Solarteichpumpe versorgt einen kleinen Gartenteich mit Wasserfontänen, umgeben von Schilf und Natursteinen; links im Bild steht in weißer Schrift auf grünem Hintergrund: „Du kannst Energie sparen“.
Solarteichpumpe versorgt einen kleinen Gartenteich mit Wasserfontänen, umgeben von Schilf und Natursteinen; links im Bild steht in weißer Schrift auf grünem Hintergrund: „Du kannst Energie sparen“.

Solarteichpumpe – So hältst Du Deinen Teich gesund und sparst Strom

Ein Gartenteich ist der Hingucker in jedem Garten, ein naturnah gestalteter Teich kann zudem Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten. Leider steigen in Zeiten hoher Energiepreise auch die Wartungskosten für einen gut gepflegten, gesunden Teich. Solarteichpumpen nutzen Sonnenenergie für den Pumpenbetrieb und können dadurch den Strombedarf im Vergleich zu einer netzbetriebenen Teichpumpe reduzieren.

Wozu dient eine Teichpumpe?

Sauerstoffversorgung: Eine Teichpumpe hilft, das Wasser im Teich zu bewegen und zu zirkulieren, wodurch Sauerstoff in das Wasser eingemischt wird. Dies ist besonders wichtig für Fische und andere Lebewesen im Teich, die auf Sauerstoff angewiesen sind.

Filterung: Teichpumpen werden oft in Kombination mit Teichfiltern eingesetzt. Sie fördern das Wasser durch den Filter, der Laub, tote Insekten, Algen und Schadstoffe daraus entfernt. In einem Teich mit Fischbestand muss das Wasser zudem von Fischkot und Fischfutter gereinigt werden. Dies sorgt für bessere Wasserqualität und hält den Teich klar und sauber.

Wasserzirkulation: Eine Teichpumpe trägt dazu bei, das Wasser im Teich gleichmäßig zu zirkulieren. Dies verhindert, dass sich in bestimmten Bereichen des Teichs abgestandenes Wasser sammelt, das zu Algenwachstum und unangenehmen Gerüchen bis hin zum Umkippen des Teichs führen kann.

Betrieb von Wasserspielen: Teichpumpen werden oft verwendet, um Wasserspiele wie Springbrunnen, Wasserfälle oder Bachläufe zu betreiben. Diese Wasserspiele wirken nicht nur optisch, sondern können auch zur Sauerstoffversorgung beitragen und das allgemeine Ökosystem im Teich verbessern.

Vorbeugung von Mücken: Mücken bevorzugen stehendes Wasser zum Brüten – die Wasserbewegung, die durch eine Teichpumpe erzeugt wird, kann also dazu beitragen, die Mückenpopulation in Schach zu halten.

Worauf Du beim Kauf achten solltest

Wichtigstes Kriterium für die Leistung einer Teichpumpe ist der Wasserdurchsatz. Das Teichvolumen bzw. die Größe Deines Teichs ist hier ausschlaggebend: Als grobe Orientierung wird häufig empfohlen, das Teichvolumen innerhalb weniger Stunden umzuwälzen. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch unter anderem von Größe, Fischbesatz und Filtersystem ab.

Teichpumpen mit einer entsprechenden Förderhöhe (auch "Förderdruck" genannt) zaubern schöne Wasserfontänen, während sie ihre Arbeit verrichten. Leistungsstarke Pumpen mit einer maximalen Fördermenge von mehr als 7.000 Litern pro Stunde können eine Förderhöhe von rund vier Metern erreichen. Es gibt auch Modelle mit integrierter LED-Beleuchtung, was die Wasserspiele zum optischen Highlight in Deinem Garten macht.

Ein weiteres sinnvolles Kaufkriterium ist eine Zuflussregelung. Diese lässt sich meist individuell stufenlos verstellen, um zu bestimmen, wie viel Wasser durch die Teichpumpe fließt. So kannst Du auch einer Überhitzung des Geräts vorbeugen.

Um das passende Filtervolumen für Deinen Teich auszuwählen, solltest Du auf folgende Aspekte achten:
  • Wasservolumen: Wie viel Wasser muss insgesamt umgewälzt werden?
  • Fischbestand: Je mehr Fische vorhanden sind, desto schneller verschmutzt das Wasser.
  • Standort: Liegt der Teich zwischen Bäumen und Pflanzen, von denen Blätter ins Wasser fallen?
  • Sonneneinstrahlung: Optimal sind fünf bis sechs Sonnenstunden am Tag. Starke Sonneneinstrahlung kann die Wassertemperatur erhöhen. Mit steigender Wassertemperatur sinkt die Fähigkeit des Wassers, Sauerstoff zu speichern, was Algenwachstum begünstigen kann.

Welche Arten von Solarteichpumpen gibt es?

