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Beetbegrenzung und Rasenkante: Welche Materialien sind empfehlenswert?

Eine Beetbegrenzung bzw. Rasenkante bildet zum Beispiel eine schöne optische Trennung zwischen Beeten und Rasenflächen. Neben der optischen Komponente verhindern geeignete Beeteinfassungen aber auch den Einwuchs von Stauden oder Wurzeln in den Rasen. Umgekehrt wird die Ausbreitung des Rasens in Beete verhindert. Beetbegrenzungen und Rasenkanten werden aus Stein, Kunststoff, Holz oder Metall gefertigt. Wo liegen die Vor- und Nachteile dieser Materialien? Für welche Zwecke eigenen sie sich? Unser nachfolgender Materialratgeber gibt Ihnen wertvolle Praxistipps zur Auswahl und Handhabung von Beetbegrenzungen und Rasenkanten.

Welchen Zweck erfüllen Beeteinfassungen und Rasenkanten?

Beetbegrenzung

In Beete eingewachsener Rasen sieht nicht nur unschön aus. Die dichten Wurzeln des Rasens bilden zudem eine für Regenwasser schwer zu durchdringende Barriere, die bei Stauden, Blumen oder Gemüse zu Trockenschäden führen kann. Außerdem entzieht starkwüchsiger Rasen Beeten wichtige Bodennährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Magnesium. Beetbegrenzungen und Rasenkanten schützen andererseits Ihre Rasenflächen vor unerwünschten Invasoren in Form von Staudenablegern oder Wurzelausläufern von Sträuchern. Mit einer Beeteinfassung können Sie ebenfalls Unkraut wie Giersch oder Quecke im Zaum halten. Rasenkanten bieten außerdem den Vorteil, dass sich der Rasen durch die klare Abgrenzung leichter mähen und pflegen lässt. Bei Rasenkanten mit Fahrspur für den Rasenmäher sparen Sie sich sogar den Einsatz eines Rasentrimmers. Kommt auf Ihrem Rasen ein Rasenmäherroboter ohne Begrenzungsdraht zum Einsatz, dienen Beetbegrenzungen und Rasenkanten als von den Sensoren des Roboters gut erkennbare Barrieren, die den Rasenmäher vor unfreiwilligen Ausflügen in Gemüse- oder Blumenbeete bewahren.

Vor dem Kauf steht die Planung

Obwohl Sie eine Beetbegrenzung oder Rasenkante meist auch nach dem Anlegen von Rasen oder Beeten setzen können, empfiehlt es sich, die Begrenzungen bereits vor der Anlage von Rasenflächen oder Blumenbeeten zu setzen. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn für Beeteinfassungen oder Rasenkanten aus Stein ein kleines Fundament nötig ist. Zur Ausschachtung des Fundaments benötigen Sie Platz und die Erdarbeiten gehen deutlich schneller voran, wenn Sie dabei nicht auf angrenzende Blumen oder Rasenflächen Rücksicht nehmen müssen. Messen Sie die benötigte Länge für Beetbegrenzungen und Rasenkanten vor dem Kauf genau aus und kalkulieren Sie die Länge im Zweifelsfall lieber etwas großzügiger. Bedenken Sie auch, dass Kunststoff-Rasenkanten, die als aufgerollte Meterware angeboten werden, für eine stabile Begrenzung an den Stoßstellen eine Überlappung von einigen Zentimetern benötigen. Um Wurzeln von Sträuchern, Stauden und Unkraut einigermaßen sicher einzudämmen, sollten Beet- und Raseneinfassungen mindestens 20 cm in den Boden reichen. Bei steinigen Böden lässt sich diese Tiefe oft nicht durch einfaches Einschlagen der Begrenzungen erreichen. Kalkulieren Sie für die erforderlichen Erdarbeiten also einen erhöhten Arbeitsaufwand ein. Einfassungen von Beeten und Rasenflächen dienen in vielen Gärten ebenfalls als ein wichtiges optisches Gestaltungselement. So passen zum Beispiel massive Begrenzungen aus Granit weniger gut zu einem Naturgarten und eine Rasenkante aus naturbelassenen Weidenzweigen könnte in einem englischen Ziergarten etwas deplatziert wirken. Oft kann man die optische Wirkung von Begrenzungen erst direkt im Garten einschätzen. Eine Hilfe bei der Auswahl kann ein Blick in Nachbargärten sein. Auch Gartenmagazine bieten vielfach interessante Anregungen zur Gestaltung von Rasen- und Beetbegrenzungen.

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Beetbegrenzungen und Rasenkanten – Stein, Kunststoff, Holz oder Metall?

