Hagebau.de verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.de nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Indirekte Beleuchtung – stellen Sie Ihr Licht ruhig unter den Scheffel!

Licht wirkt sich auf unsere Stimmung aus. Dieser Effekt lässt sich gezielt nutzen, um Räume wohnlicher zu machen und eine gewünschte Atmosphäre zu erzeugen. Der Schlüssel dazu: die richtige Beleuchtung. Als besonders angenehm empfinden viele Menschen eine indirekte Beleuchtung, vor allem in Wohnräumen. Doch welche Eigenschaften zeichnen diese aus, was macht sie so angenehm und mit welchen Leuchtmitteln erzielen Sie den gewünschten Effekt?

Hier geht's zum Sortiment "Wandleuchte & Aufsatzleuchte" Mann schließt Glühbirne an

Indirekte Beleuchtung und direkte Beleuchtung – die Unterschiede

Der zentrale Unterschied zwischen direkter und indirekter Beleuchtung lässt sich vom jeweiligen Namen herleiten:

  • Direkte Beleuchtung: Eine direkte Beleuchtung liegt dann vor, wenn Lampen einen Gegenstand direkt anleuchten. Das ist zum Beispiel bei herkömmlichen Decken- oder Hängelampen der Fall. Von diesen strahlt Licht direkt auf einen bestimmten Bereich im Raum ab. Wie groß dieser Bereich ist, hängt von der Lampe und ihrem Ort ab. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Hängelampe, die den Esszimmertisch erleuchtet.
  • Indirekte Beleuchtung: Im Gegensatz dazu nimmt das Licht bei indirekter Beleuchtung einen Umweg. Es fällt nicht direkt auf Objekte, sondern wird vorher von einer Wand oder dem Boden reflektiert. Oft ist die Lichtquelle verborgen, zum Beispiel hinter einer Blende. Übrig bleiben in vielen Fällen nur rund 20 Prozent der ursprünglichen Lichtmenge.

Beide Formen der Beleuchtung unterscheiden sich nicht nur in der Technik, sondern auch in der Wirkung. Wer um diese Wirkung weiß, hat die Möglichkeit, direkte und indirekte Beleuchtung gezielt einzusetzen und/oder miteinander zu kombinieren.

Wie wirkt indirekte Beleuchtung?

Indirekte Beleuchtung assoziieren die meisten Menschen mit einem sanften und behaglichen Licht. Das liegt an der breiten Streuung, die starken Kontrasten vorbeugt. Das Ergebnis ist eine blendfreie und „weiche“ Beleuchtung, in der die Augen zur Ruhe kommen. Außerdem eignet sich indirekte Beleuchtung sehr gut, um Räume gleichmäßig und dekorativ auszuleuchten.

Allerdings stößt indirekte Beleuchtung allein in vielen Situationen an ihre Grenzen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie lesen möchten. Und auch zum Arbeiten ist indirektes Licht wegen seines diffusen Charakters nur bedingt geeignet. In dieser Situation ist eine direkte Beleuchtung – zumindest als Ergänzung – notwendig. Außerdem lassen sich mit direktem Licht besser einzelne Strukturen in Räumen unterstreichen. Schließlich macht indirektes Licht allein auf Dauer müde. Im Schlafzimmer mag das durchaus erwünscht sein, im Wohnzimmer oder in der Küche ist dieser Effekt eher nachteilig.

Wie kann man indirekte und direkte Beleuchtung sinnvoll kombinieren?

Generell erzielen Sie die besten Effekte, wenn Sie indirekte und direkte Beleuchtung miteinander kombinieren. Auf diese Art nutzen Sie die Vorteile beider Beleuchtungsarten optimal aus und sorgen für einen stimmigen Gesamteindruck.

Stehlampe in Leseecke

Das gelingt, indem Sie indirekte Beleuchtung für eine Grundbeleuchtung in Wohnräumen wie Wohnzimmer, Küche und Esszimmer verwenden und durch Formen direkter Beleuchtung ergänzen. Der Effekt: Die indirekte Beleuchtung verleiht den betreffenden Räumen einen behaglichen Charakter und sorgt für eine sanfte und gemütliche Grundhelligkeit. Gleichzeitig gibt Ihnen direktes Licht die Möglichkeit, zu lesen oder zu arbeiten, und beugt Ermüdungserscheinungen durch zu viel diffuses Licht vor.

Als Arbeitsleuchten eignen sich Strahler und Stehlampen gut. Zusätzlich können Sie mit direkter Beleuchtung Akzente setzen und einzelne Gegenstände wie Möbel in den Fokus rücken. Das schafft Abwechslung und ermöglicht es, verschiedene Stimmungen zu erzeugen oder den Blick von Besuchern auf ausgewählte Einrichtungsgegenstände zu lenken.