Solarteichpumpe mit direktem Anschluss an ein Solarmodul: Hier ist die Pumpe direkt an ein Solarmodul angeschlossen. Sobald die Sonne darauf trifft, beginnt die Pumpe zu laufen. Die große Fläche des Solarpanels sorgt dafür, dass die Wasserförderung bereits bei geringer Sonneneinstrahlung beginnt. Nachts oder bei bewölktem Himmel läuft die Pumpe nicht.

Solarteichpumpe mit Solarmodul und Akku: Zwischen Solarmodul und Pumpe ist ein Akkuspeicher installiert. Die Energie aus dem Modul wird im Akku gespeichert, der wiederum die Solarpumpe versorgt. Eine volle Akkuladung liefert der Pumpe nachts und bei bewölktem Himmel Energie für mehrere Stunden, die Pumpe kann also im besten Fall rund um die Uhr arbeiten.

Solarteichpumpe mit Akku und umfangreichem Zubehörset inklusive Solarpanel, Pumpe und Verlängerungsdüsen.
Solarteichpumpe mit Akku und umfangreichem Zubehörset inklusive Solarpanel, Pumpe und Verlängerungsdüsen.
Solarteichpumpe ohne Akku mit Solarpanel, Tauchpumpe und Aufsätzen für verschiedene Fontänenformen.
Solarteichpumpe ohne Akku mit Solarpanel, Tauchpumpe und Aufsätzen für verschiedene Fontänenformen.

Tipps

Tipp 1: Da die Pumpe möglichst durchgehend laufen sollte, ist eine Solarteichpumpe mit Akku empfehlenswert. Gerade ein Tag mit viel Sonneneinstrahlung kann stehendes Wasser im Teich so stark aufheizen, dass sich die Wasserqualität und der Sauerstoffhaushalt insbesondere in kleinen oder stark besetzten Teichen ins Kritische verändern kann.

Tipp 2: Ein großer Teich setzt eine Pumpe mit entsprechend hohem Leistungsbedarf voraus, der eventuell nicht allein aus Solarenergie gedeckt werden kann. Hier ist eine Solarteichpumpe mit Hybridtechnik eine gute Alternative, um auf Nummer sicher zu gehen: Der Strom wird wie bei einer reinen Solarteichpumpe vorrangig aus den Solarzellen gewonnen, kann aber auch über einen im Set enthaltenen Trafo aus dem Stromnetz eingespeist werden, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Wie installierst Du die Solarteichpumpe?

  1. Solarpanel-Positionierung: Wähle einen Standort für das Solarpanel, an dem es die meiste Sonneneinstrahlung erhält – am besten ein gut zugänglicher und offener Bereich, der frei von Schatten und Hindernissen ist. In der Regel ist eine südliche Ausrichtung am besten, um die maximale Menge an Sonnenlicht zu erhalten.
  2. Befestigen des Solarpanels: Befestige das Solarpanel an einem stabilen Rahmen oder einer Halterung, je nach Herstellerangaben entweder auf dem Boden oder auf einer erhöhten Plattform. Achte auf umstehende Bäume, die Zweige oder Blätter abwerfen könnten, und darauf, dass das Panel fest und sicher befestigt ist, damit es nicht verrutscht oder umkippt.
  3. Verbinden von Pumpe und Solarpanel: Verbinde das Solarmodul mit der Teichpumpe. In der Regel werden die beiden Komponenten über ein Verbindungskabel verbunden. Achte darauf, dass die Kabelverbindung fest sitzt und gut isoliert ist, um Wasserschäden oder Kurzschlüsse zu vermeiden.
  4. Positionieren der Pumpe im Teich: Setze die Pumpe vorsichtig an einer geeigneten Stelle in den Teich ein. Sie sollte auf einer stabilen, ebenen Fläche stehen und vollständig unter Wasser sein. Wichtig ist, dass die Pumpe nicht direkt auf dem Teichboden aufliegt, um ein Verstopfen durch Schlamm oder Schmutz zu verhindern. Verwende gegebenenfalls eine Pumpe mit Saugfüßen oder eine spezielle Plattform, um die Pumpe anzuheben.
  5. Installieren von Zubehör: Befestige das erforderliche Zubehör wie z. B. Schläuche, Aufsätze oder Filter an der Pumpe gemäß den Herstelleranweisungen. Am besten kontrollierst Du abschließend noch einmal, dass alle Verbindungen sicher und dicht sind.
  6. Testen der Pumpe: Schalte das Solarmodul ein und überprüfe, ob die Pumpe richtig funktioniert. Die Pumpe sollte das Wasser zirkulieren lassen, sobald sie genügend Sonnenlicht empfängt.
  7. Feinabstimmung: Passe bei Bedarf die Position des Solarpanels oder der Pumpe an, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Überprüfe regelmäßig die Pumpe und das Solarpanel, um sicherzustellen, dass sie sauber und in gutem Zustand sind.
Kleine Solarteichpumpe mit Wasserglocke in einem modernen Mini-Teich mit Wasserpflanzen auf einer Terrasse.
Kleine Solarteichpumpe mit Wasserglocke in einem modernen Mini-Teich mit Wasserpflanzen auf einer Terrasse.

