Illustration eines Badezimmers mit Badewanne und einer Duschbrause, neben der Wanne liegt eine Rohrzange und eine Rolle Teflonband, man sieht zwei Einsätze eines Duschsiebs und ein blaues Tuch, sowie eine Anleitung mit hagebau-Logo
Illustration eines Badezimmers mit Badewanne und einer Duschbrause, neben der Wanne liegt eine Rohrzange und eine Rolle Teflonband, man sieht zwei Einsätze eines Duschsiebs und ein blaues Tuch, sowie eine Anleitung mit hagebau-Logo

Wasserverbrauch im Haushalt reduzieren: Tipps für Küche und Bad

Küche und Bad gehören zu den Bereichen mit dem höchsten Wasserverbrauch im Haushalt. Mit einigen gezielten technischen Anpassungen und bewussten Handgriffen im Alltag lässt sich die abgegebene Wassermenge spürbar regulieren. In diesem Ratgeber zeigen wir praktische Lösungen für Armaturen, Duschen und Spülkästen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wasser sparen in der Küche
  2. Wasser sparen in Dusche & Bad

Wasser sparen in der Küche

Bereits kleine Anpassungen an der Spüle oder beim Geschirrspülen können dazu beitragen, den Wasserverbrauch in der Küche zu senken.

Schritt 1: Strahlregler (Perlstrahler) einsetzen oder erneuern

Viele Armaturen sind ab Werk mit Strahlreglern ausgestattet. Ältere oder verkalkte Modelle lassen sich einfach gegen moderne, wassersparende Ausführungen austauschen. Diese mischen dem Wasserstrahl Luft bei. Dadurch bleibt das Strahlvolumen angenehm gleichmäßig, während der eigentliche Wasserdurchfluss verringert wird.

  • Tipp: Damit die Strahlregler dauerhaft einwandfrei funktionieren, sollten sie regelmäßig entkalkt und gereinigt werden. Passt das Gewinde nicht mehr, findest du bei uns passende Ersatz-Strahlregler und Adapter.
Illustration eines Waschbeckens mit Armatur, links sind zwei Siebe für einen Wasserhahn zu sehen, ein Pfeil zeigt auf die Waschbeckenarmatur, rechts liegt eine Rolle Teflonband und man sieht ein blaues Tuch und eine Rohrzange

Schritt 2: Wasserverbrauch beim Geschirrspülen beachten

Das Spülen von Geschirr gehört zu den täglichen Aufgaben im Haushalt. Moderne Geschirrspüler arbeiten im Vergleich zu älteren Modellen oder dem manuellen Handspülen oft deutlich effizienter. Achte beim Gerätekauf oder -vergleich auf das EU-Energielabel: Darauf ist der gewichtete Wasserverbrauch pro Betriebszyklus exakt angegeben.

Illustration einer Küchenzeile, im Vordergrund sind eine Anleitung mit Energieeffizienzlabel und eine Abbildung einer Lupe zu sehen

Wasser sparen in Dusche & Bad

Im Badezimmer wird im Alltag in der Regel das meiste Warm- und Kaltwasser genutzt. Folgende Maßnahmen helfen dabei, den Durchfluss gezielt zu steuern:

Schritt 1: Perlstrahler am Waschbecken anbringen

Wie in der Küche sorgen Perlstrahler auch an der Badarmatur für einen effizienteren Durchfluss. Lässt sich der alte Aufsatz schwer lösen, hilft es, ein Tuch um das Gewinde zu legen, um mehr Griffigkeit zu haben und die Armatur vor Kratzern durch Werkzeug zu schützen.

Illustration eines Waschbeckens mit Armatur, rechts sind zwei Siebe für einen Wasserhahn zu sehen, ein Pfeil zeigt auf die Waschbeckenarmatur, links liegt eine Rolle Teflonband und man sieht ein blaues Tuch und eine Rohrzange

Schritt 2: Auf eine Sparbrause wechseln

Der Wechsel des Brausekopfs ist in wenigen Minuten erledigt: Den alten Kopf abdrehen, neuen Duschkopf aufschrauben. Sparbrausen sind darauf ausgelegt, die durchlaufende Wassermenge zu begrenzen. Durch Beimischung von Luft bleibt der Strahl dennoch dicht und fühlt sich auf der Haut angenehm weich an.

