Eine schematische Darstellung zeigt eine unterirdisch verlegte Gartenbewässerung mit Anschlussstücken und Drainageschicht. Darüber befinden sich Werkzeuge wie Schubkarre, Gießkanne und Astschere sowie ein Anleitungsblatt mit drei bebilderten Schritten. Im Vordergrund sitzen Pflanzen und ein Frosch im Gras
Eine schematische Darstellung zeigt eine unterirdisch verlegte Gartenbewässerung mit Anschlussstücken und Drainageschicht. Darüber befinden sich Werkzeuge wie Schubkarre, Gießkanne und Astschere sowie ein Anleitungsblatt mit drei bebilderten Schritten. Im Vordergrund sitzen Pflanzen und ein Frosch im Gras

Gartenbewässerung verlegen – Schritt für Schritt

Eine automatische Bewässerungsanlage nimmt Dir viel Gartenarbeit ab und versorgt alle Pflanzen zuverlässig mit Wasser – auch wenn Du mal im Urlaub bist. Diese Anleitung zeigt Dir Schritt für Schritt, wie Du eine unterirdische Bewässerungsanlage selbst verlegen kannst. Handwerkliche Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Plane für das Projekt je nach Gartengröße einen halben bis ganzen Tag ein.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorteile unterirdisch verlegter Bewässerungssysteme
  2. Planung der Bewässerungsanlage
  3. Erde ausheben
  4. Verlegen der Leitungen
  5. Installation der Regner
  6. Automatische Steuerungseinheit installieren
  7. Graben zuschütten und Abschlusscheck

Vorteile unterirdisch verlegter Bewässerungssysteme

Ein unterirdisches Bewässerungssystem hat gegenüber oberirdischen Schläuchen klare Vorteile: Die Leitungen liegen geschützt im Boden und können weder beim Gärtnern noch beim Rasenmähen beschädigt werden. Herumliegende Schläuche, über die man stolpern kann, gehören der Vergangenheit an. Und optisch bleibt der Garten aufgeräumt – keine sichtbaren Rohre, die das Bild stören. Der Einbau erfordert zwar etwas mehr Aufwand als eine oberirdische Lösung, zahlt sich aber langfristig aus.

Materialliste

Komponenten der Anlage


Werkzeug und Hilfsmittel

Schritt für Schritt Schriftzug - Einfach erklärt für Anleitungen
Schritt für Schritt Schriftzug - Einfach erklärt für Anleitungen

Schritt 1: Planung der Bewässerungsanlage

Wasserdruck prüfen

Teste zunächst den Leitungsdruck: Fülle einen 10-Liter-Eimer und miss die Zeit in Sekunden. Teile 36.000 durch die gemessene Sekundenzahl – das Ergebnis ist Dein Durchfluss in Litern pro Stunde. Dieser Wert hilft Dir bei der Auswahl der passenden Regner.

Flächen und Regner festlegen

Überlege, welche Bereiche bewässert werden sollen – Rasen, Beete, Hecken – und welche nicht. Daraus ergibt sich, wie viele Rohre und Regner Du benötigst. Für die Auswahl der Regner gilt:

  • Vielflächenregner – für große, unregelmäßig geformte Rasenflächen mit vielen Kurven
  • Versenkregner – für Flächen, die optisch ungestört bleiben sollen; der Regner fährt nach der Bewässerung vollständig in den Boden zurück
  • Viereckregner – für kleinere, rechteckige Flächen bis ca. 250 m²

Hauptwasseranschluss planen

Lege fest, wo der Hauptanschluss platziert werden soll und plane die Leitungsführung von dort aus.

Eine schematische Darstellung zeigt die Planung einer Bewässerungsanlage. Links wird mit einem Eimer und einer Stoppuhr der Wasserdurchfluss pro Stunde berechnet. Rechts sind drei Regnertypen dargestellt: Vielflächenregner, Versenkregner und Viereckregner. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 1 Eine schematische Darstellung zeigt das Zusammenbauen der Komponenten einer Gartenbewässerung. Links ist ein Anleitungsblatt mit Abbildungen verschiedener Teile zu sehen. In der Mitte wird ein Verlegerohr zugeschnitten, rechts werden zwei Rohrstücke mit einer dichten Verbindung zusammengefügt

Schritt 2: Erde ausheben

Hebe an den geplanten Stellen einen möglichst schmalen Graben aus – etwa 25 cm tief. Liegt die Leitung unter dem Rasen, nimm die Grasnarben möglichst unbeschädigt ab und lege sie zur Seite: Du wirst sie am Ende wieder einsetzen. Transportiere die ausgehobene Erde mit einer Schubkarre ab, damit der Arbeitsbereich frei bleibt.

Prüfe an dieser Stelle noch einmal die Reichweite der geplanten Regner, bevor Du mit dem Verlegen beginnst.