Checkliste: Zusammengefasst bietet sich für eine gelungene Beleuchtung von Wohnräumen die Kombination von drei Beleuchtungsformen an.

  • Hintergrundbeleuchtung: Hier ist indirektes Licht gut geeignet, zum Beispiel in Form eines Deckenstrahlers. Von einer Hintergrundbeleuchtung, die ganze Räume ausleuchtet, unterscheidet man die sogenannte Zonenbeleuchtung. Diese erhellt einzelne Zonen beziehungsweise Bereiche in Räumen.
  • Arbeitsbeleuchtung: Zielgerichtete Leuchten erleichtern das Arbeiten an ausgewählten Orten im Arbeitszimmer oder in der Küche. Sie schaffen außerdem gute Voraussetzungen für das Lesen. Für eine Arbeitsbeleuchtung greifen Sie am besten zu direkter Beleuchtung.
  • Akzentlicht: Mit punktuellem Licht heben Sie Details hervor, schaffen Struktur und spielen mit Licht und Schatten. Auch für Akzentlicht ist direkte Beleuchtung in vielen Fällen ideal. Allerdings haben Sie auch die Möglichkeit, Objekte wie Möbel mit LED-Lichtleisten und indirektem Licht in Szene zu setzen. So entsteht beispielsweise der Eindruck, eine Kommode würde über dem Boden schweben.

Manchmal geht Probieren über Studieren. Möchten Sie mit einer Kombination aus indirekter und direkter Beleuchtung optimale Ergebnisse erzielen, experimentieren Sie mit verschiedenen Varianten.

Diese Leuchtmittel eignen sich für indirekte Beleuchtung

Leuchtmittel für indirekte Beleuchtung gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Besonders bekannt sind Deckenfluter. Wie der Name bereits andeutet, strahlen diese die Decke an. Von dort wird das Licht auf den Rest des Raumes zurückgeworfen. Je nachdem, wo Deckenfluter stehen und wie groß sie sind, eignen sie sich für eine komplette Hintergrund- oder Zonenbeleuchtung. Faszinierende Möglichkeiten bei der Beleuchtung eröffnen LED-Stripes. Diese lassen sich an den verschiedensten Orten anbringen, zum Beispiel unten an Möbeln oder auch an der Wand als Eck- oder Zierleiste. Sogar in Fußleisten lassen sich LEDs verbauen.

Außerdem erhalten Sie Wandleuchten für indirekte Beleuchtung. Oft handelt es sich dabei um Leuchtmittel, die sich hinter einer Sichtblende befinden. In Nischen versteckte Lichtquellen sorgen ebenfalls für indirektes Licht. LEDs bringen in allen diesen Fällen Vorteile gegenüber anderen Leuchtmitteln mit. Dazu gehört, dass sie Strom sparen, langlebig sind und keine Wärme erzeugen.

Sieben Tipps für den Einsatz indirekter Beleuchtung

Indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer

Indirekte Beleuchtung eröffnet tolle Möglichkeiten bei der Wohnraumgestaltung. Am besten gelingt das, wenn Sie bei der Verwendung einige Tipps berücksichtigen.

  1. Indirekte Beleuchtung allein ist oft auf Dauer nicht geeignet. Kombinieren Sie sie deshalb möglichst mit Formen direkter Beleuchtung.
  2. Experimentieren Sie mit verschiedenen Leuchten wie Deckenstrahlern, LED-Stripes oder Wandlampen.
  3. Berücksichtigen Sie, dass Sie für Deckenfluter und ähnlich gestaltete Lampen Reflexionsflächen brauchen. Diese erfüllen ihre Funktion auch nur dann, wenn sie sich in ausreichender Nähe zur jeweiligen Leuchte befinden. Bei sehr hohen Räumen stoßen Deckenfluter oft an ihre Grenzen.
  4. Indirektes Licht lässt sich auch mit herkömmlichen Lampen erzeugen, indem Sie diese beispielsweise in eine Nische oder hinter eine Deckenabhängung stellen.
  5. Nutzen Sie die Vorteile von indirekter Beleuchtung auch im Außenbereich, zum Beispiel durch Leuchten an Außenwänden.
  6. Ob bei direkter oder indirekter Beleuchtung, die eingesetzten Leuchtmittel beeinflussen die Wirkung von Lampen.
  7. Schaffen Sie die Möglichkeit, direktes Licht zuzuschalten. Auf diese Art profitieren Sie bei einem gemütlichen Nickerchen von einer indirekten Beleuchtung und schalten beim Lesen oder Arbeiten direktes Licht zu.

Tipp:

Mittlerweile erhalten Sie bereits Lampen, die wahlweise direktes oder indirektes Licht abgeben. Ein gutes Beispiel dafür sind Hängelampen, die entweder nach unten oder nach oben an die Decke abstrahlen.

Indirekte Beleuchtung entdecken