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Smart-Home-Vorteile: Das steckt hinter der intelligenten Technologie für Ihr Zuhause

Eine Heizung, die erkennt, ob die Bewohner zu Hause sind und die Temperatur automatisch regelt. Sensoren, die erkennen, ob sich Einbrecher an Fenstern und Türen zu schaffen machen und die Alarmfunktion des Rauchmelders nutzen. Technologien wie diese haben das Smart Home bekannt gemacht. Was bis vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik war, ist in vielen Häusern heute Standard. Doch bietet Smart Home tatsächlich Vorteile – und wo liegen die Risiken im vernetzten Haus? Unser Ratgeber liefert Ihnen Antworten auf wichtige Fragen zum intelligenten Haus.

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Was kann ich im Smart Home steuern?

smarthome wifi

Im Smart Home lassen sich zahlreiche Komponenten miteinander vernetzen und zentral über eine App steuern. Zudem kommunizieren die Geräte auch untereinander. Im Zentrum eines intelligenten Hauses steht ein Server, an den alle Elemente angeschlossen sind. Zu diesen zählen:

  • Heizungsanlage
  • Beleuchtung
  • Alarmanlage
  • Bewegungsmelder im Außen- und Innenbereich
  • Rollläden und Jalousien
  • Klimaanlage
  • Türen und Fenster
  • Waschmaschine
  • TV-Gerät
  • Hi-Fi-Anlage

So lassen sich nahezu alle Technologien im Haus zentral vernetzen – und das bietet zahlreiche Vorteile, sowohl in Sachen Sicherheit als auch in Bezug auf den Wohnkomfort.

Wie funktioniert das vernetzte Haus in der Praxis?

Im Sommer bleibt die Heizung aus, im Winter ist sie unverzichtbar – und dazwischen liegen Perioden, in denen sie mal gebraucht wird und mal nicht. In der Nacht und wenn niemand zu Hause ist, kann sie ebenfalls heruntergeschaltet werden. Wer das nicht manuell erledigen möchte, investiert in eine smarte Heizungssteuerung. Sie arbeitet

  • mit Thermostaten, die die Heizungstemperatur regeln
  • mit Sensoren, die messen, ob Fenster und Türen geöffnet sind
  • mit Bewegungsmeldern, die registrieren, ob sich jemand im Raum befindet

So regelt sich die Heizung automatisch. Der Nutzer kann über eine App auf dem Smartphone eingreifen und beispielsweise kurz vor Feierabend die Heizung hochdrehen oder bei Abwesenheit herunterregeln.

Tipp:

Die Hersteller smarter Heizungstechnik versprechen Kosteneinsparungen von mindestens 30 Prozent jährlich. Der Anschaffungspreis für eine intelligente Heizungssteuerung hat sich damit schnell amortisiert. Inzwischen lassen sich nahezu alle modernen Heizungsanlagen mit smarter Technik nachrüsten.

Wie sorgt das Smart Home für mehr Sicherheit?

Die Sensoren in Türen und Fenstern, die von der Heizung genutzt werden, können noch mehr: Sie lassen sich beispielsweise mit dem Brandmelder verbinden und nutzen seinen Alarm, wenn sie Erschütterungen oder Glasbruch registrieren. Über eine App kann der Hausbewohner selbst aus der Ferne sehen, ob die Fenster geöffnet sind, und diese per Klick schließen. Eine Eingangstür, die mit einem intelligenten Schloss ausgestattet ist, kann mittels Kamera überwacht werden, sodass jederzeit einsehbar ist, wer vor der Tür steht. Diese öffnet sich automatisch, sobald autorisierte Personen davor stehen, oder kann über eine App geöffnet werden.

Ist eine Smart-Home-Nachrüstung möglich?

Lösungen wie diese können heutzutage vergleichsweise einfach nachgerüstet werden. Der Kern einer solchen Smart-Home-Lösung sind Funksender, die im Nahbereich senden und empfangen oder das vorhandene Stromnetz als Datenleitung nutzen. Geräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen sind heute in vielen Fällen bereits mit smarten Funktionen, WLAN-Anschluss und Sensoren ausgestattet. Auch sie können nachträglich smart werden: Smarthome Steuerung mit HandySensoren am Kühlschrank oder an der Waschmaschine senden dann Statusmeldungen an den Nutzer, etwa wenn die Temperatur im Kühlschrank zu hoch oder die Waschmaschine fertig ist.

