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Die richtige Lichtfarbe für jeden Raum und Zweck

Das menschliche Auge nimmt das Licht in verschiedenen Farben wahr, und zwar unabhängig davon, ob es sich um natürliches Licht oder Kunstlicht handelt. Vergleichen Sie nur einmal den Unterschied der sehr hellen natürlichen Lichtfarbe zur Mittagszeit an einem sonnigen Tag mit dem warmen rötlichen Licht des Sonnenuntergangs. Dann wird sehr schnell deutlich, wie sich die Lichtfarben unterscheiden können.

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Welche Lichtfarben gibt es?

Grundsätzlich kann künstliches Licht alle beliebigen Farben annehmen. Die traditionellen Glühlampen wurden zu diesem Zweck meist mit einem farblichen Belag versehen. In großen Beleuchtungsanlagen kommen farbige Scheiben zum Einsatz, die vor einen Strahler oder Scheinwerfer gesteckt werden.

In diesem Ratgeber geht es jedoch um die verschiedenen Spektralfarben des weißen Lichts. In diesem Zusammenhang wurde die Wirkung des Lichts einer Glühlampe durch klares oder milchiges Glas des Glühkörpers erzielt. Glühlampen mit einer silbernen Beschichtung an der Oberseite erzeugen nochmals ein anderes Licht. Da Glühlampen das Licht als glühender Körper erzeugen, hat ihr Licht ein kontinuierliches Spektrum. Das Licht von Leuchtstofflampen variiert in Abhängigkeit der verwendeten Leuchtstoffe und Beschichtungen auf den Innenseiten. Es kann daher eher gelblich, bläulich oder weiß erscheinen. Einen neuen Aspekt bringt die Entwicklung des LED-Lichts mit sich, denn die spezielle Technik der Leuchtdioden unterscheidet sich grundlegend von anderen Lichtarten und bietet zudem vielfältige Möglichkeiten. Die modernen Energiesparlampen in Form von LED-Lampen und erzeugen grundsätzlich die drei Lichtfarben.

  • Warmweiß
  • Neutralweiß
  • Tageslichtweiß oder Kaltweiß

Seltener sind das extrem helle Sky White und weißes Licht mit einem warmen Goldton. Eine Glühlampe hingegen erzeugt ausschließlich warmweißes Licht.

Lichtfarben

Warum gibt es unterschiedliche Lichtfarben?

Die Farbe des Lichts ist abhängig von der Farbtemperatur. Dabei handelt es sich nicht um eine Temperatur, die in Grad Celsius gemessen wird, sondern um ein Maß der Wahrnehmung. Blaues Licht gilt grundsätzlich als sehr kalt, während das menschliche Auge gelbes oder orangenes Licht als warm wahrnimmt. Beispiele in der Natur für verschiedene Lichtfarben finden Sie am Himmel. Sehr heiße Sterne leuchten am Nachthimmel in einem bläulichen Weißton, während die Sonne meist als gelbes Licht erscheint. Sie tendiert in der Mittagszeit eher zu einem sehr weißen Farbton sowie am Morgen und am Abend gegen Orange.

Je kühler eine Beleuchtung erscheint, desto höher ist die Temperatur der Lichtfarbe. Hohe Farbtemperaturen erscheinen bläulich und kühl, neutrale eher weiß und niedrige Farbtemperaturen wirken eher gelb und damit warm. Je wärmer die Sonne also wird, desto kühler wird ihre Lichtfarbe und Lichttemperatur. Um die Farbe kategorisieren zu können, ist ein Vergleichswert notwendig. Dieser Wert ist das Kelvin, das Maß für die Lichtfarbe.

Was ist ein Kelvin?

Namensgeber des Kelvin ist der britische Lord Kelvin, ein bedeutender Physiker mit bürgerlichem Namen William Thomson. Er führte Mitte des 19. Jahrhunderts die thermodynamische Temperaturskala ein. Die Werte dieser Skala wurden 1968 als SI-Basiseinheit für die Lichttemperatur und Lichtfarbe festgelegt. Zur Entwicklung der Skala nutzte er den Zustand des Wassers, in dem es sich in seinem thermodynamischen Gleichgewicht befindet und somit Eis, Flüssigkeit und Dampf gleichermaßen und ohne Veränderung des Mengenverhältnisses ist. Unter einem Druck von 6 Millibar entsteht dieser sogenannte Tripelpunkt bei genau 273,16 Kelvin und entspricht etwa 0,01 °C. Daraus ergibt sich das Kelvin als fester rechnerischer Anteil der thermodynamischen Temperatur des Wassers an seinem Tripelpunkt.

