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Der große Kaufberater für Markisen

Eine Markise ist eine tolle Alternative zum Sonnenschirm. Der über Balkon oder Terrasse gespannte Stoff spendet viel mehr Schatten wenn gewünscht auf der gesamten Nutzfläche. Gleichzeitig wird der Raum hinter der Markise gleichmäßig beschattet. Damit genießen Sie als Besitzer einer Markise nicht nur auf Balkon oder Terrasse angenehme Temperaturen, auch die Wohnung bleibt kühler und die Sonne blendet nicht. Erfahren Sie hier, welche Markise ideal zu Ihren Bedürfnissen passt.

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Die Gelenkarmmarkise

Markisen mit Gelenk

Bei Gelenkarmmarkisen drücken zwei oder mehrere Gelenkarme den Markisenstoff von der Tuchrolle weg. So kann eine nahezu waagerechte Überdachung gebildet werden. Allerdings wird die Markise in der Regel mit einer leichten Neigung montiert, damit das Regenwasser ablaufen kann. Stahl- oder Gasdruckfedern drücken die Gelenkarme der Markise heraus und sorgen dafür, dass der Markisenbezug straff gespannt bleibt. Durch den Federdruck lassen sich Gelenkarmmarkisen leicht ausfahren. Das Einziehen der Markise erfordert einen höheren Kraftaufwand, da dem Druck der Federn entgegengearbeitet werden muss. Die Rahmenkonstruktion solcher Modelle besteht in der Regel aus Aluminium oder pulverbeschichtetem Stahl.

Gelenkarmmarkisen sind mit einer Auszugsweite von maximal 4 Metern erhältlich. Je weiter der Sonnenschutz ausgefahren wird, desto größere Kräfte wirken auf die Verankerung. In der Breite sind dagegen auch 7 bis 8 Meter möglich. Mit zunehmender Auszugsweite und Breite steigen die Preise für Gelenkarmmarkisen enorm, da die Widerstandsfähigkeit gegen Wind und Nässe größer sein muss. Um große Flächen zu beschatten, ist es möglich, mehrere kleinere Markisen zu verwenden. Lediglich die kleinen Spalten zwischen den Stoffdächern könnten störend wirken.

Die offene Gelenkarmmarkise

Die offene Gelenkarmmarkise gehört zu den einfachsten Ausführungen dieses Markisentyps. Hier liegen die Tuchrolle sowie das Gestänge der Markise auch im eingezogenen Zustand frei. Da die Tuchrolle ganzjährig ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist, kann es leicht zu Stockflecken, Verschmutzungen und Ausbleichen des Stoffs kommen. Offene Gelenkarmmarkisen sind höchstens dann empfehlenswert, wenn die Installation geschützt unter einem Dach- oder Mauervorsprung möglich ist. Gut einsetzbar ist diese Markisenform auch auf einem überdachten Balkon.

Die Hülsenmarkise

Hülsenmarkisen gehören ebenfalls zur Familie der Gelenkarmmarkisen. Im Handel tragen diese Modelle auch die Bezeichnung Tuchkassettenmarkisen oder Halbkassettenmarkisen. Bei dieser Markisenform schützt eine Kassette aus Aluminium oder lackiertem Metall die Tuchrolle vor Witterungseinflüssen. Damit ist die Bespannung der Markise in eingefahrenem Zustand vor Wind und Wetter geschützt. Das Gestände der Markise bleibt unter der Hülse freiliegend sichtbar. Da die Gelenkarme einer Markise aus witterungsbeständigem Material gefertigt sind, ist das kein Nachteil. Allerdings wünschen sich viele Käufer eine ästhetisch ansprechendere Lösung.

Kassettenmarkise am Restaurant

Die Kassettenmarkise

Auch Kassettenmarkisen sind typische Gelenkarmmarkisen. Hier schützt eine geschlossene Kassette in eingefahrenem Zustand sowohl die Tuchrolle mit dem Markisenstoff als auch das gesamte Gestänge der Gelenkarme. Neben dem guten Schutz der Markise von Wind und Wetter ist auch die Optik dieser Modelle besonders attraktiv. Nach dem Einholen der Markise bleibt nur der dezente schmale Kasten an der Fassade sichtbar. Kassettenmarkisen können an der Wand oder an der Decke montiert werden.

Die Klemmmarkise

Eine Markise mit einem Klemmmechanismus als Befestigung ist besonders für Mieter von Wohnobjekten interessant. Diese Modelle lassen sich ohne Bohren an der Fassade befestigen und bei einem späteren Auszug ohne Spuren entfernen. Häufig werden diese Markisen unter der Bezeichnung Balkonmarkise angeboten. Die Klemmmarkise ist eine besondere Bauform der Fallarmmarkise. Spannstangen an den Außenseiten der Tuchrolle werden zwischen Boden und Decke eingeklemmt. Für einen sicheren Halt genügt bereits ein etwa 15 cm breiter Vorsprung.

