Illustration zeigt eine Szene zur Planung und Umsetzung eines Gartenwegs. In der Mitte verläuft ein geschwungener Weg mit Pflastersteinen, teilweise bereits mit Beton verfugt. Links unten liegt ein Plan mit einer Wegeskizze, daneben ein Bleistift und ein Lineal. Oben befinden sich eine Schaufel und ein Rechen. In der Mitte stehen ein Beton-Eimer, eine Wasserwaage, ein Gummihammer, ein Handstampfer und ein gelber Schubkarren. Rechts oben ist eine Anleitung mit dem „hagebau“-Logo zu sehen – sie enthält mehrere grafische Schritte
Illustration zeigt eine Szene zur Planung und Umsetzung eines Gartenwegs. In der Mitte verläuft ein geschwungener Weg mit Pflastersteinen, teilweise bereits mit Beton verfugt. Links unten liegt ein Plan mit einer Wegeskizze, daneben ein Bleistift und ein Lineal. Oben befinden sich eine Schaufel und ein Rechen. In der Mitte stehen ein Beton-Eimer, eine Wasserwaage, ein Gummihammer, ein Handstampfer und ein gelber Schubkarren. Rechts oben ist eine Anleitung mit dem „hagebau“-Logo zu sehen – sie enthält mehrere grafische Schritte

Gartenweg anlegen – passend zum Gartenstil

In kleinen und großen Gärten ist es sinnvoll, einen Gartenweg anzulegen. Wege strukturieren große Gärten und lassen kleine Gärten optisch etwas größer erscheinen. 

Die Variationen, wie Du Wege durch den Garten gestalten kannst, sind sehr vielfältig. Einzelne dekorative Pflastersteine zwischen Mulch sind ebenso attraktiv wie ein weißer Kiesweg im mediterranen Stil oder ein gepflasterter Weg. Auch beim Pflaster stehen zahlreiche Formen und Stile zur Auswahl, nach denen Du Gartenwege gestalten kannst.


Kosten: Eurosymbol: Kosten 1 von 3 Schwierigkeit: Hammersymbol: 1 von 3 Dauer: Uhrensymbol: Zeiteinsatz 1 von 3

Werkzeuge
  • Spaten
  • Zollstock oder langes Bandmaß
  • Rüttelplatte
  • Rasenwalze
  • Schubkarre
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Rechen
  • Besen
  • Maurerschnur
  • kurze Holz- oder Metallpflöcke
  • Kreissäge für Rand- und Pflastersteine

Gartenweg anlegen – Schritt für Schritt

Schritt 1: Planung und Ermittlung des Materialbedarfs


Wie bei jeder neuen Anlage in Deinem Garten oder an Deinem Haus sollte auch der Gestaltung neuer Gartenwege eine gründliche Planung vorausgehen. Entscheide Dich zunächst für den optimalen Verlauf deines neuen Gartenweges und über die gewünschte Breite. Die Art, wie Du deine Gartenwege gestalten möchtest, ist grundlegend für die weiteren Arbeitsschritte. Elegant und gleichzeitig locker wirkt ein Gartenweg aus feinem Kies. Damit die kleinen Kieselsteine nicht auf die angrenzenden Blumenbeete und den Rasen gedrückt werden, solltest Du auch einen Kiesweg mit Kantensteinen begrenzen.

Ziehst Du es vor, den Gartenweg zu pflastern, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Pflastersteinen, zum Beispiel Klinkerpflaster, Betonplatten, Altstadtpflaster, Kopfsteinpflaster, Natursteinplatten oder Polygonalplatten.

Möchtest Du einen sehr dekorativen Weg anlegen, besteht die Möglichkeit, mit kleinen Steinen ein Mosaik zu gestalten. Wenn Du eine kleine Zeichnung erstellst, fällt es dir anschließend leichter, den Materialbedarf zu ermitteln. Wünschst Du dir für einen Kiesweg eine besonders hohe Trittfestigkeit, stehen als Untergrund Kunststoffgitter zur Verfügung, in denen die Kieselsteine eingebettet werden.

An Material benötigst Du:

  • Kantensteine in doppelter Länge des Weges
  • Zement zur Befestigung der Kantensteine
  • Schotter mit einer Körnung bis 32 Millimeter für eine 10 bis 15 Zentimeter dicke Schicht
  • Kies mit einer Körnung bis 32 Millimeter für eine 10 bis 15 Zentimeter dicke Schicht
  • Sand oder aushärtender Fugenfüller für die gesamte Fläche
  • Vlies für die gesamte Fläche des Weges
  • bei Bedarf Kunststoffgitter für hohe Trittfestigkeit von Kieswegen
  • auf Wunsch Pflastersteine
Ein gezeichneter Gartenplan liegt auf einem Holztisch. Der Plan zeigt einen geschwungenen Weg durch eine grüne Fläche mit einem Teich. Daneben liegen zwei grüne Buntstifte, ein Bleistift und ein gelbes Lineal. Ein Häkchen-Symbol zeigt an, dass dieser Schritt abgeschlossen ist.

Schritt 2: Vorbereitung des Untergrundes

Der zweite Schritt, wenn Du einen Gartenweg anlegst, ist die Markierung des geplanten Verlaufs. Stecke dazu kurze Holz- oder Metallpfosten an den Anfang und das Ende jeder Seite des Weges. Bei längeren Wegen solltest Du die Pfosten im Abstand von drei Metern an beiden Seiten des Weges in die Erde stecken. Verbinde die Pfosten anschließend mit der Maurerschnur und Du erkennst bereits, wie der Weg durch Deinen Garten verlaufen wird.

