Eine schematische Darstellung zeigt eine unterirdisch verlegte Gartenbewässerung mit Anschlussstücken und Drainageschicht. Darüber befinden sich Werkzeuge wie Schubkarre, Gießkanne und Astschere sowie ein Anleitungsblatt mit drei bebilderten Schritten. Im Vordergrund sitzen Pflanzen und ein Frosch im Gras

Gartenbewässerung verlegen – Schritt für Schritt

Eine automatische Bewässerungsanlage nimmt Dir viel Gartenarbeit ab und versorgt alle Pflanzen optimal mit Wasser.
Erfahre in dieser Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Du Deine Gartenbewässerung eigenständig verlegen kannst.

Materialliste
  • Regner
  • Verlegerohr
  • Eimer
  • Spaten
  • ggf Schubkaare
  • Schlauch
  • Verbindungsstücke und Rohrverankerungen
  • Säge

Vorteile unterirdisch verlegter Bewässerungssysteme

Ein unterirdisch verlegtes Bewässerungssystem bietet gegenüber einer über der Erde verlegten Leitung den Vorteil, dass keine Schläuche bei der Gartenarbeit beschädigt werden können. Auch beim Rasenmähen musst Du bei einem unterirdischen System nicht auf herumliegende Zuleitungen achten. Das in der Erde installierte Bewässerungssystem stört auch nicht die Gartengestaltung mit optisch sichtbaren Verlegerohren. Auch wenn das Verlegen der Gartenbewässerung im Erdreich erst einmal mehr Arbeit macht, stellt eine solche Sprinkleranlage gegenüber einem oberirdischen System die bessere Lösung dar. Um eine solche Bewässerungsanlage zu verlegen, solltest Du zuerst die benötigten Komponenten einplanen.

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Schritt 1: Planung der Bewässerungsanlage

    Wenn Du ein Bewässerungssystem selbst bauen möchtest, ist eine sorgfältige Planung entscheidend. Überlege Dir zunächst, wo der Hauptwasseranschluss platziert werden soll. Teste vorab den Leitungsdruck, indem Du einen Eimer mit Wasser füllst und die Zeit misst. Ist der Eimer schnell voll, reicht der Druck aus. Für eine genaue Messung füllst Du 10 Liter ab, misst die Zeit in Sekunden und teilst diese durch 36.000 – so erhältst Du die Liter pro Stunde.

    Im nächsten Schritt legst Du fest, welche Flächen, Beete und Hecken bewässert werden sollen. Daraus ergibt sich, wie viele Schläuche Du benötigst und wie lang diese sein müssen. Wähle außerdem die passenden Regner aus. Auf dem Markt stehen für den Heimgebrauch vor allem die Vielflächenregner, die Versenkregner und die Viereckregner zur Auswahl. Bei besonders großen Rasenflächen zum Beispiel empfiehlt sich die Verwendung von Vielflächenregnern, da Du hier eine besonders große Abdeckung erreichst. Setze den Vielflächenregner dorthin, wo Dein Rasen keine quadratische Form, sondern viele Kurven aufweist.

    Sind alle Komponenten vorhanden, baust Du die Anlage nach den Herstellerangaben zusammen. Beginne dabei immer an der Wasserzufuhr. Schneide die Rohre bei Bedarf zu und achte beim Verbinden aller Teile auf eine dichte Montage, damit später kein Wasser austritt. Erst wenn das System fertig montiert ist, beginnst Du mit dem Ausheben der Erde.

    Eine schematische Darstellung zeigt die Planung einer Bewässerungsanlage. Links wird mit einem Eimer und einer Stoppuhr der Wasserdurchfluss pro Stunde berechnet. Rechts sind drei Regnertypen dargestellt: Vielflächenregner, Versenkregner und Viereckregner. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 1 Eine schematische Darstellung zeigt das Zusammenbauen der Komponenten einer Gartenbewässerung. Links ist ein Anleitungsblatt mit Abbildungen verschiedener Teile zu sehen. In der Mitte wird ein Verlegerohr zugeschnitten, rechts werden zwei Rohrstücke mit einer dichten Verbindung zusammengefügt

    Schritt 2: Erde ausheben

    Das Bewässerungssystem, oder besser gesagt das Verlegerohre, wird in einer Tiefe von etwa 25 cm im Boden verlegt. Hierzu hebst Du einen möglichst schmalen Graben aus. Bei einer Verlegung unter dem Rasen solltest Du die Grasnarben möglichst unbeschädigt abnehmen, um sie nach dem Einsetzen der Rohre wieder zu verwenden. Prüfe vor dem Verlegen noch einmal die Reichweite der Regner, um sicherzustellen, dass alle gewünschten Bereiche mit Wasser versorgt werden.

    Eine schematische Darstellung zeigt das Ausheben eines Grabens für die Gartenbewässerung. Die Grasnarbe wird möglichst unbeschädigt abgenommen und zur Seite geklappt. Mit einer Schubkarre wird die ausgehobene Erde abtransportiert. Der Graben ist etwa 25 cm tief. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 2

    Schritt 3: Verlegen der Leitungen

    Das Verlegen der Leitungen im Garten ist keine ganz einfache Aufgabe. Lege die Rohre probeweise auf dem Rasen aus und überprüfe, ob Du genügend Leitungen zur Verfügung hast. Schneide die Rohre bereits jetzt zurecht und entferne dann alles wieder vom Rasen.

