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Sandkasten selber bauen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Burgen bauen, Sandkuchen backen oder einfach nur buddeln – ein Sandkasten ist für viele Kinder ein Spielparadies und bietet im Garten viele Vorteile. So müssen Sie bei einem eigenen Sandkasten keinen Spielplatz aufsuchen. Weiterhin können Sie Ihre Kinder beim Spiel im Garten relativ leicht beaufsichtigen und der Sand kann im Gegensatz zu vielen öffentlichen Sandkästen vor Verunreinigungen wie Glasscherben, Zigarettenstummeln oder Tierkot geschützt werden. Im Handel sind verschiedenste Bausätze für Sandkästen verfügbar. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie einen Sandkasten aber auch einfach selber bauen. Unsere nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, wie es geht.

Hier geht's zum Sortiment "Sandkästen"
Wandfarbe sprühen Schritt 4

Schritt 1: Richtigen Standort wählen

Die Wahl des richtigen Standorts ist beim Bau eines Sandkastens besonders wichtig, da Kinder unter anderem wesentlich empfindlicher auf UV-Strahlung reagieren als Erwachsene. Wählen Sie daher für den Sandkasten einen schattigen oder halbschattigen Platz. Alternativ können Sie Ihre Kinder beim Spiel im Sandkasten an sonnigen Tagen auch mit einem großen Sonnenschirm schützen. Einen Ratgeber zu Sonnenschirmen können Sie hier aufrufen! Weiterhin sollten Sie den Sandkasten an einem Ort bauen, welchen Sie leicht einsehen bzw. beaufsichtigen können. Gut geeignet sind daher Standorte in der Nähe der Terrasse oder Plätze, welche Sie direkt von einem Fenster beobachten können.


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Schritt 2: Holz auswählen

Verwenden Sie zum Bau des Sandkastens nur unbehandeltes Holz, da Schadstoffe aus Holzschutzmitteln teilweise in den Sand gewaschen werden sowie bei Hautkontakt in den Körper gelangen können. Sie können für den Bau günstige Weichhölzer wie Fichte verwenden. Nicht imprägnierte Weichhölzer haben im Freien aufgrund der relativ schnellen Verwitterung allerdings nur eine Lebensdauer von etwa 5 bis 6 Jahren. Eine dauerhaftere Alternative sind zum Beispiel Lärche oder Douglasie. Die Verfügbarkeit dieser Hölzer ist aber teilweise eingeschränkt und der Anschaffungspreis höher. Grundsätzlich sollte das eingesetzte Bauholz möglichst glatt gehobelt und frei von stark harzenden Stellen sein. Insbesondere größere Harzstellen auf den Sitzbrettern können die Freude am Sandkasten sonst schnell trüben. Einen allgemeinen Ratgeber zum Baustoff Holz können Sie hier aufrufen!


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Schritt 3: Material und Werkzeug bereitlegen

Benötigtes Material:

  • 12 gehobelte Kanthölzer mit den Maßen 200 x 10 x 10 cm (Länge x Breite x Stärke)
  • 2 gehobelte Sitzbretter mit den Maßen 200 x 20 x 2 cm und 2 Sitzbretter 220 x 20 x 2 cm
  • 12 rostfreie Lochplattenwinkel mit den Maßen 80 x 80 x 80 mm und einer Stärke von 2,5 mm
  • 12 rostfreie Lochplatten mit den Maßen 300 x 80 x 2,5 mm
  • Rostfreie Kreuzschlitzholzschrauben in verschiedenen Längen
  • grobkörniger Kies
  • wasserdurchlässiges Vlies mit den Maßen von ca. 230 x 230 cm
  • Spielsand
  • Abdeckplane

Benötigtes Werkzeug:

  • Akkuschrauber mit verschieden großen Kreuzschlitzeinsätzen
  • Stichsäge
  • Schleifpapier
  • Zollstock
  • Winkelmesser
  • Wasserwaage
  • Tacker mit rostfreien Klammern

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Schritt 4: Untergrund vorbereiten

Insbesondere auf wenig durchlässigen Böden sollte der Untergrund des Sandkastens mit einer einfachen Drainage versehen werden. Heben Sie den Boden unter dem Sandkasten dazu etwa 10 cm tief auf einer Fläche von ca. 230 x 230 cm aus und füllen Sie die Grube mit grobkörnigem Kies auf. So wird der Spielsand auch nach stärkeren Regenfällen schnell wieder trocken und das Holz ist nicht unnötig lang der Bodenfeuchtigkeit ausgesetzt. Ebnen Sie den Kies sorgfältig ein, da dieser als Auflage für den Rahmen des Sandkastens dient.