Hebe nun den Boden etwa 30 bis 35 Zentimeter tief aus. Die Tiefe ist abhängig von der Stärke der Pflastersteine. Für einen Kiesweg reicht es aus, den Weg 30 Zentimeter tief auszuheben. Verdichte nun den Boden mit einer Rasenwalze und entferne größere Steine und Wurzelreste. Wenn Du anschließend ein Vlies auf den Boden auflegst, schützt Du damit Deinen Gartenweg vor dem Durchdringen von Unkraut durch den Kies oder die Fugen des Pflasters

Luftbildartige Grafik eines Gartens mit einem geschwungenen ausgehobenen Weg, der an einem Teich vorbeiführt. Ein Spaten mit rotem Griff steht im ausgehobenen Erdreich. Der Weg ist mit einer gestrichelten Linie markiert, daneben steht: „ca. 30–35 cm tief“. Entlang des Wegs sind kleine Holzpflöcke mit Markierungen mindestens alle 3 Meter gesetzt. Ein Häkchen-Symbol signalisiert den korrekt ausgeführten Arbeitsschritt.

Schritt 3: Kantensteine verlegen

Um die Kantensteine zu verlegen, benötigst Du ein kleines Streifenfundament, damit die Steine später nicht abrutschen. Bringe dazu zunächst eine dünne Schotterschicht an beiden Rändern des geplanten Weges auf und darauf eine 10 bis 20 Zentimeter dicke Betonschicht, in der Du direkt die Kantensteine einbettest. Justiere die Kantensteine nacheinander mit dem Gummihammer, sodass sie eine einheitliche Höhe erhalten. Bilde aus dem Beton seitlich Rückenschürzen, damit jeder Stein bis etwa zu einem Drittel seiner Höhe fixiert ist. Nun hast Du eine Pause, weil der Beton zunächst aushärten muss.

Darstellung eines bereits ausgehobenen Gartenweggrabens. Drei nummerierte Schritte sind dargestellt: Eine Kiesschicht wird eingefüllt (als Tragschicht). Darauf wird Beton gegossen. Randsteine werden in den frischen Beton gesetzt. Daneben eine Uhr als Symbol für Trocknungszeit. Ein Sack mit der Aufschrift „BETON“ steht in der Mitte.

Schritt 4: Schotter und Kies aufbringen

Wenn der Beton um die Kantensteine fest ist, kannst Du fortfahren, den Gartenweg anzulegen, indem Du den Schotter 10 bis 15 Zentimeter dick aufbringst, mit dem Rechen gleichmäßig verteilst und anschließend mit der Rüttelplatte verdichtest. Wenn Du den Gartenweg pflastern möchtest, solltest Du beim Verteilen des Schotters ein leichtes Gefälle von zwei bis drei Prozent vom Haus weg berücksichtigen, damit bei starkem Regen das Wasser ablaufen kann.

Möchtest Du den Kies in eine Unterlage aus Kunststoffgittern verlegen, musst Du diese auf das Schotterbett legen. Die Kunststoffgitter kannst Du mit einem scharfen Messer auf Maß zurechtschneiden. Bringe anschließend den Kies in gewünschter Stärke auf, verteile ihn ebenfalls gleichmäßig mit dem Rechen und verdichte noch einmal den gesamten Gartenweg mit der Rüttelplatte. Möchtest Du nur einen Kiesweg als Gartenweg anlegen, bist Du nun mit Deiner Arbeit fertig.

Ein geschwungener Gartenweg mit eingebauten Randsteinen ist zur Hälfte mit grobem Schotter oder Kies befüllt. Rechts auf dem Weg befindet sich eine gelbe Rüttelplatte, die das Material verdichtet. Ein Häkchen-Symbol markiert den erfolgreichen Schritt.

Optionaler Schritt 5: Gartenweg pflastern

Wenn Du Deinen Gartenweg pflastern möchtest, kannst Du nun beginnen, auf dem Schotter- und Kiesbett die Pflastersteine zu verlegen. Dazu bringst Du zunächst eine Schicht aus Pflastersand auf dem Kiesbett auf und verlegst darin die Pflastersteine mit einem Abstand von drei bis fünf Millimetern. Klopfe jeden Pflasterstein mit dem Gummihammer leicht fest und überprüfe mit der Wasserwaage die Gleichmäßigkeit der Oberfläche. Achte auch darauf, dass Du das Gefälle einhältst.

In einem geschwungenen Wegabschnitt werden unregelmäßig geformte Pflastersteine in ein Sand- oder Mörtelbett gelegt. Eine Wasserwaage liegt auf den Steinen zur Kontrolle der Ebenheit. Links daneben ein Gummihammer, der auf einen Stein schlägt.

Optionaler Schritt 6: Fugen füllen

Wenn Du die gesamte Fläche Deines neuen Gartenweges gepflastert hast, müssen die Fugen verfüllt werden. Dazu fegst Du entweder Fugensand in die Fugen und erhältst eine durchlässige Oberfläche, oder Du verwendest aushärtenden Fugenfüller. Dieser hat den Vorteil, dass er sich nicht auswäscht und Unkraut keine Chance hat, durchzudringen. Wenn Du mit aushärtendem Fugenfüller den Gartenweg anlegen möchtest, musst Du darauf achten, dass Pflastersteine und Fugenmaterial aufeinander abgestimmt sind. Den Fugenfüller musst Du sorgfältig in die Fugen einfegen, damit keine Rückstände auf den Pflastersteinen verbleiben. Rüttle anschließend die gesamte Fläche noch einmal gründlich ab, um sie endgültig zu verdichten.

Ein gepflasterter Gartenweg mit Randsteinen wird in zwei Schritten fertiggestellt: Ein Besen verteilt Fugensand oder Mörtel über die Pflastersteine. Eine Rüttelplatte wird über die Fläche geführt, um alles zu verdichten.
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