    Greif zu Deinem Rasenmäher und mähe alle betroffenen Rasenflächen gründlich. Entferne alle Überreste. Lege nun die Rohre an die richtigen Stellen und veranker diese miteinander. Die Verankerung erfolgt natürlich noch, bevor Du die Rohre im Boden vergräbst. Stich gegebenenfalls passende Erdteile aus dem Boden, um Platz für die Rohre zu schaffen. Hinterher musst Du die Erdteile wieder einsetzen und gründlich gießen, damit diese schnell wieder mit dem restlichen Boden verwachsen.

    Eine schematische Darstellung zeigt das Verlegen von Leitungen für eine Gartenbewässerung aus der Vogelperspektive. Links wird ein Verlegerohr mit einer Säge zugeschnitten. Rechts werden die Rohre mit Verbindungsstücken zusammengesteckt und entlang von Beeten und Wegen ausgerichtet. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 3

    Schritt 4: Installation der Regner

    Die entscheidende Rolle bei der automatischen Bewässerung der Gartenanlage spielen ohne jede Frage die Regner. Du verteilst das Wasser auf dem Rasen, auf den Beeten und den Hecken und müssen strategisch klug platziert sein. Hier gilt, dass Du mit möglichst wenigen Regnern eine möglichst große Fläche im Garten abdecken musst. Denk auch daran, dass es Flächen geben kann, die nicht bewässert werden sollen. Auch das musst Du berücksichtigen, wenn Du die Regner platzierst.

    Eine schematische Darstellung zeigt das Installieren der Regner für eine Gartenbewässerung. Links ist ein Bewässerungsplan mit drei Regnerpositionen dargestellt. Rechts wird ein Versenkregner über einem Verlegerohr montiert. Der Hinweis zeigt, dass der Regner vollständig zurückfahren können muss. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 4

    Für die Versenkregner musst Du vor der Installation ein entsprechendes kleines Loch im Rasen ausheben. Denk daran, dass der Versenkregner vollständig in den Boden zurückfahren können muss, das ist zugleich auch seine Ruheposition. Der Vorteil ist hier, dass Du den Rasen ganz normal mähen kannst, als hättest Du gar keine Regner installiert. Auf die kleineren Flächen in Deinem Garten setzt Du schließlich die Viereckregner. Hier musst Du nicht mehr tun, als die gewünschte Reichweite einzustellen. In der Regel sollte die entsprechende Fläche nicht größer als 250 m² sein. Du verwendest einen Vielflächenregner? Programmiere dann nach Anleitung des Herstellers die Kontureneckpunkte ein, damit der Regner weiß, welche Form er bewässern soll. So kannst Du selbst bei komplizierten Rasenflächen erreichen, dass wirklich nur die gewünschten Stellen bewässert werden.

    Info-Symbol GlühbirneEin weiterer Tipp:

    Fast in jedem Garten ergeben sich sogenannte Regenschattenbereiche. Herabhängende Bäume zum Beispiel verhindern an diesen Stellen Regen, der Boden kann so mit der Zeit sehr trocken werden. Richte die Regner so aus, dass hier besonders viel Wasser hingelangt.


    Schritt 5: Automatische Steuerungseinheit installieren

    Als Nächstes schließt Du nun die Sensoren und die Bewässerungsuhr an. Ein Bodenfeuchtesensor ist im Prinzip ein unerlässlicher Bestandteil einer automatischen Bewässerungsanlage, da die Bewässerungsuhr nur mithilfe dieser Sensoren wissen kann, ob eine Bewässerung überhaupt notwendig ist oder nicht. Den Sensor steckst Du einfach senkrecht in den Boden und schließt ihn dann mit seinem Kabel an den Bewässerungscomputer an. Dank eines Heizwiderstands ist der Bodenfeuchtesensor in der Lage, in bestimmten Zeitabständen die Feuchtigkeit des Bodens zu messen. Wird ein bestimmtes Niveau unterschritten, teilen die Sensoren diese Information dem Computer mit, der so steuern kann, ob gewässert werden soll oder nicht. Hast Du Deinen Bewässerungscomputer entsprechend programmiert, musst Du dich also im Prinzip nicht mehr um die Anlage kümmern.

    Eine schematische Darstellung zeigt die Installation einer automatischen Steuerungseinheit für eine Gartenbewässerung. Die Steuerung wird am Wasserhahn montiert und über ein Kabel mit einem Bodenfeuchtesensor verbunden. Ein Pfeil zeigt den Anschluss am Wasserhahn. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 5

    Installiere weiterhin eine Bewässerungsuhr, die den perfekten Zeitpunkt für den Beginn und das Ende der Bewässerung festlegt. Die Bewässerungsuhr arbeitet durchaus auch ohne die Hilfe von Feuchtigkeitssensoren, dennoch ist es nützlich, wenn die Sensoren ihr mitteilen können, ob eine Bewässerung überhaupt notwendig ist oder nicht.


    Schritt 6: Zuschütten

      Schütte den ausgehobenen Graben mit dem verlegten Bewässerungssystem nun wieder zu. Hierzu gibst Du einfach die ausgebuddelte Erde mit einem Spaten wieder ins Erdreich. Tritt den zugeschütteten Graben am besten noch etwas fest. Überall dort, wo eine Grasnarbe entfernt wurde, kannst Du das Stück Rasen wieder aufsetzen. Zum Abschluss sollte die wieder eingefüllte Erde noch leicht bewässert werden. Besonders die Rasenstücke wachsen dann besser wieder an.

      Eine schematische Darstellung zeigt das Zuschütten des Grabens nach dem Verlegen der Gartenbewässerung. Die Leitungen sind eingebettet, ein Anschlussstück liegt auf einer Schicht aus Kies. Mit einer Gießkanne wird der Boden befeuchtet und mit einer Schaufel Erde eingefüllt. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 6