Welche Risiken birgt das Smart Home?

Das Smart Home bietet Bequemlichkeit, erhöht die Sicherheit und spart Geld – auf den ersten Blick sind das jede Menge Vorteile. Allerdings birgt die vollständige Vernetzung auch Risiken. Wo Sie Zugriff auf die gesamte Haustechnik haben, kann dies nämlich Hackern ebenso gelingen. Das ist bei einem Einblick in smarte Kühlschränke oder Waschmaschinen verschmerzbar – und ein eher unwahrscheinliches Szenario. Ganz anders sieht es jedoch bei Tür- und Fenster-Systemen aus. Werden diese angegriffen, stehen Einbrechern im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor offen. Idealerweise sichern Sie Ihr Smart Home daher mit einer externen Firewall, die den Hauptserver vor Angriffen schützt.

Welche Sicherheitsstandards sollte ich beachten?

Eine Schwachstelle im Smart Home ist es auch, wenn die Geräte unterschiedliche Standards verwenden. Diese Standards gibt es heute:

  • WLAN
  • Funk
  • Stromleitung als Datenleitung
  • Bluetooth

Kommuniziert ein Gerät per WLAN, das nächste via Funk, nutzt das dritte die Stromleitung und das vierte Bluetooth? Dann kann kein hausübergreifendes Netzwerk entstehen. Die gute Nachricht: Viele Hersteller haben das Problem erkannt, machen ihre Geräte untereinander kompatibel oder schließen sich in Verbänden zu einer Marke zusammen. Die einzelnen Elemente müssen dann nicht mehr unbedingt von einem Hersteller stammen. Hauptsache, sie nutzen dieselben Standards.

smart watch am Handgelenk

Was sind die Kosten und Nutzen von Smart Home?

Die Anschaffung von smarten Lösungen für das Haus geht zunächst einmal ins Geld. Allerdings sind die Ausgaben mittlerweile durchaus überschaubar. Einsteigersets gibt es bereits für wenige Hundert Euro. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt – je nachdem, wie viel Sie vernetzen möchten. Genügt es Ihnen, das Licht via App zu steuern, oder soll das gesamte Grundstück mit Sensoren und Bewegungsmeldern ausgestattet werden? Ist Ihnen vor allem die Überwachung des Eingangsbereichs per Video wichtig oder sollen gleich die Türen und Fenster mit dieser verbunden werden? Auch die Art der Vernetzung spielt eine Rolle: Kabelbasierte Systeme kosten mehr als solche, die mit Funkstandards arbeiten, und erfordern in der Installation mehr Aufwand. Sie sind vor allem im Neubau empfehlenswert oder dann, wenn Sie ohnehin eine Renovierung planen.

Smart-Home-Möglichkeiten: Was erwartet uns in Zukunft?

Heizung, Rollläden und Beleuchtung werden schon heute smart gesteuert. Noch erfolgt das automatisch oder über eine App. In Zukunft könnte der Fernseher die Rolle der Steuerungszentrale übernehmen. Die Idee dahinter: Der Fernseher ist eines der am häufigsten genutzten Geräte und hängt daher in der Regel dauerhaft am Strom – wie es für die zentrale Steuerung eines Smart Home notwendig ist. Diese wird in der Zukunft weiter verbessert, etwa mit Sprach- und Gestensteuerung. Dann werden Jalousien mit einem Wink heruntergelassen oder das Licht wird per Sprachbefehl gedimmt.

Gibt es bereits solche Smart-Home-Lösungen?

In der Tat: Sie heißen Alexa oder Siri und werden schon heute in Smart-Home-Systeme eingebunden. In Zukunft können sie uns beim Verlassen des Hauses Tipps für die richtige wetterabhängige Kleidung geben oder uns daran erinnern, dass im Schlafzimmer noch ein Fenster geöffnet ist – das sich dann via App schließen lässt. Die Smart-Home-Möglichkeiten sind schier unendlich und sie machen das Haus sicherer und den Wohnkomfort höher – und das bei überschaubaren Kosten und, sofern das smarte Zuhause zusätzlich abgesichert ist, mit nur geringem Risiko.

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