit mindestens zwei Außenwänden: 80 Watt/m2

Wohnräume mit einer Außenwand: 60 Watt/m2, Badezimmer: 80 Watt/m2

Häuser neusten Baujahrs: 25-40 Watt/m2

BERECHNUNG DER HEIZKOSTEN

Bei Einsatz einer solarthermischen Anlage, können die Heizkosten um ca. 20% gesenkt werden.

Heizkosten Infrarotheizung Tabelle

Zugrunde gelegter durchschnittlicher Strompreis (2017) = 0,28 Cent/kWh*€

PLATZIERUNG

Die Platzierung kann an der Wand oder der Decke erfolgen

Vor- und Nachteile einer Infrarotheizung

VORTEILE

  • Raumklima

    Weniger trockene Luft und geringere Staubaufwirbelungen dank gleichmäßiger Temperaturen im gesamten Raum sorgen für ein gesundes Raumklima.

  • Effizienz

    Infrarotheizungen wandeln die zugeführte Energie fast vollständig in Wärme um.

  • Geringe Anschaffungskosten

    Die Anschaffungskosten von Infrarotheizungen sind relativ gering. Für einen Raum mit 20 m2 werden zwei Module à 600 Watt benötigt. Hier liegen die Kosten je nach Hersteller und Design insgesamt zwischen ca. 500 und 1.000 Euro. Infrarotheizungen können bei einer Umstellung ganz einfach sukzessive in einzelnen Räumen installiert und nachgerüstet werden.

  • Schimmelvorbeugung

    Durch gleichmäßiges Aufwärmen der Wände helfen Infrarotheizungen, Schimmelbildung vorzubeugen.

  • Wärmespeicher

    Infrarotheizungen wärmen vorrangig Wände und Gegenstände auf, nicht die Luft. Dadurch wird Wärme länger im Raum gespeichert.

  • Keine Zusatzkosten

    Bei Infrarotheizungen fallen keine weiteren Kosten für Wartungen oder Reparaturen an defekten Rohren an.

  • Kombination mit Photovoltaik

    Wer eine Solaranlage sein Eigen nennt, kann den darüber gewonnenen Strom für den Betrieb seiner Infrarotheizung verwenden und dadurch die Heizkosten senken.

  • Schnelle Installation und geringer Aufwand

    Infrarotheizungen lassen sich ohne großen Aufwand an Wand oder Decke installieren. Aufgrund ihrer flachen Bauart nehmen sie dort wenig Platz ein.

NACHTEILE

  • Stromkosten

    Bei Einsatz von Infrarotheizungen in vielen Räumen kann die Stromkosten in die Höhe treiben. Mit einer negativen Entwicklung des Strompreises steigen die Kosten für den Betrieb einer Infrarotheizung weiter an.

  • Gute Dämmung Voraussetzung

    Eine schlechte Dämmung, wie sie z.B. in Altbauten anzutreffen ist, treibt die Stromkosten für Infrarotheizungen in die Höhe.

  • Keine Warmwasseraufbereitung

    Infrarotheizungen dienen ausschließlich dem Aufwärmen von Räumen. Die Warmwasseraufbereitung kann nicht über sie erfolgen.

  • Nicht für große Räume geeignet

    Je größer der Raum, desto höher muss die Heizleistung sein. Dafür müssen mehrere Geräte angeschafft werden, die Strompreise sind entsprechend hoch.

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Infrarotheizung: Funktionsweise im Überblick

Konventionelle Heizsysteme wie Zentralheizungen funktionieren als Konvektionsheizung. Ein Heizkörper erwärmt die Luft im Raum, die dann ihrerseits Wände und Einrichtungsgegenstände erwärmt. Die Funktionsweise der Infrarotheizung folgt einem anderen Prinzip. Die Heizung gibt Infrarotstrahlung ab, die wiederum Wände, Einrichtung und Menschen im Raum erwärmen. Eine Infrarotheizung erwärmt nicht die Luft. Die Raumtemperatur steigt über die indirekte Erwärmung der Luft durch die Wärme aus Wänden, Boden und Einrichtung. Die Funktionsweise einer Infrarotheizung lässt sich mit der Sonnenstrahlung vergleichen. Da die Infrarotstrahlung direkt auf dem Körper als angenehme Wärme empfunden wird, fühlen Sie sich auch in einem Raum mit niedrigerer Lufttemperatur wohl.

Die Heizkosten mit Infrarotheizung

Eine Infrarotheizung nutzt elektrischen Strom als Energiequelle. Deshalb entsprechen die Heizkosten einer Infrarotheizung den Stromkosten. Um die Heizkosten einer Infrarotheizung zu kalkulieren, benötigen Sie Informationen über den aktuellen Strompreis sowie über die erforderliche Leistung der Heizelemente. Als Faustformel gilt: In Räumen mit mittlerer Dämmung und zwei Außenwänden benötigen Sie eine Heizleistung von rund 80 Watt pro Quadratmeter, das gilt auch für Badezimmer mit nur einer Außenwand. Ist im Wohnraum nur eine Außenwand vorhanden, reduziert sich der Leistungsbedarf pro Quadratmeter um 20 Watt. Moderne Immobilien neuster Bauart erfordern zwischen 20 und 45 Watt pro Quadratmeter. Mit einer Photovoltaikanlage können Sie die Stromkosten und damit die Heizkosten der Infrarotheizung im Schnitt um 20 % senken.

Die Infrarotheizung: Vorteile und Nachteile

Eine moderne Infrarotheizung bietet Vorteile im Vergleich zur klassischen Konvektionsheizung. Die geringen Anschaffungskosten, die einfache Installation, die Wartungsfreiheit sowie die hohe Energieeffizienz sprechen für diese Heiztechnik. Weitere Vorteile bietet die Infrarotheizung durch das angenehme Raumklima. Die Infrarotwärme erwärmt Wände und Einrichtung – das sorgt für eine angenehme Luftfeuchtigkeit und wenig Luftzirkulation, die Staub aufwirbelt. Die warmen Wände unterstützen die Vermeidung von Schimmelbefall. Doch auch die Nachteile sollten nicht verschwiegen werden: Die Stromkosten bestimmen die Heizkosten. Steigen die Preise für Strom, steigen die Heizkosten. Deshalb ist die Infrarotheizung nur für gut bis sehr gut gedämmte Räume zu empfehlen. Ein weiterer Nachteil liegt in der fehlenden Warmwasseraufbereitung. Außerdem ist diese Technik nicht für sehr große Räume geeignet. Hier sind mehrere Infrarotheizungen erforderlich, die die Stromkosten entsprechend erhöhen. Gezielt eingesetzt spielt die Infrarotheizung jedoch ihre Stärken aus.