Intelligente Rollladensteuerung: Smarte Lösungen für ein sicheres Zuhause
Rollläden und Jalousien, die sich per Zeitschaltuhr oder über eine App hoch- und herunterfahren lassen, sind weit mehr als nur ein bequemes Feature im Smart Home. Intelligent vernetzt, können sie dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren, das Haus vor Einbrechern zu sichern und den Wohnkomfort zu erhöhen. Die smarten Rollläden lassen sich in vielen Häusern und Wohnungen nachträglich einbauen. Welche Voraussetzungen Ihre vorhandene Rollladenanlage dafür erfüllen muss und welche Vor-, aber auch Nachteile eine smarte Rollladensteuerung haben kann, erfahren Sie hier.
Was leistet eine intelligente Rollladensteuerung?
Nicht nur morgens und abends, auch tagsüber kann es notwendig werden, die Rollläden und Jalousien herunterzulassen: Wenn das Sonnenlicht blendet, wenn Sie länger abwesend sind oder wenn Sie Hitze aus den Wohnräumen fernhalten möchten. All dies manuell zu steuern, ist nicht nur mühselig, es funktioniert auch nicht mehr, wenn Sie außer Haus sind. Eine smarte Rollladensteuerung übernimmt all diese Aufgaben für Sie: Sie lässt die Rollläden automatisch zu einer bestimmten Tageszeit herunter oder misst über Sensoren den Lichteinfall und lässt sie bei Dämmerung und / oder starkem Sonneneinfall automatisch herunter. Koppeln Sie die Rollläden mit weiteren Elementen des Smart Home: So können sie – je nach System – eine Alarmfunktion auslösen, wenn sie jemand von außen manipulieren möchte oder fahren herunter, wenn ein Unwetter aufkommt.

Systemvoraussetzungen: Was benötigt man, um seine Rollläden smart zu machen?
Nahezu alle bereits im Haus vorhandenen Sichtschutzsysteme können mit einer smarten Steuerung nachgerüstet werden. Die Grundvoraussetzung dafür ist eine elektrische Steuerung. Sind Ihre Rollläden oder Jalousien damit noch nicht versehen, kann auch diese nachträglich eingebaut werden. Wichtig ist dann, dass der dafür notwendige Motor von Beginn an über Funk angesteuert werden kann.
Bereits elektrisch angetriebene Rollläden können nachträglich mit Funkmodulen ausgestattet werden, wie sie verschiedene Hersteller anbieten. Dafür wird ein Funkadapter in den bestehenden Rollladenschalter integriert. Bekannte Hersteller für diese Adapter sind etwa Somfy oder Bosch.
Hier muss der Fachmann ran!
Überlassen Sie die Installation des Funkmoduls einem erfahrenen Fachmann. Die Rollladensteuerung wird mit 230-Volt-Wechselstrom betrieben und darf daher nur von autorisiertem Personal eingebaut werden.
Neben der Funksteuerung benötigen Sie weitere Smart-Home-Komponenten:
- Eine zentrale Steuerung / Controller
- WLAN-Router
- Smartphone oder Tablet
Wie funktioniert die Installation?
Befindet sich in Ihrem Haus bereits eine Smart-Home-Steuerungsanlage, wird die Funksteuerung des Rollladens automatisch erkannt und kann über eine entsprechende App eingerichtet beziehungsweise hinzugefügt werden. Bei einer vollständigen Neuinstallation wird die zentrale Steuerung mit dem Router verbunden, um sie so ans Internet anzuschließen. Das ist wichtig, damit die Rollläden sich später auch von unterwegs aus anpeilen lassen. Über die App, die für jedes Smart-Home-Grundsystem heruntergeladen werden kann, lassen sich nun alle Geräte einrichten – so auch die Rollladensteuerung.
Hier muss der Fachmann ran!
Achten Sie beim Kauf der Smart-Home-Systeme darauf, dass sie untereinander kompatibel sind. Dafür müssen sie vor allem einem gemeinsamen Funkstandard entsprechen, wie Ultra-Low-Energy-Standard (ULE), ZigBee, RTS, io-homecontrol oder Bluetooth.
Mehr Komfort, mehr Sicherheit: Wie arbeitet die smarte Rollladensteuerung?