Die Lichtfarbe verschiedener Lichtquellen

Deckenleuchte kaltweiß

Nach der Kelvin-Skala ergeben sich für verschiedene Lichtquellen folgende Werte:

  1. Farbe des blauen Himmels direkt nach dem Sonnenuntergang oder vor dem Sonnenaufgang: 9.000 bis 12.000 Kelvin
  2. Mittagssonne: 5.500 bis 5.800 Kelvin
  3. Vormittags- und Nachmittagssonne: 5.500 Kelvin
  4. Morgen- oder Abendsonne: 5.000 Kelvin
  5. Licht einer Xenon-Lampe: 4.500 bis 5.000 Kelvin
  6. Neutralweiße Leuchtstofflampe: 4.000 Kelvin
  7. Niedervolt-Halogenlampe: 3.000 bis 3.200 Kelvin
  8. Hochvolt-Halogenlampe: 2.700 bis 2.800 Kelvin
  9. 60 Watt starke Glühlampe: 2.700 Kelvin
  10. Kerzenlicht: 1.500 Kelvin

Das Licht einer LED suchen Sie in dieser Tabelle vergebens, weil es beinahe alle Lichtfarben annehmen kann. Die Temperaturen der weißen Lichtfarben von Leuchtstoff- und LED-Energiesparlampen sind folgenden Produktbezeichnungen zugeordnet:

  • Warmweiß: 2.700 bis 3.200 Kelvin
  • Neutralweiß: 4.000 bis 5.000 Kelvin
  • Tageslicht- oder Kaltweiß: 5.000 bis 6.500 Kelvin

Zur Beschreibung der Lichtfarbe dienen neben der Farbtemperatur weitere Aspekte wie

  • die Lichtart
  • der Farbwiedergabeindex
  • der Farbort innerhalb eines Farbendreiecks
  • ein Farbname

Dabei kommt insbesondere dem Farbwiedergabeindex eine große Bedeutung zu. Er wird zusammen mit dem Wert in Kelvin auf den Verpackungen von Lampen angegeben. Während das Licht von Lampen mit verschiedenen Farbwiedergaben vor einem weißen Hintergrund gleich erscheint, können farbige Oberflächen unterschiedlich erscheinen. Die beste Farbwiedergabe bietet warmweißes Licht.

Lichtkörbe

Welche Wirkung hat die Lichtfarbe auf den Menschen?

Die Farbwiedergabe einer Beleuchtung beeinflusst ebenso wie die Intensität des Lichts die menschliche Psyche und eignet sich daher, um Stimmungen und Leistungen zu beeinflussen. Warmes Licht erzeugt eine gemütliche Atmosphäre und fördert die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Daher ermüden die meisten Menschen bei Dunkelheit schneller als bei heller Beleuchtung. Helles Licht mit einer kühlen Lichtfarbe hingegen trägt zur Verringerung des Melatoninwerts im Blut bei. Aus diesem Grund steigert helles Licht mit kühlen Lichtfarben die Leistungsfähigkeit. Damit folgt die Hormonbildung des Menschen der natürlichen Lichtentwicklung. In Bereichen ohne Tageslichtzugang wie in Fabrikhallen, Laboratorien und anderen Bereichen eignet sich die Auswahl der Leuchtmittel zur Simulation des natürlichen Lichts und wirkt sich so ebenfalls auf die Hormonbildung und Leistungsfähigkeit aus.

Wie sollten welche Räume beleuchtet sein?

Aufgrund der unterschiedlichen Wirkung der Lichtfarben auf die menschliche Psyche bieten sich für Räumlichkeiten unterschiedliche Beleuchtungen an.

Raum/Anlass Erfordernis Lichtfarbe Weitere Aspekte
Gewerblicher Arbeitsplatz Helles Licht/Aufmerksamkeit 5.000 K Neutralweiß/Tageslicht
Nachtarbeit Leistungsfähigkeit/Aufmerksamkeit 5.000-6.000 K Tageslicht
Büro Konzentrationsfähigkeit 4.000 K Mix aus Neutralweiß und Warmweiß
Küche Helles Licht 5.000 K Neutralweiß
Bad Helles Licht 5.000 K Neutralweiß
Medizinbereich Optimale Farbwiedergabe 4.000-5.000 K Neutralweiß
Schlafräume Gemütlichkeit 3.000 K Warmweiß
Wohnbereich Gemütlichkeit, zur Abwechslung Helligkeit 3.000-5.000 K Zonales Licht mit Tisch- und Stehleuchten zum Lesen, Handarbeiten / warmweiße Akzente

In einigen Bereichen ist es vorteilhaft, die Lichtfarbe im Laufe des Tages zu verändern. In Großraumbüros kann es beispielsweise vorteilhaft sein, das Kunstlicht der natürlichen Lichtentwicklung anzupassen. Dimmbare Strahler und Lampen sind daher eine gute Lösung. Einige Beleuchtungsanlagen ermöglichen es, den Weißton zwischen Werten von 2.700 Kelvin und 6.500 Kelvin zu wählen. Insbesondere die LED-Technik bietet dazu innovative Techniken.

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