Fallarme, die ihre Führung an den Spannstangen finden, tragen und spannen das Markisentuch. Klemmmarkisen eigenen sich auch hervorragend, um Fenster zu beschatten und die Räume dahinter vor starker Erwärmung zu schützen. Hierzulande ist das Anbringen von Markisen an Fenstern eher unüblich. Die Einwohner der Niederlande nutzen die gespannten, bunten Tücher sehr gern, um angenehmen Schatten zu genießen und die Häuser zu schmücken.

Die Standmarkise

Standmarkisen sind tragbare Markisen, die ohne dauerhafte Befestigung dort aufgestellt werden können, wo Sie sich Schatten wünschen. Ein auf einem Traggestell montiertes und verschiebbares Raffdach hält die Sonne ab. Standmarkisen sind ebenso flexibel wie Sonnenschirme, sie ermöglichen das Beschatten sehr großer Flächen. Auf der Terrasse leisten sie ebenso gute Dienste wie beim Schutz der Sonnenliege mitten im Garten. Auch am Pool oder dem Sandkasten der Kinder spenden sie jederzeit angenehmen Schutz vor einem Zuviel an Sonne.

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Das Material für Markisentücher

Nicht nur das Gestell einer Markise entscheidet über den Komfort und die Haltbarkeit. Auch das Markisentuch hat einen großen Einfluss auf die Eigenschaften der verschiedenen Modelle. Der Stoff für die Bespannung besteht nur noch selten aus reiner Baumwolle. Die traditionelle Naturfaser ist modernen Kunstfasern in der Pflegeleichtigkeit, der Lichtbeständigkeit und der Haltbarkeit unterlegen. Heute besteht das Markisentuch aus Acryl, Polyester oder PVC.

Acrylfäden erhalten ihre Farbe bereits während des Spinnprozesses, daher sind die Stoffe hoch lichtecht und bleichen kaum aus. Das Material ist besonders bei Gelenkarm- und Fallarmmarkisen beliebt. Durch eine zusätzliche Imprägnierung sind Markisenstoffe aus Acryl schmutz- und wasserabweisend. Ein echter Vorteil von Acryl ist die UV-Beständigkeit des Materials. Kein anderer Stoff widersteht der ultravioletten Strahlung so lange, ohne Schaden zu nehmen.

Markisentücher aus Polyester haben den Vorteil, dass sie fester und reißbeständiger sind als Stoffe aus Acryl. Allerdings benötigen die Stoffe eine zusätzliche Schutzschicht gegen ultraviolette Bestrahlung. Ohne eine beständige Imprägnierung sind Markisentücher aus Polyester nicht lichtecht und verwittern schnell. Das Material wird ohne Schutz spröde. PVC allein ist nur für Markisen geeignet, die nicht eingefahren werden können. Spezielle, feststehende Regenmarkisen werden darauf gefertigt. Rollen oder Falten führt bei PCV zu Rissen oder Brüchen im Material. Für bewegliche Markisen sind Polyestergewebe mit einer Beschichtung aus PVC erhältlich. Sie bieten auch bei Regen einen guten Schutz. Bitte beachten Sie, dass Markisen im nassen Zustand nicht eingefahren werden dürfen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Sollte es wegen starker Winde nötig sein, fahren Sie die das bewegliche Terrassendach möglichst bald wieder aus, um es trocknen zu lassen.

Markise im Garten

Gelenkarm- und Klemmmarkisen sind teilweise mit Volants erhältlich. Der Volant versteckt die von vorn sichtbare Mechanik der Unterkonstruktion. Gleichzeitig bietet er einen zusätzlichen Sichtschutz und verbessert die beschattende Wirkung bei sehr tief stehender Sonne. Allerdings ist ein Volant nur für offene Markisen und Modelle mit Halbkassette geeignet. Bei Kassettenmarkisen bleibt der zusätzliche Stoff auch im eingefahrenen Zustand außen. Der Volant verschleißt durch die Windbewegung sehr schnell.

Die Auswahl der Bespannung einer Markise hat großen Einfluss auf die Atmosphäre darunter. Wählen Sie bevorzugt Bezugsstoffe, die mit einem UV-Schutz ausgestattet sind. Dann können Sie im Schatten der Markise auf zusätzlichen Sonnenschutz für die Haut verzichten. Achten Sie bei der Auswahl auf die Lichtdurchlässigkeit der Stoffe. Sehr dunkle Materialien können den Raum hinter der Markise unangenehm stark verdunkeln. Sehr helle Blockstreifen in Kombination mit der dunklen können ein unruhiges Schattenbild verursachen. Nicht jedem ist das angenehm. Der Komfort einer Markise ist nahezu unvergleichlich. Die großflächige und gleichmäßige Beschattung ist einem Sonnenschirm nur schwer zu erzielen. Eine sehr attraktiv anmutende Alternative zur Markise ist ein Sonnensegel.

