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Alles rund um das Rührgerät – Wissenswertes und Tipps

Sie möchten eine Mauer verfugen oder Ausbesserungsarbeiten in der Küche oder im Keller an den verkachelten Wänden vornehmen? Mit dem Rührgerät mischen Sie Gips, Mörtel oder Ihren Fliesenkleber an. Für jede Anwendung finden Sie das passende Modell. Wie Sie bei der Auswahl vorgehen, erfahren Sie hier.


Hier geht's zum Sortiment "Rührgeräte"

Wofür brauche ich ein Rührgerät?

Rührgerät

Das Rührgerät gehört zu den unverzichtbaren Werkzeugen auf der Baustelle und bei vielen Heimwerkertätigkeiten. Ein elektrischer Rührer ist gerade dann eine wertvolle Hilfe, wenn Sie große Massen verarbeiten müssen. Die Arbeit verrichtet bei dieser Maschine ein Rührquirl, den ein Motor antreibt. Sie müssen keine körperliche Arbeit verrichten.

Das Rührgerät benötigen Sie für Malerarbeiten für das Anrühren von Wandfarben ebenso wie auf der Baustelle, wenn Sie Beton anmischen möchten. Neben der höheren Arbeitsgeschwindigkeit und der Motorunterstützung besteht noch ein weiterer entscheidender Vorteil: Das Ergebnis mit der Maschine ist viel homogener als mit der Hand.

Welche Baustoffe lassen sich anrühren?

Das Rührgerät eignet sich für die Verarbeitung der folgenden Materialien:

  • Gips
  • Mörtel
  • Tapetenkleister
  • Fliesenkleber
  • Wandfarbe aus Pulver
  • Beton
  • Farben und Lacke
  • Grundierungen

Welche Modelle gibt es?

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Produkten:

Rührgerät Baustelle

Betonrührgerät

Die Betonrührgeräte zeichnen sich durch ihren leistungsstarken Motor aus. Selbst Beton oder einen zähen Kleber mischen Sie damit mühelos an. Gerade Beton mit seinem Kieselanteil und grober Körnung ruft nach einem starken Motor. Die Geräte sind deshalb aber auch größer und schwerer.

Die Betonrührgeräte sind mit stabilen Griffen ausgestattet, damit Sie das Werkzeug stets sicher in der Hand halten. Diese Maschinen eignen sich hervorragend für den fordernden Einsatz auf der Baustelle.

Um Beton zu erhalten, berücksichtigen Sie folgende Mischungsverhältnisse:

  • 4 Teile Kies mit Sand und 1 Teil Zement
  • 1 Teil Wasser auf 2 Teile Zement

Achten Sie darauf, dass Sie etwa zwei Drittel der benötigten Wassermenge zuerst in den Mischer geben, bevor Sie Kies und Zement einfüllen. Das restliche Wasser füllen Sie dann nach.

Sie halten das Anmischen von Beton für besonders anspruchsvoll? Die praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung beweist Ihnen das Gegenteil. Sie zeigt Ihnen, wie Sie schnell zu einer perfekten Konsistenz gelangen.

Kann ich mit dem Betonrührgerät auch Farben anmischen?

Die Investition in das das Betonrührgerät lohnt sich auch für Arbeiten mit Farben. Sie benötigen nur einen passenden Aufsatz.

Farbrührwerk

Mischgerät Eimer

Wenn Sie kleinere Mengen anrühren möchten und das Material nicht zu zäh ist, eignet sich das in der Anschaffung günstigere Farbrührwerk. Der Name verrät es bereits: Bei Arbeiten mit Farben ist dieses Rührgerät die richtige Wahl. Damit mischen Sie Farben verschiedener Konsistenz im Farbeimer an.

Zu den typischen Merkmalen gehören ein geringes Gewicht der Maschine und ein Motor mit eher niedriger Leistung. Das handliche Gerät ist ideal für den Transport geeignet. Das Farbrührwerk ist die bewährte Wahl der Heimwerker.

Wie funktioniert ein Mischgerät?

Die konkrete Funktionsweise hängt vom Gerätetyp ab. Bei einem klassischen Rührwerk geben Sie verschiedene Materialien in einen Eimer, halten das Werkzeug an beiden Griffen fest und tauchen den Rührquirl von oben in den Eimer.

Für die Rotation des Rührquirls ist ein Elektromotor zuständig. Tatsächlich ähnelt die Bauweise der Rührwerke jener der Bohrmaschinen. Da die zu verarbeitenden Massen häufig sehr zäh sind, weisen die Mischgeräte eine hohe Motorleistung auf.

Hier geht's zum Sortiment "Mischeimer"

Ab wann lohnt sich die Betonmischmaschine?

Betonmischmaschine

Betonmischmaschinen sind besonders leistungsstark, sie kosten aber auch viel und besitzen ein hohes Gewicht. Sie sollten sich die Investition also gründlich überlegen.

Wichtig ist, dass ein langfristiger Einsatz der Maschine geplant ist. Denn für gelegentliche Arbeiten mit Beton ist die Anschaffung zu teuer. Sie lohnt sich zum Beispiel dann nicht, wenn Sie nur einen oder zwei Pfosten auf der Terrasse im Boden einbetonieren möchten. Dafür sind die hier erforderlichen Betonmengen auch zu klein.

Anders sieht es aus, wenn Sie Gartenhäuser und Gerätehäuser selbst aufbauen und ein Fundament aus Beton errichten möchten oder ein entsprechendes Betonfundament für Ihre Garage benötigen. Hierbei handelt es sich um umfangreiche Arbeiten, für die Sie große Mengen Beton benötigen.