Entdecke unsere Auswahl an wassersparenden Handbrausen & Duschköpfen.

Illustration einer Badewanne mit Duschschlauch und Brausekopf

Schritt 3: Spülmenge der Toilettenspülung anpassen

Pro Spülgang fließen bei älteren Spülkästen oft 9 bis 14 Liter Wasser. Je nach Bauart des Spülkastens gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Abgabemenge zu reduzieren – beispielsweise durch den Einbau von Tasten mit Start-Stopp-Funktion oder speziellen Einhängegewichten für das Spülrohr.

Wichtig: Die eingestellte Wassermenge sollte stets ausreichend bleiben, um eine zuverlässige Spülfunktion sicherzustellen.

Illustration einer Toilette, daneben ist ein Spülrohr abgebildet, von dem ein Pfeil auf den Spülkasten der Toilette zeigt, man kann die Worte "Reduziert 9–14 Liter auf 2–3 Liter pro Spülgang!" lesen

Schritt 4: Duschstop installieren

Das Wasser beim Einseifen abzudrehen, verhindert ungenutzten Durchlauf. Ein zwischen Armatur und Schlauch montierter Duschstop ermöglicht das kurzzeitige Unterbrechen des Wasserflusses per Knopfdruck – ohne dass die voreingestellte Wassertemperatur beim Wiedereinschalten verloren geht.

Illustration einer Badewanne, links neben der Wanne ist ein Duschstop zu sehen, ein Pfeil zeigt von diesem zur Badewannenarmatur

Schritt 5: Durchflussbegrenzer nutzen

Ein Durchflussbegrenzer wird als Zwischenstück vor dem Duschschlauch montiert. Er verengt den Querschnitt oder reguliert dynamisch den Druck, wodurch die maximal abgegebene Wassermenge pro Minute begrenzt wird.

Illustration einer Badewanne, links neben der Wanne ist ein Durchflussbegrenzer zu sehen, ein Pfeil zeigt von diesem zur Badewannenarmatur

Schritt 6: Schwenkbare Aufsätze für mehr Flexibilität

Schwenkbare Perlstrahler kombinieren Wassereinsparung mit flexibler Handhabung an der Armatur – bestens geeignet, um das Waschbecken gezielt auszuspülen. Sollte das Gewinde der Armatur nicht direkt passen, schaffen entsprechende Adapter oder Zwischenstücke Abhilfe.

Illustration eines Perlstrahlers, aus dem Wasser tropft, vom Strahler aus zeigen Pfeile in verschiedene Richtungen

Nahaufnahme eines Spülbeckens, zwei Hände spülen unter laufendem Wasser eine Schüssel

Weitere Alltagstipps für einen bewussten Wassergebrauch

  • Wasserhähne nicht laufen lassen: Beim Zähneputzen oder Einseifen der Hände das Wasser konsequent zudrehen.
  • Duschen statt Baden: Für ein Vollbad werden je nach Wannen- und Füllgröße meist deutlich mehr Liter benötigt als für eine kurze Dusche.
  • Tropfende Armaturen zügig reparieren: Selbst ein kleiner, stetiger Tropfen summiert sich über das Jahr auf erhebliche Wassermengen. Dichtungen daher frühzeitig tauschen. Unsere Anleitung zur Wasserhahn-Reparatur kann dabei hilfreich sein.
  • Regenwasser nutzen: Zur Bewässerung von Garten- und Balkonpflanzen ist aufgefangenes Regenwasser eine weiche und kalkarme Alternative zum Trinkwasser aus der Leitung.
  • Geräteauswahl vereinfachen: Das EU-Energielabel zeigt bei Wasch- und Spülmaschinen transparent den Wasser- und Stromverbrauch. Das erleichtert den direkten Vergleich verschiedener Geräteklassen.

Den eigenen Wasserverbrauch zu senken, ist eine Kombination aus passender Technik und bewusster Nutzung. Welches System für Dein Zuhause optimal ist, hängt von Deiner Ausstattung und Deinen Duschgewohnheiten ab. Lass dich im Zweifel direkt bei uns im Markt beraten, um die passenden Adapter und Sparaufsätze zu finden.