Der Antrieb von Markisen

Gelenkarmmarkisen fahren über ein Schneckengetriebe ein und aus. Modelle für den manuellen Betrieb werden über eine Handkurbel bewegt. Für mehr Komfort sind Gelenkarmmarkisen auch mit einem elektrischen Motor erhältlich, der in die Tuchrolle eingesetzt wird. Im Handel sind Rollenmotoren zum Nachrüsten erhältlich. Markisen mit Motor bewegen sich auf Knopfdruck. Wer es noch bequemer möchte, wählt einen Motor mit Fernbedienung. Dann lässt sich das bewegliche Sonnendach auch von der Liege aus genau ausrichten.

Klemmmarkisen dagegen sind je nach Hersteller mit einem Schneckengetriebe oder einem Zugmechanismus ausgerüstet. Die in Stangen verbauten Züge können als Seil- oder Kettenzug gefertigt sein. Bevorzugen Sie bei der Auswahl Modelle mit Getriebe oder Kettenzug. Seile halten den Belastungen in der Regel nicht über Jahre stand. Eine Reparatur ist möglich, aber der Aufwand dafür ist groß.

Markisen im Baurecht

In der Regel sind Markisen, die nicht auf öffentliche Wege oder Plätze ausgerichtet sind, genehmigungsfrei. Für die der Straße zugewandte Gebäudeseite bestehen dagegen oft Auflagen. Häufig regeln Vorschriften, ob und wie Markisen zum Straßenbild passen und wie weit die gespannten Stoffdächer in den Raum ragen dürfen. Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an die örtliche Baubehörde, bevor Sie eine Markise anschaffen.

Markisen und der Wind

Markise am Fenster

Die Hersteller von Markisen geben grundsätzlich die Windwiderstandsklassen ihrer Produkte an. Diese Einordnung in die Klassen 0 bis 3 gibt einen Überblick, bis zu welchen Windgeschwindigkeiten eine Markise genutzt werden darf. Hier gilt es zu beachten, dass die Art der Verankerung über die tatsächliche Nutzbarkeit entscheidet. Je nach Art des Befestigungsmaterials, des Untergrunds sowie der Anzahl der Befestigungspunkte kann es zu Abweichungen nach unten kommen. Ohne sichere Verankerung ist auch eine Markise der Windwiderstandsklasse 3 bei Wind nicht nutzbar. Halten Sie sich bei der Installation einer Markise in jedem Fall genau an die Anleitung und wählen Sie das Befestigungsmaterial passend zum Untergrund aus. Drückt Wind auf den ausgefahrenen Markisenstoff, entstehen immense Hebelkräfte.

  • Windwiderstandsklasse 0: Diese Markisen erfüllen entweder nicht die Anforderungen der Klasse 1 oder der Hersteller hat das Produkt keinem Test unterzogen. Solche Modelle müssen bereits bei leichtem Wind eingeholt werden.
  • Windwiderstandsklasse 1: Diese Produkte halten einer leichten Brise stand. Bei Windgeschwindigkeiten von 20 bis 27 km/h sind sie sicher. Das entspricht Wind, der Zweige und Äste bewegt, etwas Staub und lose Blätter aufwirbelt.
  • Windwiderstandsklasse 2: Solche Markisen halten einer frischen Brise mit 28 bis 37 km/h stand. Hier schwanken bereits kleine Laubbäume und auf Seen bilden sich leichte Schaumkronen.
  • Windwiderstandsklasse 3: Diese Markisenmodelle halten einer Belastung von Windstärke 6 statt. Das sind Windgeschwindigkeiten von bis zu 48 km/h. Hier lassen sich Regenschirme nur noch sehr schwer halten und selbst starke Äste schwanken im Wind.

Windwächter für die Markise

Da Markisen auch den Raum hinter dem Fenster oder der Terrassentür angenehm kühl halten, ist es sinnvoll, sie auch auszufahren, wenn niemand daheim ist. Damit es bei Wind oder Regen nicht zu Problemen kommt, bietet der Handel Windwächter an. Die kleinen Messgeräte zur Installation auf dem Dach lassen sich mit dem Markisenmotor verbinden. Misst der Windwächter gefährlich hohe Windgeschwindigkeiten, wird die Markise automatisch eingefahren. Auf Wunsch sind auch Modelle mit einem Regensensor erhältlich, die bei Regen den Motor in Gang setzen. Mit dieser sicheren Lösung genießen Sie alle Vorteile einer Markise, auch wenn Sie häufig für viele Stunden außer Haus sind. Auch kombinierte Wind- und Sonnenwächter sind erhältlich. Hier wird die Markise bei Wind automatisch eingefahren und bei Sonnenschein automatisch aufgespannt.