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Gartenhaus dämmen - die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für einen optimalen Schutz vor der Witterung benötigt das Gartenhaus eine solide Dämmung. Mit dieser einfachen Maßnahme schützen Sie Ihre Gartengeräte im Gartenhaus effektiv und Ihr Aufenthalt im Garten fällt deutlich komfortabler aus. Denn im Sommer ist das Klima im Gartenhaus dank Dämmung angenehm kühl, im Winter bekommen Sie keine kalten Füße. Zudem schützt die Dämmung vor Feuchtigkeit und Schimmel, was gerade dann wichtig ist, wenn Strom im Gartenhaus vorhanden ist. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie auch Sie von der Dämmung für Ihr Gartenhaus im Garten profitieren können.

Gartenhaus dämmen Schritt für Schritt

Selbst Laien können die Dämmung sowie den Aufbau des Gartenhauses in Eigenregie vornehmen. Sie müssen hierfür lediglich die Wände, Türen und Fenster sowie das Dach und den Boden der Gartenhäuser abdichten. Diese Gründe sprechen für eine Dämmung:

  • Wärme bleibt im Wohnhaus
  • Schutz vor Kälte im Winter
  • Schützt vor Schimmel und Witterung
  • Abweisung von Feuchtigkeit

Das Gartenhaus zu dämmen lohnt sich in jedem Fall, unabhängig davon, ob Sie das Gartenhaus für die Lagerung von Gartengeräten oder zum Wohnen nutzen. Durch die Vermeidung einer zu hohen Luftfeuchtigkeit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Gartengeräte rosten. Im Winter sorgt die Isolierung im Wochenendhaus dafür, dass die Wärme im Gartenhaus bleibt und nicht in den Garten entweicht.

Gartenhaus dämmen: Werkzeug für die Isolierung

  • Dieses Werkzeug benötigen Sie für das Dämmen der Gartenhäuser:
  • Spaxschrauben
  • Tacker
  • Akkuschrauber
  • Mundschutz
  • Stichsäge zum Zusägen von Holzteilen

Schritt 1: Boden im Gartenhaus dämmen

Der entscheidende Schritt ist die Boden-Dämmung der Gartenhäuser, da über den Boden die Kälte aus dem Erdreich in das Gartenhaus gelangt. In Gartenhäusern finden sich meistens einfache Bodenplatten aus Beton oder aus Zement, die nicht ausreichend isolieren.

Errichten Sie zuerst eine Verkleidung aus Profilholzbrettern für den Schutz des Bodens. Das Holz sollte mit einer Holzschutzfarbe behandelt werden. Unter die Unterkonstruktion der Dielen legen Sie eine Dämmschutzfolie aus, geben eine Dämmstofffüllung dazu und verarbeiten dann eine weitere Folie. Die Füllung kann entweder mit Styropor oder Styrodur erfolgen. Die Bodendielen befestigen Sie über dem neu ausgelegten Isoliermaterial.

Schritt 2: Dach isolieren

Ebenso wichtig wie die Bodendämmung ist die Dach-Isolierung. Das Dämmmaterial sollte seiner Stärke nach der Stärke der Dachlatten entsprechen. Die Dachlatten dienen als Gerüst für die Dämmmaterialien. Unter dem Dach müssen Sie eine Dampfsperre montieren, so wird die Feuchtigkeit aus dem Gartenhaus nach draußen geleitet. Die Bretter verbinden Sie mit Nut und Feder. Sollte das Dach einen Zwischenboden aufweisen, führen Sie einen kleinen Schlauch ein und spritzen damit das Dämmmaterial ein. Wird das Gartenhaus gerade erst aufgebaut, bietet sich die Verwendung von Dämmmatten für die Isolierung an.

Zusammenfassung: Diese Materialien benötigen Sie für die Dämmung von Boden und Dach der Gartenhäuser

  • Styrodur bietet sich für die kostengünstige Dämmung des Bodens an
  • Verwenden Sie für den Boden Dämmunterlagen
  • Profilholzbretter bieten einen zusätzlichen Schutz und sollten mit Holzschutzfarbe behandelt werden
  • Bitumendachplatten dienen der Dämmung des Dachs und sind am besten mit einer Dampfsperre zu kombinieren

Setzen Sie unter der Dämmung eine diffusionsoffene Folie ein, erhalten Sie einen effektiven Schutz gegen Schimmel.