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Schritt 5: Rahmenlage montieren

Legen Sie die ersten 4 Kanthölzer in Form eines Rechtecks auf den Kies, sodass die Enden bündig miteinander abschließen. Dabei werden zwei gegenüberliegende Außenkanten des Rechtecks um insgesamt 20 cm länger, da hier zusätzlich die Breite der Kanthölzer berücksichtigt werden muss. Kontrollieren Sie die gerade Ausrichtung der Kanthölzer mit einer Wasserwaage. Schief liegende und nicht vollständig auf dem Kies aufliegende Kanthölzer lassen sich durch Unterfüttern mit Kies ausrichten bzw. stabilisieren. Verbinden Sie die Kanthölzer an den inneren Ecken mit Lochplattenwinkeln, welche mit Holzschrauben fixiert werden.


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Schritt 6: Rahmenlage 2 und 3 montieren & einzelne Lagen verbinden

Legen Sie eine weitere Lage Kanthölzer auf den unteren, rechteckigen Rahmen und verbinden Sie die Kanthölzer in den Ecken wieder mit Lochplattenwinkeln. Den Abschluss bildet eine dritte Lage Kanthölzer. Verbinden Sie alle Lagen Kanthölzer untereinander mit Lochplatten, welche ebenfalls innen montiert und mit Holzschrauben fixiert werden. Bringen Sie die Lochplatten jeweils an den Ecken neben den Lochplattenwinkeln und in der Mitte der Seitenwände an.


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Schritt 7: Vlies auslegen und befestigen

Legen Sie das Vlies am Boden des Sandkastens auf dem Kies aus und ziehen Sie dieses an den Seitenwänden etwas hoch. Tackern Sie das Vlies an den Seitenwänden sorgfältig fest.


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Schritt 8: Bretter für Sitzbänke zuschneiden

Sägen Sie die 4 Sitzbretter an den Kanten auf Gehrung. Legen Sie dazu einen 45°-Winkel an den Holzteilen der Bretter an und zeichnen Sie den Schnittverlauf auf den Brettern an. Schneiden Sie die Bretter mit einer Stichsäge zu. Schleifen Sie die Schnittkanten mit Schleifpapier eben.


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Schritt 9: Sitzbretter montieren

Legen Sie die Sitzbretter mittig auf die obere Lage Kanthölzer, sodass die Bretter mit den Gehrungen aneinanderstoßen und an den Ecken einen 90°-Winkel bilden. Die beiden längeren Bretter (220 cm) werden dabei für die etwas längeren Seiten des Sandkastens verwendet. Befestigen Sie die Sitzbretter mit Holzschrauben.


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Schritt 10: Sandkasten befüllen

Befüllen Sie den Sandkasten am besten mit speziellem Spielsand. Dieser enthält im Gegensatz zu einfachem Sand keine Verunreinigungen wie Steine, Wurzeln oder Glasscherben. Füllen Sie den Sandkasten nur etwa bis zur halben Höhe auf.


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Schritt 11: Sandkasten vor Tierkot und Laub schützen

Katzen und Hunde nutzen Sandkästen gern als Toilette. Tierkot enthält teilweise gesundheitsschädliche Keime und Wurmlarven. Decken Sie den Sandkasten daher bei Nichtnutzung zum Beispiel mit einer stabilen Plane ab, deren Kanten Sie unter anderem mit Steinen beschweren können.


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Schritt 12: Sandkasten auf Sicherheit überprüfen

Achten Sie darauf, dass an den Kanthölzern und Sitzbrettern nirgends Splitter oder scharfe Kanten hervorstehen, welche Kinder verletzen könnten. Dies gilt ebenso für Kanten an Lochplattenwinkeln und Lochplatten. Alle Schrauben sollten tief genug versenkt sein, um eine Verletzungsgefahr auszuschließen. Sitzbretter und Kanthölzer müssen ausreichend stabil verbunden sein.

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