Hagebau.de verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.de nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

So finden Sie den passenden Poolfilter

Für einen ungetrübten Badespaß ist ein Poolfilter unerlässlich. Mit einer geeigneten Filteranlage verbessern Sie die Wasserqualität im Pool deutlich: Keime, Bakterien oder die Bildung von Algen haben dank Poolfilter keine Chance. Für den effektiven Einsatz ist es jedoch entscheidend, dass Sie den richtigen Filter für Ihren Pool auswählen. Dabei hilft Ihnen unser Ratgeber.

Welchen Filtertyp setze ich für meinen Pool ein?

Es stehen zwei Arten von Filteranlagen für Ihren Pool zur Auswahl:

  • Kartuschenfilteranlagen
  • Sandfilteranlagen

Wir haben die wichtigsten Unterschiede für Sie zusammengetragen und geben Ihnen Tipps, wann Sie welchen Filter einsetzen sollten.

Kartuschenfilter

Kartuschenfilter sind für die Erbringung ihrer Filterleistung mit einem feinporigen Kunststoffvlies ausgestattet. Das Vlies ist in der Kartusche normalerweise sternförmig gefaltet, wodurch sich eine besonders große Filteroberfläche ergibt. In Abhängigkeit von der Nutzungsintensität ist es im Außenbereich erforderlich, den Kartuschenfilter regelmäßig zu ersetzen. Nur dann ist eine gute Filterleistung gewährleistet. Wenn Sie sich für den Kartuschenfilter für Ihren Pool entscheiden, sollten Sie von zwei bis drei Kartuschen pro Badesaison ausgehen.

Vorteile

Nachteile

Einsatzbereich

  • gute Filterleistung dank großer Filteroberfläche
  • günstige Anschaffung
  • Zusatzkosten im Betrieb für Ersatzkartuschen
  • zusätzlicher Arbeitsaufwand durch häufigen Filtertausch
  • Flockungsmittel lassen sich mit diesem Filtertyp nicht verwenden; diese würden den Filter verkleben
  • Außen- und Innenbereich
  • vor allem für kleinere Pools geeignet
  • Quick-up-Pool
  • Frame-Pool

Sandsteinfilter

Die Sandsteinfilteranlage besteht aus den drei Komponenten Filterbehälter, Mehrwege-Umstellventil und Poolpumpe. Im Filterbehälter befindet sich das Filtermedium, bei dem es sich um einen feinkörnigen Quarzsand handelt, dessen Körnung zwischen 0,4 und 1,2 mm liegt. Für eine effektive Arbeitsweise ist eine Füllhöhe von mindestens 30 cm im Kessel erforderlich. Die Korngröße beeinflusst dabei die Filterschärfe, wobei ein feinerer Sand zu einer höheren Filterwirkung beiträgt. Beachten Sie jedoch, dass Filter mit feinem Sand auch schneller verstopfen. Das Mehrwege-Umstellventil ist auf oder neben dem Behälter montiert und bietet zumeist drei Stellungen:

  • Filtern
  • Rückspülen
  • Nachspülen

Die Poolpumpe schließlich pumpt das Wasser durch den Filter und danach zurück in den Pool. Die Sandsteinfilteranlagen sind in verschiedenen Kesselgrößen erhältlich. Anhand der folgenden Formel wählen Sie eine Anlage in der passenden Größe aus:

Beckenvolumen x Umwälzung pro Tag / max. Laufzeit pro Tag = benötigte Leistung der Sandfilteranlage

Beispielrechnung: Besitzt Ihr Becken einen Wasserinhalt von 30 m³ und es soll bei einer maximalen Laufzeit von 7,5 Stunden pro Tag eine 1,5-fache Umwälzung stattfinden, benötigen Sie eine Pumpleistung von 6 m³ pro Stunde. Unter Umwälzung ist dabei zu verstehen, dass der Sandfilter das Wasser einmal komplett filtert.

Vorteile

Nachteile

Einsatzbereich

  • hervorragende Filterleistung
  • auch für große Pools geeignet
  • Sand nur alle ein bis drei Jahre auszutauschen
  • einfache Reinigung durch Rückspülfunktion
  • teuer in der Anschaffung
  • Verstopfungsgefahr des Filters bei feinem Sand
  • Pools im Außenbereich
  • Frame-Pool

Wie reinige ich die Sandfilteranlage und den Kartuschenfilter?

Die Reinigung der Sandfilteranlage erfordert nur einen geringen Aufwand und ist auch von Laien bequem durchführbar. Für die Reinigung müssen Sie das Ventil zuerst auf Rückspülen einstellen und dann nachspülen. Dieser Vorgang nimmt etwa zwei bis vier Minuten Zeit in Anspruch. Danach sollte Ihnen wieder die volle Filterleistung zur Verfügung stehen. Den Spülvorgang sollten Sie einmal die Woche durchführen.

Tipp: Der Manometer zeigt den Druck im Filter an und weist darauf hin, wann eine Rückspülung erforderlich ist. Der Druck steigt nämlich mit der Verschmutzung an.

Um die Reinigungsleistung der Sandfilteranlage weiter zu verbessern, können Sie ein Flockungsmittel hinzugeben. Das Flockungsmittel bindet kleinere Schmutzteilchen zu größeren, die sich besser filtern lassen. Diese Option haben Sie bei einem Kartuschenfilter leider nicht.

Für die Reinigung des Kartuschenfilters müssen Sie die Kartusche entnehmen und dann mit Wasser abspritzen. Hierfür bietet sich ein Gartenschlauch an. Damit befreien Sie den Filter von gröberen Partikeln.

Was soll ich beim Betrieb der Filteranlagen beachten?

Die Kartuschenfilter und die Sandfilteranlagen betreiben Sie mit Strom. Im laufenden Betrieb fallen daher Stromkosten an, die Sie in jedem Fall berücksichtigen sollten. Bei den Sandfilteranlagen hängen die Stromkosten von der Leistung der Anlage ab. Bei Modellen für kleinere Pools fallen die Kosten überschaubar aus, nur bei großen Pools machen sich die Kosten eventuell auf der nächsten Stromrechnung bemerkbar. Entscheidend für die Höhe der Kosten ist natürlich auch die Betriebsdauer pro Tag. Auf dem Höhepunkt der Badesaison fallen die Kosten daher etwas höher aus. Dafür macht es dann aber am meisten Spaß, ins erfrischende Nass zu springen und den reinen Badespaß zu genießen – dem Poolfilter sei Dank!