Die Anschaffung einer Betonmischmaschine lohnt sich grundsätzlich bereits ab einer auszugießenden Fläche von zwei bis drei Quadratmetern. Für punktuelle Fundamente benötigen Sie hingegen nicht unbedingt einen Betonmischer.

Elektrisch oder mit Verbrenner?

Mischgeräte arbeiten mit einem Elektromotor oder mit einem Verbrennungsmotor:

Verbrenner

Elektromotor

  • sind deutlich leistungsstärker
  • eignen sich für das Verarbeiten besonders zäher oder klebriger Massen
  • benötigen für den Betrieb Kraftstoff
  • erzeugen Abgasemissionen
  • sehr laut
  • arbeitet leiser
  • stößt keine Abgase aus
  • ist auf eine Stromversorgung angewiesen
  • erreicht nicht die Leistungsfähigkeit des Verbrenners
  • Verlegen von Stromkabeln auf der Baustelle stellt in einigen Fällen organisatorisches Problem und Stolperfalle dar

Akku oder Strom?

Rührgerät Strombetrieb

Rührgeräte sind elektrisch betrieben, die Stromversorgung erfolgt per Netzstrom oder Akku. Doch welche Gerätevariante ist die richtige für Ihren Bedarf?

  • Für das Akku-betriebene Modell entscheiden Sie sich, wenn Sie im Garten ohne Stromanschluss in der Nähe arbeiten möchten. Damit profitieren Sie von einem hohen Maß an Flexibilität. Moderne Akkutechnik ist in der Lage, auch leistungsstarke Geräte mit der erforderlichen Energie zu versorgen.
  • Für den Dauerbetrieb auf der Baustelle ist ein kabelgebundenes Rührgerät besser geeignet. Entladungen entfallen und damit auch Unterbrechungen Ihrer Arbeit. Sie müssen aber einen Stromanschluss organisieren, zum Beispiel durch die Verwendung von Verlängerungskabeln.

Wichtige Auswahlkriterien

Rührwerk Nahaufnahme

Sie möchten wissen, welches Rührwerk am besten zu Ihrem individuellen Bedarf passt? Gehen Sie die folgende Liste mit wichtigen Auswahlkriterien noch einmal gründlich durch, bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden:

  • Einfach- oder Doppelspindel: Das Rührwerk mit zwei gegenläufigen Rührspindeln führt zu einer besonders effiziente Arbeitsweise. Sie arbeiten bis zu 50 Prozent schneller, da zwei Spindeln für die gleiche Arbeit weniger Energie als eine Spindel benötigen. Der Zwangsmischeffekt sorgt für das aktive Einziehen des Rührguts.
  • Gewicht: Achten Sie auf das Gewicht gerade dann, wenn Sie die Maschine häufig nutzen und transportieren. Die Modelle bewegen sich in einem Bereich von drei bis fünf Kilogramm.
  • Soft-Start-Funktion: Diese Funktion sorgt dafür, dass die Geschwindigkeit langsam anzieht. Die Maschine ruft also nicht sofort die volle Leistung ab.
  • Drehzahlregulierung: Für die meisten Arbeiten ist eine Drehzahl von 600 Umdrehungen in der Minute ausreichend. Bei anspruchsvolleren Arbeiten in zäheren Materialien sind 800 Umdrehungen in der Minute besser.
  • Motorleistung: Reicht die Motorleistung bei gegebener Zähigkeit der Masse nicht aus diese umzurühren, bleibt der Quirl einfach stecken. Die Motorleistung ist also immer davon abhängig, welche Materialien Sie verarbeiten möchten. Für das Anmischen von Farbe reichen 1.000 Watt aus, für Mörtel oder Beton sollte die Maschine bis zu 1.800 Watt leisten.
  • Lautstärke: Ein Betonmischer ist mindestens 80 dB laut und erreicht Schallemissionswerte von bis zu 95 dB.

Praktisches Zubehör für Rührgeräte: der Rührstab

Bei der Ausstattung von Rührgeräten kommt es auf die Wahl der geeigneten Ruhrstäbe an. Je nach zu verarbeitendem Material ist eine andere Mischwirkung vorteilhaft. Falls Sie öfter mit wechselnden Baustoffen arbeiten, empfiehlt es sich, verschiedene Rührstäbe als Zubehör griffbereit zu haben. Das sollten Sie wissen:

Mischwirkung des Rührstabs

Geeignet für…

Von unten nach oben

  • schwere, zähflüssige oder klebrige Materialien (z.B. für Mörtel, Zement, Estriche, Fliesenkleber)

Von oben nach unten

  • flüssige und verlaufenden Materialien (z. B. Farben, Lacke, Grundierungen)
  • vermeidet übermäßiges Spritzen

Ohne Lufteinmischung

  • zu Klumpen neigende Materialien (z. B. Bitumenbeschichtungen, Kleb- und Dichtstoffe)
  • verhindern Einmischen von Luft

Fazit

Sie arbeiten mit Farbe, Gips oder Mörtel oder möchten das große Fundament Ihres neuen Gartenhauses mit Beton ausgießen? Dann schaffen Sie sich ein Rührgerät an. Damit erleichtern Sie sich viele Arbeiten auf der Baustelle. Nicht nur professionelle Handwerker schwören auf das leistungsstarke Rührwerk, Sie profitieren als Heimwerker ebenfalls davon.

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