
Rosen richtig pflanzen – Schritt für Schritt
Viele Gartenfreunde träumen von üppig blühenden und betörend duftenden Rosen und trauen sich nicht an diese als anspruchsvoll geltenden Pflanzen heran. Dabei ist ein blühender Rosengarten mit Beet-, Hecken- oder Kletterrosen kein Hexenwerk. Wer einige Grundregeln zur Gartenplanung beachtet, hat viel Freude an seinen Rosen. Die folgende Anleitung zeigt, wie Du wurzelnackte Rosen richtig pflanzt.
Schritt 1: Rosen richtig pflanzen – die Standortwahl
Rosen im Garten sind eine langfristige Pflanzung, die auf viele Jahre ausgelegt ist. Daher ist es wichtig, den passenden Standort für die majestätischen Pflanzen zu wählen. Rosen mögen es luftig und sonnig. Ramblerrosen gedeihen oft auch noch im Halbschatten. Zu warm und sonnig darf es für die Rose allerdings auch nicht sein. Verzichte auf Rosen neben stark reflektierenden gepflasterten Gartenwegen oder an reflektierenden Hauswänden, die den ganzen Tag von der Sonne bestrahlt werden. Rosen gedeihen in nahezu jedem Boden, der nicht zu sauer ist. Achte auf eine passende Nachbarschaft. Junge Rosen werden von stark wuchernden Stauden schnell verdrängt. Die richtige Pflanzzeit für Rosen ist der Herbst, oft bis Ende November oder Anfang Dezember. Notfalls kannst Du die Rosen auch im Frühjahr pflanzen. Möchtest Du unbedingt im Sommerhalbjahr Rosen in den Garten setzen, greife auf Containerrosen zurück. Rosen mit Ballen wurzeln im Vergleich zu wurzelnackten Pflanzen etwas schlechter ein. Eine wurzelnackte Rose kannst Du dafür ganzjährig in den Garten setzen.
Schritt 2: Rosen richtig pflanzen – der passende Pflanzabstand
Je nach Rosenart benötigen die einzelnen Pflanzen unterschiedlich viel Platz. Gerade bei wurzelnackten Rosen ist es mitunter schwer, sich die nötige Anzahl an Pflanzen und den passenden Abstand vorzustellen. Die folgenden Angaben geben Dir einen Überblick:
- Zwergrosen : Ein Abstand von 30 cm ist angemessen. Das bedeutet, dass Du pro qm acht bis neun Pflanzen im Beet benötigst, in Reihe gepflanzt sind dreieinhalb Pflanzen pro laufendem Meter richtig.
- Beetrosen und Edelrosen: Hier beträgt der Pflanzabstand 40 bis 50 cm. Pro qm gehören vier bis fünf Pflanzen in das Beet, mit zweieinhalb Pflanzen pro laufendem Meter erhälst Du eine schöne Rosenhecke.
- Bodendeckerrosen: Diese Pflanzen benötigen mit 50 bis 80 cm Abstand besonders viel Raum. Zwei Pflanzen genügen pro qm Beetfläche, in Reihe gepflanzt genügen zwei Pflanzen pro laufendem Meter.
- Strauchrosen: Bei Strauchrosen gibt die Höhe der ausgewachsenen Pflanze gleichzeitig den Abstand vor. Eine ein Meter hohe Rose benötigt auch einen Meter Abstand, bei einer zwei Meter großen Art verdoppelt sich der Wert. Möchtest Du eine dichte Hecke erreichen, halbieren Sie den Pflanzabstand.
- Ramblerrosen: Bis zu 2,5 m hohe Arten benötigen einen Abstand von 2 Metern, bei einer zu erwartenden Höhe von 5 bis 7 m sind 4 m Abstand passend. Noch größere Exemplare benötigen 6 m Raum.
- Kletterrosen: Die Kletterrosen benötigen einen Pflanzabstand von 80 cm bis 1,5 m.