Wartung und Reinigung der Solarteichpumpe

Du solltest das Solarmodul regelmäßig reinigen, damit es seine maximale Leistung liefert. Dazu einfach mit einem weichen Schwamm und Wasser vorsichtig abwischen. Zudem solltest Du die Teichpumpe ein- bis zweimal pro Saison reinigen, um Algenablagerungen und Kalk zu entfernen. Dazu einfach die Teile mit Wasser ausspülen und falls nötig mit einer weichen Bürste reinigen.

Am Ende der Teichsaison wird die Solarteichpumpe rechtzeitig vor dem ersten Frost aus dem Wasser geholt und gereinigt. Über den Winter kannst Du sie an einem frostfreien Ort entweder in einem Eimer Wasser oder gut getrocknet aufbewahren.

Was kostet eine Solarteichpumpe – und wie viel Energie kann man sparen?

Bei uns findest Du eine breite Auswahl an Solarteichpumpen für jeden Bedarf im Komplettset mit großem Solarpanel und Erdspieß. Solarteichpumpen mit einer relativ geringen Fördermenge von 350 Liter und einer Förderhöhe von 80 cm gibt es bereits für rund 75,- Euro. Solarteichpumpen mit höherer Förderleistung und entsprechend größeren Solarmodulen sind bereits ab 139,- Euro erhältlich.

Die Energieeinsparung durch eine Solarteichpumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe der Pumpe, der Menge an Sonnenlicht, die das Solarpanel erhält, und der Effizienz des Systems.

Das folgende Beispiel zeigt, wie schnell sich die Anschaffung lohnt. Wir gehen von einer typischen Teichsaison von 220 Tagen (Frühling bis Herbst) aus:
  • Eine herkömmliche 50-Watt-Pumpe, die in dieser Zeit 12 Stunden täglich am Stromnetz läuft, verbraucht ca. 132 kWh pro Jahr (50W × 12h × 220 Tage). Bei einem Strompreis von 0,30 Euro pro kWh zahlst Du dafür jedes Jahr rund 39,60 Euro an Deinen Stromanbieter.
  • Ersetzt Du diese Pumpe durch eine reine Solarteichpumpe, sinken Deine Stromkosten für diesen Einsatzzweck auf 0,- Euro. Du sparst also die vollen 132 kWh bzw. knapp 40,- Euro pro Jahr. Abhängig von Anschaffungskosten, Nutzung und Strompreis kann sich die Investition in eine Solarteichpumpe also bereits nach wenigen Jahren auszahlen.
Hinweis: Eine Solarpumpe arbeitet dann, wenn die Sonne scheint. Möchtest Du die Laufzeit in die Abendstunden verlängern oder bewölkte Phasen überbrücken, empfehlen wir ein Komplettset mit integriertem Akkuspeicher.

Kurz zusammengefasst – Vorteile einer Solarteichpumpe:

Nutzung erneuerbarer Energie: Solarteichpumpen nutzen Sonnenenergie für den Pumpenbetrieb. Durch keinen bzw. den geringeren Bedarf an Netzstrom können – abhängig von Nutzung und Strommix – auch die mit dem Pumpenbetrieb verbundenen Emissionen reduziert werden.

Kosteneffizienz: Solarteichpumpen beziehen die für den Pumpenbetrieb benötigte elektrische Energie über ein Solarmodul. Dadurch reduzieren sich die laufenden Stromkosten gegenüber einer netzbetriebenen Teichpumpe. Zudem besitzen sie meist weniger bewegliche Teile als herkömmliche Pumpen, was zu einer längeren Lebensdauer und geringerem Wartungsaufwand führen kann.

Einfache Installation: Solarteichpumpen sind einfach zu installieren und erfordern keine komplizierten elektrischen Verkabelungen. Sie können in der Regel ohne Fachkenntnisse oder zusätzliche Hilfe installiert werden.

Sicherheit: Da Solarteichpumpen keine Netzstromversorgung benötigen, besteht ein geringeres Risiko für elektrische Unfälle oder Stromschläge im Zusammenhang mit Wasser und Elektrizität.

Flexibilität: Solarteichpumpen können an verschiedenen Orten und in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, wie z. B. Teichen, Wasserspielen oder Springbrunnen. Sie sind besonders nützlich in abgelegenen Gebieten, in denen der Zugang zu einer Stromversorgung schwierig ist.

Flexible Energieversorgung: Solarteichpumpen benötigen keine feste Netzstromversorgung. Modelle mit Akkuspeicher können je nach Ausführung auch bei fehlender Sonneneinstrahlung oder Stromausfällen für einen begrenzten Zeitraum weiterarbeiten.

Ästhetik: Solarteichpumpen tragen zur Ästhetik und Attraktivität von Teichen und Wasserspielen bei, indem sie Wasserbewegung und Sauerstoffzufuhr fördern, was wiederum das Wachstum von Pflanzen und die Gesundheit von Fischen unterstützt.