Eine schematische Darstellung zeigt das Ausheben eines Grabens für die Gartenbewässerung. Die Grasnarbe wird möglichst unbeschädigt abgenommen und zur Seite geklappt. Mit einer Schubkarre wird die ausgehobene Erde abtransportiert. Der Graben ist etwa 25 cm tief. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 2

Schritt 3: Verlegen der Leitungen

Lege die Rohre zunächst probeweise auf dem Rasen aus und prüfe, ob Länge und Anzahl stimmen. Schneide die Rohre gleich auf das richtige Maß zu – dann räumst Du alles wieder beiseite und mähst die betroffenen Rasenflächen gründlich.

Lege die Rohre nun in den Graben und verbinde sie mit den Verbindungsstücken. Fixiere die Rohre mit Rohrhaltern im Graben, bevor Du zuschlüttst. Musst Du für einzelne Abschnitte Erdteile ausstechen, setze diese anschließend wieder ein und wässere sie gut, damit sie schnell wieder anwachsen. 

Eine schematische Darstellung zeigt das Verlegen von Leitungen für eine Gartenbewässerung aus der Vogelperspektive. Links wird ein Verlegerohr mit einer Säge zugeschnitten. Rechts werden die Rohre mit Verbindungsstücken zusammengesteckt und entlang von Beeten und Wegen ausgerichtet. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 3

Schritt 4: Installation der Regner

Die Regner sind das Herzstück der Anlage – ihre Platzierung entscheidet darüber, ob alle gewünschten Flächen gleichmäßig versorgt werden. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Regnern eine möglichst große Fläche abzudecken – und dabei Bereiche, die nicht bewässert werden sollen, gezielt auszusparen.

  • Versenkregner brauchen ein vorbereitetes Loch im Boden, in das sie vollständig zurückfahren können. Das hat den Vorteil, dass Du den Rasen ganz normal mähen kannst.
  • Viereckregner werden oberirdisch gesetzt; stell die gewünschte Reichweite direkt am Gerät ein.
  • Vielflächenregner müssen nach Herstelleranleitung auf die Form der zu bewässernden Fläche programmiert werden.

Info-Symbol GlühbirneTipp:

Achte auf sogenannte Regenschattenbereiche, also Stellen unter Bäumen oder Vordächern, die kein natürliches Regenwasser abbekommen. Richte hier gezielt mehr Regner aus oder erhöhe die Wassermenge.

Eine schematische Darstellung zeigt das Installieren der Regner für eine Gartenbewässerung. Links ist ein Bewässerungsplan mit drei Regnerpositionen dargestellt. Rechts wird ein Versenkregner über einem Verlegerohr montiert. Der Hinweis zeigt, dass der Regner vollständig zurückfahren können muss. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 4

Schritt 5: Automatische Steuerungseinheit installieren

Schließe nun Bodenfeuchtesensor und Bewässerungscomputer an:

Den Bodenfeuchtesensor steckst Du senkrecht in den Boden und verbindest ihn per Kabel mit dem Bewässerungscomputer. Der Sensor misst in regelmäßigen Abständen die Bodenfeuchte und meldet dem Computer, ob eine Bewässerung nötig ist – so wird nicht unnötig gewässert.

Die Bewässerungsuhr legt fest, wann die Anlage startet und stoppt. Sie funktioniert auch ohne Sensor, arbeitet aber deutlich effizienter, wenn sie dessen Daten nutzen kann.

Programmiere abschließend den Computer nach Herstelleranleitung. Danach läuft die Anlage weitgehend von selbst.

Eine schematische Darstellung zeigt die Installation einer automatischen Steuerungseinheit für eine Gartenbewässerung. Die Steuerung wird am Wasserhahn montiert und über ein Kabel mit einem Bodenfeuchtesensor verbunden. Ein Pfeil zeigt den Anschluss am Wasserhahn. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 5

Schritt 6: Graben zuschütten und Abschlusscheck

    Fülle den Graben mit der ausgehobenen Erde wieder auf und tritt sie leicht fest. Dort, wo Du Grasnarben abgenommen hast, setzt Du diese wieder ein und wässerst sie gut an – so wachsen sie schnell wieder an.

    Bevor Du die Anlage in Betrieb nimmst, mach einen kurzen Abschlusscheck:

    • Sind alle Rohrverbindungen dicht?
    • Sitzen die Regner an den richtigen Positionen?
    • Ist der Bodenfeuchtesensor korrekt angeschlossen?

    Starte die Anlage dann testweise und prüfe, ob alle Bereiche gleichmäßig bewässert werden. Kleinere Korrekturen an der Ausrichtung der Regner lassen sich jetzt noch einfach vornehmen.

    Fertig – Dein Garten bewässert sich ab jetzt von selbst!

    Eine schematische Darstellung zeigt das Zuschütten des Grabens nach dem Verlegen der Gartenbewässerung. Die Leitungen sind eingebettet, ein Anschlussstück liegt auf einer Schicht aus Kies. Mit einer Gießkanne wird der Boden befeuchtet und mit einer Schaufel Erde eingefüllt. Unten links ist ein roter Kreis mit einer weißen 6
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