Eine schematische Darstellung zeigt die einzelnen Schritte zum Pflanzen wurzelnackter Rosen. Links oben ist eine hagebau-Anleitung mit drei bebilderten Etappen abgebildet. Darunter befindet sich ein ausgehobenes Pflanzloch. In der Mitte wird eine Rose mit zurückgeschnittenen Trieben gezeigt, deren Wurzeln mit einer Schere gekürzt wurden. Ein Eimer mit Wasser symbolisiert das Wässern für 2 bis 24 Stunden. Weitere Symbole zeigen den optimalen Pflanzzeitpunkt im Herbst, einen Abstand von 10 cm zur Erde, den Schutz vor Hitzeeinwirkung am Haus sowie eine Schnecke als Hinweis auf mögliche Gefahren

Rosen richtig pflanzen – Schritt für Schritt

Viele Gartenfreunde träumen von üppig blühenden und betörend duftenden Rosen und trauen sich nicht an diese als anspruchsvoll geltenden Pflanzen heran. Dabei ist ein blühender Rosengarten mit Beet-, Hecken- oder Kletterrosen kein Hexenwerk. Wer einige Grundregeln zur Gartenplanung beachtet, hat viel Freude an seinen Rosen. Die folgende Anleitung zeigt, wie Du wurzelnackte Rosen richtig pflanzt.


Schritt 1: Rosen richtig pflanzen – die Standortwahl

Rosen im Garten sind eine langfristige Pflanzung, die auf viele Jahre ausgelegt ist. Daher ist es wichtig, den passenden Standort für die majestätischen Pflanzen zu wählen. Rosen mögen es luftig und sonnig. Ramblerrosen gedeihen oft auch noch im Halbschatten. Zu warm und sonnig darf es für die Rose allerdings auch nicht sein. Verzichte auf Rosen neben stark reflektierenden gepflasterten Gartenwegen oder an reflektierenden Hauswänden, die den ganzen Tag von der Sonne bestrahlt werden. Rosen gedeihen in nahezu jedem Boden, der nicht zu sauer ist. Achte auf eine passende Nachbarschaft. Junge Rosen werden von stark wuchernden Stauden schnell verdrängt. Die richtige Pflanzzeit für Rosen ist der Herbst, oft bis Ende November oder Anfang Dezember. Notfalls kannst Du die Rosen auch im Frühjahr pflanzen. Möchtest Du unbedingt im Sommerhalbjahr Rosen in den Garten setzen, greife auf Containerrosen zurück. Rosen mit Ballen wurzeln im Vergleich zu wurzelnackten Pflanzen etwas schlechter ein. Eine wurzelnackte Rose kannst Du dafür ganzjährig in den Garten setzen.
Eine schematische Darstellung zeigt die Wahl des geeigneten Standorts zum Pflanzen einer Rose. Links steht ein großer Baum, daneben ein Kalender mit der Aufschrift „Herbst“ als Hinweis auf den idealen Pflanzzeitpunkt. Im Vordergrund sind zwei Pflanzlöcher zu sehen: eines im Halbschatten mit Häkchen und eines direkt an einer Hauswand mit Hitzestrahlung und einem X. Darüber befinden sich ein Fragezeichen und eine große Sonne, die auf den Lichtbedarf hinweist. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 1

Schritt 2: Rosen richtig pflanzen – der passende Pflanzabstand

Je nach Rosenart benötigen die einzelnen Pflanzen unterschiedlich viel Platz. Gerade bei wurzelnackten Rosen ist es mitunter schwer, sich die nötige Anzahl an Pflanzen und den passenden Abstand vorzustellen. Die folgenden Angaben geben Dir einen Überblick:

  • Zwergrosen : Ein Abstand von 30 cm ist angemessen. Das bedeutet, dass Du pro qm acht bis neun Pflanzen im Beet benötigst, in Reihe gepflanzt sind dreieinhalb Pflanzen pro laufendem Meter richtig.
  • Beetrosen und Edelrosen: Hier beträgt der Pflanzabstand 40 bis 50 cm. Pro qm gehören vier bis fünf Pflanzen in das Beet, mit zweieinhalb Pflanzen pro laufendem Meter erhälst Du eine schöne Rosenhecke.
  • Bodendeckerrosen: Diese Pflanzen benötigen mit 50 bis 80 cm Abstand besonders viel Raum. Zwei Pflanzen genügen pro qm Beetfläche, in Reihe gepflanzt genügen zwei Pflanzen pro laufendem Meter.
  • Strauchrosen: Bei Strauchrosen gibt die Höhe der ausgewachsenen Pflanze gleichzeitig den Abstand vor. Eine ein Meter hohe Rose benötigt auch einen Meter Abstand, bei einer zwei Meter großen Art verdoppelt sich der Wert. Möchtest Du eine dichte Hecke erreichen, halbieren Sie den Pflanzabstand.
  • Ramblerrosen: Bis zu 2,5 m hohe Arten benötigen einen Abstand von 2 Metern, bei einer zu erwartenden Höhe von 5 bis 7 m sind 4 m Abstand passend. Noch größere Exemplare benötigen 6 m Raum.
  • Kletterrosen: Die Kletterrosen benötigen einen Pflanzabstand von 80 cm bis 1,5 m.
Eine schematische Darstellung zeigt den empfohlenen Pflanzabstand für Rosen. In einem aufgelockerten Pflanzstreifen sind drei kreisrunde Pflanzlöcher in einem Abstand von 30 bis 80 cm angelegt. Eine Schaufel steht im Erdreich, daneben liegen einige Steine. Rechts daneben ist ein Container-Rosenstock mit sichtbarer Veredelungsstelle abgebildet. Symbole mit Häkchen und Auge weisen auf die Beachtung des richtigen Abstands und der Pflanztiefe hin. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 2

Schritt 3: Wurzeln und Triebe schneiden

Wurzelnackte Rosen erhälst Du gut verpackt. Deshalb kann das Pflanzen bis zum nächsten Wochenende oder bis zum Ende einer kurzen Frostphase warten. Lagere die Pakete so lange schattig und kühl. Um Rosen richtig zu pflanzen, ist das Beschneiden der Triebe und Wurzeln ein essenzieller Arbeitsschritt. Benutze eine scharfe Rosenschere, um die Triebe sauber zu kürzen und die Pflanze nicht zu quetschen. Kürze die Triebe auf eine Länge von etwa 20 cm und schneide die Wurzeln an den Spitzen an. Entferne verletzte und abgeknickte Wurzeln.
Eine schematische Darstellung zeigt zwei wurzelnackte Rosenstöcke vor einem Pflanzloch. Die Wurzeln und Triebe wurden bereits zurückgeschnitten, eine Gartenschere liegt daneben. Ein Symbol mit Häkchen und eine Maßangabe von 20 cm deuten auf die empfohlene Länge der Triebe hin. Links oben liegt ein kleiner Steinhaufen. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 3

Schritt 4: Rosen wässern

Bevor Du die Rosen richtig pflanzen kannst, benötigen sie Wasser. Stell die Pflanzen komplett mit Wurzeln und Trieben in einen Eimer Wasser. Die Veredelungsstelle muss unbedingt von Wasser bedeckt sein. Lasse die Rosen mindestens 2 und höchsten 24 Stunden wässern. Bei einer Pflanzung im Herbst genügt eine kürzere Zeit. Möchtest Du die Rosen dagegen im Frühjahr pflanzen, gönne ihnen eher mehr Zeit im frischen Nass. Containerrosen wässerst Du, indem Du das Pflanzgefäß unter Wasser drückst. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, kannst Du die Rose einpflanzen.
Eine schematische Darstellung zeigt einen Eimer mit Wasser, in dem zwei wurzelnackte Rosenstöcke komplett eingetaucht sind. Die Veredelungsstelle ist ebenfalls unter Wasser. Darüber ist ein Pfeil mit der Zeitangabe „2 bis 24 h“ zu sehen. Ein Ausrufezeichen weist auf die Wichtigkeit dieser Maßnahme hin, ein Häkchen bestätigt die richtige Ausführung. Im Hintergrund ist ein vorbereitetes Pflanzloch mit drei Vertiefungen und einem Steinhaufen zu sehen. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 4

Schritt 5: Pflanzloch anlegen

Rosen benötigen ein großzügiges Pflanzloch. Lockere den Boden mit dem Spaten etwa zwei Spatenlängen tief auf und hebe eine Grube von etwa 40 cm Durchmesser aus. Die Grube muss so tief sein, dass die Wurzeln der Rose nicht umknicken, wenn Du die Pflanze so in den Boden einsetzt, dass die Veredelungsstelle rund 5 cm unter dem Bodenniveau liegt.

