Gartenstühle aus Metall, meist aus Streckmetall oder vollflächigem Stahl gefertigt, bringen durch ihr Eigengewicht mehr Standfestigkeit mit als Aluminium- oder Kunststoffstühle. Diese Stabilität hat ihren Preis: Ohne intakten Rostschutz setzt Feuchtigkeit dem Material deutlich mehr zu als leichteren Materialien.

Material, Beschichtung und Stapelbarkeit

Stahlstühle brauchen eine Pulverbeschichtung oder eine Kunststoffummantelung wie die Thermosint-Technik, um Rostbildung vorzubeugen. Ohne diesen Schutz greift Feuchtigkeit das Metall an, deutlich stärker als bei Aluminium, das grundsätzlich nicht rostet. Das zusätzliche Gewicht macht Stahlstühle dafür standfester, sie wehen bei Wind seltener um als die leichteren Pendants aus Aluminium oder Kunststoff.

Zum Verstauen lassen sich die meisten Modelle stapeln, in der Regel kommen vier bis acht Stühle sicher übereinander, die genaue Zahl hängt vom jeweiligen Modell ab.

Eigenschaft Wert
Material Streckmetall oder vollflächiger Stahl
Oberflächenschutz Pulverbeschichtung oder Kunststoffummantelung
Stapelbarkeit meist 4 bis 8 Stühle übereinander
Pflege milde Seifenlauge, kein Hochdruckreiniger
Vergleich zu Aluminium schwerer, standfester, aber rostanfälliger
Vergleich zu Kunststoff schwerer, pflegeintensiver, optisch massiver

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Hohe Standfestigkeit: Das Eigengewicht hält den Stuhl auch bei Wind an Ort und Stelle.
  • Robuste Optik: Streckmetall wirkt filigraner als massiver Stahl, bleibt dabei aber stabil.
  • Gut stapelbar: Mehrere Stühle lassen sich platzsparend für den Winter verstauen.

Nachteile

  • Rostanfällig ohne Schutz: Beschädigte Stellen in der Beschichtung rosten schneller durch als bei Aluminium.
  • Schwerer als Alternativen: Umstellen und Tragen fällt bei Stahlstühlen anstrengender aus als bei Aluminium oder Kunststoff.
  • Pflege nötig: Regelmäßige Reinigung mit milder Seifenlauge hält die Beschichtung länger intakt.

Pflege im Jahresverlauf

Reinige die Stühle mit milder Seifenlauge und einem weichen Tuch, ein Hochdruckreiniger löst die Beschichtung eher an, als dass er sie schont. Entdeckst Du angerostete Stellen, behandle sie zügig mit Rostumwandler, bevor sich der Rost unter der Beschichtung weiterfrisst.

Wann ein anderes Material besser passt

Soll der Stuhl vor allem leicht und pflegearm sein, ist ein Gartenstuhl aus Kunststoff die unkompliziertere Alternative. Passend zum Metallgestell findest Du beim Gartentisch aus Metall das dazu passende Tischmodell. Einen Überblick über alle Varianten bietet die Gartenstühle-Übersicht.

Häufige Fragen zu Gartenstühlen aus Metall

Was sind die Nachteile von Metallstühlen?

Ohne intakte Pulverbeschichtung rostet das Material an feuchten Stellen, zudem sind Metallstühle schwerer zu tragen und umzustellen als Aluminium- oder Kunststoffstühle. Dafür bieten sie mehr Standfestigkeit bei Wind.

Welche Gartenstühle rosten nicht?

Aluminiumstühle rosten grundsätzlich nicht, weil sich an der Oberfläche eine schützende Oxidschicht bildet. Stahlstühle rosten nur dort, wo die Pulverbeschichtung beschädigt ist, an intakten Stellen bleiben auch sie rostfrei.

Wie pflege ich pulverbeschichtete Gartenmöbel aus Metall?

Reinige die Oberfläche mit milder Seifenlauge und einem weichen Tuch, auf einen Hochdruckreiniger solltest Du verzichten. Beschädigte Stellen behandelst Du zügig mit Rostumwandler, damit sich kein Rost unter der Beschichtung ausbreitet.

Welche Arten von Gartenstühlen gibt es?

Bei Metallstühlen unterscheidest Du vor allem Streckmetall, das filigraner wirkt, und vollflächigen Stahl, der massiver gebaut ist. Beide brauchen denselben Rostschutz durch Pulverbeschichtung oder Kunststoffummantelung.