Schritt 3: Innen- und Außenseite am Gartenhaus verkleiden

Nun geht es an die Dämmung der Wände. Mehrschichtsysteme eignen sich für die Dämmung der Außenwände ebenso wie für die Innenwände und sorgen für eine gründliche Isolierung, was gerade für das Heizen entscheidend ist. Grundsätzlich gilt: Je dichter die isolierende Schicht ausfällt, desto höher ist auch der Schutz.

Für die Bearbeitung der Außenwände am Gartenhaus eignen sich Materialien wie zum Beispiel Styropor oder Styrodur. Die Dämmmaterialien werden an den Wänden angebracht, danach verschalen Sie die Wände mit Gipskartonplatten. Holz eignet sich ebenfalls für die Verkleidung. Auf keinen Fall darf während der Arbeiten Feuchtigkeit in das Holz oder die Isolierschicht eindringen. Eine Imprägnierung ist ebenfalls wichtig, damit das Gartenhaus vor Nässe und Schimmel geschützt ist. Die Platten aus Styropor oder Styrodur sollten mindestens einen halben Zentimeter dick sein. Eine Isolierung für das Gartenhaus kann problemlos bis zu einer Dicke von 5 cm verbaut werden. Ergeben sich zwischen den Platten Rillen, verschließen Sie diese mit Silikon.

Für die Dämmung der Innenwände eignen sich Materialien wie Holzwolle oder Mineralwolle. Hanffasern kommen ebenfalls infrage. Diese Materialien zeichnen sich durch ihre Feuerfestigkeit aus und lassen sich hervorragend mit Holz kombinieren.

Denken Sie daran, dass für einen optimalen Luftaustausch zwischen der Schalung und dem Dämmmaterial ein Luftspalt bleiben muss. Dieser hat auch positive Wirkungen auf die Isolation.

Zusammenfassung: Materialien für das Dämmen der Außen- und Innenwände

  • Materialien wie Styropor und Styrodur eignen sich für das Dämmen der Außenwände.
  • Mit Gipskartonplatten oder Holz verschalen Sie die bereits gedämmten Wände.
  • Eine gute Imprägnierung ist im Garten wichtig.
  • Rillen und Fugen lassen sich mit Silikon verschließen.

Schritt 4: Fenster und Türen isolieren

Die Fenster und Türen gehören ebenfalls zu den Wärmeleitern und müssen daher ebenso wie die Wände oder der Boden isoliert werden, um das Gartenhaus wetterfest zu machen. Nur so erzielen Sie eine optimale Gartenhaus-Dämmung. Durch die Fenster und Türen gelangt schließlich Wärme nach draußen und Feuchtigkeit ins Innere. Lassen Sie diesen Schritt nicht aus, sonst war die übrige Dämm-Arbeit am Gartenhaus umsonst. Installieren Sie um die Fenster und Türen ein Lattenkreuz und schneiden Sie das Dämmmaterial in der passenden Größe aus. Entstehende Fugen schließen Sie wiederum mit Silikon. Wenn Sie den Rahmen zusätzlich isolieren möchten, greifen Sie zu Dichtungsband. Eine Doppelverglasung der Fenster ist ein großer Vorteil, wenn es um die Wärmeisolierung geht.

Zusammenfassung: Diese Materialien benötigen Sie für die Dämmung von Fenstern und Türen

  • Versiegeln Sie die Rahmen der Fenster und Türen mit Dichtungsband.
  • Fugen verschließen Sie mit Silikon.

In den Dämmmaterialien sollten im Sinne eines ökologisch optimierten Gartenhauses keine chemischen Bindemittel, Klebstoffe oder anderen synthetischen Stoffe vorkommen.

Lesen Sie gleich in diesem Ratgeber weiter, wie Sie Ihr Gartendach begrünen können.