Im Smart Home sind alle Geräte und Systeme miteinander verbunden und senden sich gegenseitig Signale. Richtig smart wird Ihre Rollladensteuerung daher erst dann, wenn Sie sie mit anderen intelligenten Systemen vernetzen. Zu diesen zählen zum Beispiel:

- Zeitschaltuhren
- Sensoren
- Bewegungsmelder
- Alarmanlagen
- Rauchmelder
Die Zeitschaltuhr kann vom Nutzer so programmiert werden, dass sich die Rollläden zu einer bestimmten Uhrzeit herabsenken und am nächsten Morgen wieder öffnen. Sie können die gewünschte Zeit für alle Rollläden im Haus gleichzeitig einstellen oder sie je nach Zimmer programmieren. Sollen sie zum Beispiel im Kinderzimmer früher heruntergelassen werden als im Wohnraum, kann dies bequem über eine App eingegeben werden. Zudem lassen sich die Zeiten nach Wochentagen staffeln, sodass es am Wochenende in den Räumen länger dunkel bleibt.
Sensoren in den Zimmern und an den Fenstern holen noch einiges mehr aus der Rollladensteuerung heraus. Sie messen den Lichteinfall im Raum, die Temperatur und die Wetterverhältnisse und verdunkeln die Fenster, wenn beispielsweise das Sonnenlicht blendet, starker Wind aufkommt oder es im Raum zu warm wird. Sind die Rollläden mit einem smarten Rauchmelder verbunden, öffnen sie automatisch als Reaktion auf Rauchentwicklung, um Fluchtwege freizugeben. Zugleich lässt sich das Licht im ganzen Haus einschalten.
Mehr Komfort, mehr Sicherheit
All diese Funktionen sorgen nicht nur für mehr Komfort – schließlich muss die Rollladenanlage zukünftig nicht mehr zeitaufwendig selbst gesteuert werden. Sie erhöhen auch die Sicherheit: Eine automatische Anwesenheitssimulation schreckt Einbrecher ab, indem sich die Rollläden wie von Geisterhand zu wechselnden Zeiten auf- oder abbewegen. Und zu guter Letzt können Sie Energie sparen: Scheint im Winter die Sonne, fahren die Rollläden automatisch hoch, um den Raum kostenlos aufzuheizen. Wird es dunkel, schließen sie sich, um die Wärme im Haus zu halten. Im Sommer wiederum verhindern sie rechtzeitig das Überhitzen der Räume – ganz ohne stromintensive Klimaanlage.
Kann ich die Rollläden noch selber steuern?
Wie auch immer Rollläden und Jalousien programmiert werden: Der Nutzer kann jederzeit eingreifen und sie weiterhin nach seinen Wünschen hoch- und herunterfahren. Das funktioniert entweder über die App oder direkt am Steuerungsgerät.
Vor- und Nachteile einer automatisierten Rollladensteuerung
Die intelligente Rollladensteuerung bietet zahlreiche Vorteile. Allerdings ist die Anschaffung auch mit Kosten und Mühen verbunden: So muss für die Nachrüstung des Steuerelements ein Fachmann beauftragt werden, das System muss in die vorhandene Smart-Home-Anlage integriert und nach den persönlichen Wünschen programmiert werden. Kurz gesagt: Es ist ein gewisser Aufwand notwendig. Lohnt es sich, diesen auf sich zu nehmen – und wo liegen die Vor- und Nachteile? Fest steht: Eine smarte Rollladensteuerung ist bequem und wertet Haus oder Wohnung auf. Hier sind die Vor- und Nachteile des Systems:
Die Vorteile
- Bequeme Steuerung der Rollläden
- Schutz vor Einbrechern
- kann mit anderen Smart-Home-Elementen kombiniert werden
- automatischer Sonnenschutz
- hilft dabei, Heizenergie zu sparen
- manueller Eingriff ist nach wie vor möglich
Die Nachteile
- Je nach Größe des Systems und vorhandener Technik sind umfangreiche Investitionen notwendig.
- Bauliche Gegebenheiten, wie etwa Betondecken oder Glasfassaden, können die Funkverbindung im Haus erschweren.
- Mit dem Internet verbundene Rollläden sind anfällig für Hacker und Manipulationen.