Schritt 3: Wurzeln und Triebe schneiden
Wurzelnackte Rosen erhälst Du gut verpackt. Deshalb kann das Pflanzen bis zum nächsten Wochenende oder bis zum Ende einer kurzen Frostphase warten. Lagere die Pakete so lange schattig und kühl. Um Rosen richtig zu pflanzen, ist das Beschneiden der Triebe und Wurzeln ein essenzieller Arbeitsschritt. Benutze eine scharfe Rosenschere, um die Triebe sauber zu kürzen und die Pflanze nicht zu quetschen. Kürze die Triebe auf eine Länge von etwa 20 cm und schneide die Wurzeln an den Spitzen an. Entferne verletzte und abgeknickte Wurzeln.
Schritt 4: Rosen wässern
Bevor Du die Rosen richtig pflanzen kannst, benötigen sie Wasser. Stell die Pflanzen komplett mit Wurzeln und Trieben in einen Eimer Wasser. Die Veredelungsstelle muss unbedingt von Wasser bedeckt sein. Lasse die Rosen mindestens 2 und höchsten 24 Stunden wässern. Bei einer Pflanzung im Herbst genügt eine kürzere Zeit. Möchtest Du die Rosen dagegen im Frühjahr pflanzen, gönne ihnen eher mehr Zeit im frischen Nass. Containerrosen wässerst Du, indem Du das Pflanzgefäß unter Wasser drückst. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, kannst Du die Rose einpflanzen.
Schritt 5: Pflanzloch anlegen
Rosen benötigen ein großzügiges Pflanzloch. Lockere den Boden mit dem Spaten etwa zwei Spatenlängen tief auf und hebe eine Grube von etwa 40 cm Durchmesser aus. Die Grube muss so tief sein, dass die Wurzeln der Rose nicht umknicken, wenn Du die Pflanze so in den Boden einsetzt, dass die Veredelungsstelle rund 5 cm unter dem Bodenniveau liegt.Mische den Bodenaushub mit Rosenerde oder Torf, um ihn aufzulockern. Auch eine oder zwei Hände voll Lavasteine, die die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern, sind empfehlenswert. Bei eher sandigem Untergrund greifen Sie zu Bentonit oder Bodengranulat. Verzichte komplett auf Kompost oder Dünger . Zusätzliche Nährstoffe kannst Du der Rose nach etwa einem Jahr Standzeit im Garten zuführen. Um Rosen richtig zu pflanzen, ist der Verzicht auf Dünger notwendig. Die konzentrierten Nährstoffe können die feinen Haarwurzeln der Rose verbrennen und den Wasserhaushalt der Pflanze beeinträchtigen.

Schritt 6: Einpflanzen
Setze die vorbereitete Rose in das Pflanzloch ein. Achte darauf, dass die Wurzeln unten nicht umknicken und dass die Veredelungsstelle mindestens 5 cm in der Erde liegt. Fülle das Loch nun auf und tritt die Erde vorsichtig fest. Die Veredelungsstelle muss unterirdisch liegen, damit sie durch die Temperaturunterschiede in der Wintersonne nicht aufreißen kann. Lege aus Erde einen Ring um das Pflanzloch. Dieser Wall hilft beim anschließenden Wässern. Containerrosen mit Wurzelballen und Erde kannst Du ebenso einsetzten.
Schritt 7: Wässern
die frisch eingepflanzte Rose musst du gründlich wässern. Das gesamte Erdreich um die Wurzel soll von Wasser durchdrungen werden, um eventuelle Hohlräume zu schließen. Weiteres Gießen mit Gießkanne oder Gartenschlauch ist nur in sehr trocknen Frühjahren nötig.
Schritt 8: Anhäufeln
Unabhängig davon, ob Du die Rosen im Herbst oder im Frühjahr pflanzt, musst Du unbedingt Erde um die Triebe anhäufeln. Die angehäufte Erde sollte rund 10 cm hoch sein. Die Erde bietet einen natürlichen Schutz vor Frost, Wind und Sonne. Entferne die Erde erst, wenn die Pflanze gut und deutlich ausgetrieben hat.