Mische den Bodenaushub mit Rosenerde oder Torf, um ihn aufzulockern. Auch eine oder zwei Hände voll Lavasteine, die die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern, sind empfehlenswert. Bei eher sandigem Untergrund greifen Sie zu Bentonit oder Bodengranulat. Verzichte komplett auf Kompost oder Dünger . Zusätzliche Nährstoffe kannst Du der Rose nach etwa einem Jahr Standzeit im Garten zuführen. Um Rosen richtig zu pflanzen, ist der Verzicht auf Dünger notwendig. Die konzentrierten Nährstoffe können die feinen Haarwurzeln der Rose verbrennen und den Wasserhaushalt der Pflanze beeinträchtigen.
Eine schematische Darstellung zeigt das richtige Anlegen eines Pflanzlochs für eine Rose. Die Rose wurde mittig in das etwa 40 cm breite Loch gesetzt, umgeben von aufgelockerter Erde ohne zusätzlichen Dünger. Eine rote Schaufel steht daneben, links sind Steine und eine Schnecke abgebildet. Rechts oben ist ein Düngerbeutel mit einem X zu sehen, darunterein Häkchen für die korrekte Pflanzweise. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 5

Schritt 6: Einpflanzen

Setze die vorbereitete Rose in das Pflanzloch ein. Achte darauf, dass die Wurzeln unten nicht umknicken und dass die Veredelungsstelle mindestens 5 cm in der Erde liegt. Fülle das Loch nun auf und tritt die Erde vorsichtig fest. Die Veredelungsstelle muss unterirdisch liegen, damit sie durch die Temperaturunterschiede in der Wintersonne nicht aufreißen kann. Lege aus Erde einen Ring um das Pflanzloch. Dieser Wall hilft beim anschließenden Wässern. Containerrosen mit Wurzelballen und Erde kannst Du ebenso einsetzten.
Eine schematische Darstellung zeigt das Einpflanzen einer Rose in ein vorbereitetes Pflanzloch. Die Wurzeln sind mit Erde bedeckt, die Veredelungsstelle befindet sich etwa 5 cm unter der Erdoberfläche. Ein Fuß tritt vorsichtig die Erde fest. Rechts ist ein Häkchen für die richtige Pflanztiefe zu sehen. Im Hintergrund liegen Steine und eine Schnecke. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 6

Schritt 7: Wässern

die frisch eingepflanzte Rose musst du gründlich wässern. Das gesamte Erdreich um die Wurzel soll von Wasser durchdrungen werden, um eventuelle Hohlräume zu schließen. Weiteres Gießen mit Gießkanne oder Gartenschlauch ist nur in sehr trocknen Frühjahren nötig.
Eine schematische Darstellung zeigt eine frisch gepflanzte Rose, die mit einer Gießkanne gründlich gewässert wird. Die Pflanzstelle ist mit Erde umgeben, aus der nur die oberen Triebe herausschauen. Rechts neben der Rose steht ein Symbol mit Häkchen für die richtige Ausführung. Links im Bild befinden sich einige Steine und eine Schnecke. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 7

Schritt 8: Anhäufeln

Unabhängig davon, ob Du die Rosen im Herbst oder im Frühjahr pflanzt, musst Du unbedingt Erde um die Triebe anhäufeln. Die angehäufte Erde sollte rund 10 cm hoch sein. Die Erde bietet einen natürlichen Schutz vor Frost, Wind und Sonne. Entferne die Erde erst, wenn die Pflanze gut und deutlich ausgetrieben hat.
Eine schematische Darstellung zeigt eine frisch gepflanzte Rose, bei der rund um die Triebe ein 10 cm hoher Erdwall angehäuft wurde. Rechts daneben befindet sich ein Symbol mit einem Häkchen zur Bestätigung der richtigen Maßnahme. Links ist eine Schnecke auf einem Erdhügel zu sehen. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 8