Sie können beim Kauf einer Beetbegrenzung oder Rasenkante meist aus den Materialien Stein, Kunststoff, Holz und Metall wählen. Die genannten Materialien haben jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile:

Beetbegrenzung aus Steinen
  • Stein: Beet- oder Raseneinfassungen aus Stein sind stabil und witterungsbeständig. Außerdem wird Stein natürlich nicht wie Holz von Bodenbakterien oder Schädlingen angegriffen oder zersetzt. Deshalb ist eine Beetbegrenzung oder Rasenkante aus Stein besonders empfehlenswert für tiefgründige Begrenzungen bzw. Einfassungen, die langfristig und nicht nur für eine Gartensaison bestehen sollen. Im Vergleich zu Holz liegt das Preisniveau vor allem bei Granit und anderen Natursteinen höher. Rasenkanten oder Beeteinfassungen aus Stein können Sie aus Naturstein, Beton, Klinker oder sogar Backstein errichten. Naturstein und Beton weisen dabei die höchste Haltbarkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit auf. Bei Klinkern oder Backstein kann es durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit und Frost dagegen schneller zu Rissen und Absplitterungen kommen. Begrenzungen aus Beton verfügen über glatte Kanten und die einzelnen Elemente lassen sich sehr leicht bündig aneinanderreihen. Dadurch entstehen beim fachgerechten Setzen der Einfassung keine Spalten, die als Schlupflöcher für Wurzeln und Unkraut dienen könnten. Selbst wenn Naturstein maschinell behauen ist, können Sie behauene Natursteinelemente meist nicht ganz so nahtlos aneinanderfügen wie industriell gefertigte Beton- oder Klinkerelemente. Wollen Sie einen möglichst engen Verbund von Natursteinen erreichen, sollten Sie auf Begrenzungen achten, die geschnittene Kanten aufweisen. Naturstein-Elemente aus zum Beispiel Granit oder Basalt bieten eine sehr hochwertige Optik. Aufgrund des massiven Erscheinungsbilds passen zum Beispiel massive Einfassungen aus Granit allerdings nicht zu jedem Garten. Beetbegrenzungen und Rasenkanten aus Stein bzw. Beton benötigen je nach Ausführung ein kleines Fundament. Dies gilt besonders für Begrenzungen mit hohen Palisaden.

  • Kunststoff: Bei Beet- und Raseneinfassungen aus Kunststoff denken viele Gärtner wahrscheinlich an die grüne Rollmeterware aus dünnem Kunststoff. Diese sehr günstige Variante für Einfassungen lässt sich leicht verlegen. Allerdings sind Witterungsbeständigkeit und Stabilität auf keinem besonders hohen Niveau. So splittern die Kanten zum Beispiel bei Kontakt mit Rasenmäher oder Gartengeräten leicht. Im Handel sind aber ebenfalls hochwertige Einfassungselemente aus witterungsbeständigem Kunststoff erhältlich, die in ihrer Optik stark an Naturstein oder Beton erinnern. Auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Beschädigungen ist bei diesen Elementen in der Regel ausreichend. Für Einfassungen aus Kunststoff spricht zudem ihr geringes Gewicht, was den Transport und die Verarbeitung erleichtert. Außerdem sind Kunststoffelemente günstiger als Begrenzungen aus zum Beispiel Naturstein. Je nach Modell können Sie Kunststoffelemente wie Legosteine zusammenfügen. So wird ein sehr enger Verbund erreicht, der für Wurzeln und Unkraut eine sichere Barriere darstellt. Sie können Beetbegrenzungen und Rasenkanten aus Kunststoff in den verschiedensten Farben und Ausführungen kaufen. Dies bietet Ihnen einen großen gestalterischen Spielraum. Besonders praktisch sind Kunststoff-Rasenkanten mit einer Fahrspur für Rasenmäher. So können Sie mit einem Rad des Mähers auf der Rasenkante fahren. Dies ermöglicht dem Mähwerk einen sauberen Rasenschnitt bis direkt an die Rasenkante. Das zeitintensive Nachschneiden der Kante mit einem Rasentrimmer entfällt dadurch. Trotz aller Vorteile von Kunststoff bleibt die Optik und „Ausstrahlung“ des Materials doch meist hinter der von Holz und Naturstein zurück. Dies kann eine Kunststoff-Begrenzung oder Kunststoff-Rasenkante insbesondere in Naturgärten zu einem Fremdkörper werden lassen.

Gartenweg
  • Holz: Eine Beetbegrenzung oder Rasenkante aus Holz passt sich mit ihrem natürlichen Look gut in fast alle Gärten ein. Holz lässt sich auch von Heimwerkern leicht verarbeiten und ist in der Anschaffung relativ günstig. Allerdings ist Holz nicht dauerhaft beständig gegen Witterungseinflüsse, Schädlinge und Pilze. So wird zum Beispiel bei Palisaden aus Weichhölzern wie Kiefer oder Fichte verstärkt der sauerstoffreiche Übergangsbereich vom Erdboden zur Luft schnell von Bakterien und Pilzen zersetzt. Oft werden nicht imprägnierte Begrenzungen und Einfassungen aus günstigem Weichholz daher schon nach 2 bis 3 Jahren morsch. Chemische Verbindungen, die bei „KD-grün“ imprägnierten Hölzern eingesetzt werden, können die Lebensdauer des Holzes meist nur um 2 bis 3 Jahre verlängern. Wirksamere Imprägnierungen wie Teerverbindungen (Carbolineum) sind inzwischen wegen der hohen Gesundheits- und Umweltgefahren weitestgehend verboten. Deutlich haltbarer als Kiefern- oder Fichtenholz ist zum Beispiel Eichenholz. Allerdings ist Eichenholz in der Anschaffung teurer als das schnell wachsende Weichholz. Eine besondere Variante von hölzernen Beeteinfassungen ist ein Geflecht aus geölten Weidenzweigen. Dieses Geflecht hat eine rustikale, natürliche Optik und passt so besonders gut zu naturbelassenen Gärten. Weidengeflecht eignet sich wegen der größeren Lücken zwischen den Zweigen nicht als Barriere gegen einwachsende Wurzeln. Zudem verfault das Geflecht bei direktem Bodenkontakt relativ schnell.

  • Metall: Metall wird als Material für Beetbegrenzungen und Rasenkanten immer beliebter. Edelstahl und verzinkter Stahl sind sehr witterungsbeständig und stabil. Aluminium weist ebenfalls eine hohe Witterungsbeständigkeit auf, ist aber weniger stabil als Stahl. Dünne Begrenzungselemente aus Metall lassen sich zudem leicht biegen. So können Sie mit den Elementen auch runde Beete oder Rasenflächen einfassen. Da Rasen- und Beeteinfassungen aus Metall in der Regel fast ganz in der Erde versenkt werden, wird die Optik des Gartens durch die Einfassungen kaum beeinträchtigt. Außerdem stellt Metall für Wurzeln eine undurchdringliche Barriere dar. Dies gilt besonders, wenn die einzelnen Elemente mit einem überlappenden Stecksystem verbunden werden können. Je nach Modell werden die Elemente teilweise auch verschraubt. Eine Beetbegrenzung oder Rasenkante aus Metall ist in der Anschaffung teurer als zum Beispiel eine hölzerne Begrenzung. Außerdem benötigen Sie für das Einkürzen oder Zuschneiden der Elemente spezielles Werkzeug wie eine Metallsäge oder Flex. Bei normalen Gartenböden können Sie dünne Metallbegrenzungen einfach mit einem Hammer in den Boden schlagen. Steinige oder sehr harte Böden erfordern meist etwas Vorarbeit mit dem Spaten.
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Natürliche Einfassung aus Pflanzen

Als Alternative zu einer Beetbegrenzung oder Rasenkante aus zum Beispiel Holz oder Stein, kann für Sie vielleicht eine Einfassung aus Pflanzen in Betracht kommen. Diese sogenannten „lebenden Einfassungen“ passen sich sehr harmonisch in das Gartenbild ein und größere bauliche Maßnahmen sind für Bepflanzungen natürlich auch nicht nötig. Ein Klassiker unter den lebenden Einfassungen ist der Buchsbaum. Mit seinem dichten Wuchs bildet er eine gute Barriere gegen allzu ausufernde Stauden und Blumen. Das dichte Wurzelwerk hemmt die Ausbreitung von Rasen und Wurzelausläufern in Beete. Als rein optische Abgrenzungen zwischen Beeten und Rasen oder Beeten und Plattenwegen eignen sich ebenfalls Pflanzen wie Zwerglavendel oder Ehrenpreis. Wollen Sie Hunde und Katzen von Beeten fernhalten, sind dornige Sträucher wie Berberitzen eine gute Wahl.

Bahnschwellen als Beeteinfassung?

In vielen Gärten werden noch alte hölzerne Bahnschwellen für Beeteinfassungen oder zum Anlegen von Terrassenbeeten verwendet. Beliebt sind Bahnschwellen vor allem wegen ihrer sehr hohen Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen, Schädlingen und Pilzbefall. Diese Haltbarkeit wird allerdings durch die Druckimprägnierung mit hochgiftigen Chemikalien wie polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (kurz: PAKs) erreicht. Viele PAKs sind krebserregend. Einige Pflanzen nehmen Schadstoffe aus Bahnschwellen über die Wurzeln auf. So ist der Anbau von Obst oder Gemüse in der Nähe von Bahnschwellen nicht empfehlenswert. Auch Erd- und Staubanhaftungen von belasteten Böden sind beim Gemüseanbau problematisch. Zudem können die Bodenschadstoffe für spielende Kinder zu einer Gefahr werden. Da zum Beispiel PAKs teilweise über viele Jahre im Boden verbleiben können, geht selbst nach der Entfernung von Bahnschwellen von ausgewaschenen Schadstoffen im Boden ein Risiko aus. Bei warmer, trockener Witterung geben Bahnschwellen außerdem permanent Chemikalien an die Luft ab, die neben einer Geruchsbelästigung ebenfalls zu einer Gefahr für die Atemwege werden können.