Terrassenüberdachung aus Holz selber bauen
Möchtest Du eine Terrassenüberdachung aus Holz selbst bauen? Unsere Anleitung gibt Dir einen Überblick über die wichtigsten Planungsschritte und zeigt, wie Du beim Eigenbau Schritt für Schritt vorgehst. Außerdem erhältst Du praktische Tipps für eine stabile Konstruktion, das Fundament und die passende Dacheindeckung.
Kosten:
Schwierigkeit:
Dauer: 2 Tage Personen: ![]()
Materialliste und Werkzeugliste
Das brauchst Du, für die Montage Deiner Terrassenüberdachung aus Holz:
Werkzeug
Terrassenüberdachung planen und vorbereiten
Maße für die Terrassenüberdachung ermitteln
Eine sorgfältige Planung erleichtert den späteren Aufbau. Miss deshalb zunächst die verfügbare Fläche Deiner Terrasse aus und lege fest, welche Bereiche überdacht werden sollen. Berücksichtige dabei ausreichend Platz für Pfosten und Durchgänge. Lege anschließend die Höhe des Wandbalkens an der Hauswand fest und plane das erforderliche Dachgefälle ein. Je nach gewählter Dacheindeckung, beispielsweise Glas, Wellplatten oder Hohlkammerplatten, kann die erforderliche Dachneigung unterschiedlich ausfallen. So kann Regenwasser zuverlässig ablaufen und Staunässe wird vermieden.
Diese Produkte kannst Du verwenden:
Holz-Terrassenüberdachung selbst bauen
Eine Terrassenüberdachung aus Holz bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Die folgenden Schritte geben Dir einen Überblick über den klassischen Aufbau und zeigen, worauf Du bei Fundament, Konstruktion und Dacheindeckung achten solltest.
Schritt 1: Das passende Bauholz auswählen
Die Wahl des Bauholzes entscheidet über die Stabilität, Langlebigkeit und Optik Deiner Terrassenüberdachung. Für tragende Bauteile eignen sich besonders Konstruktionsvollholz (KVH) oder Leimholz (BSH). Möchtest Du eine natürliche Optik, ist auch Massivholz wie Douglasie oder Lärche eine gute Wahl.
Mehr erfahren: In unserem Ratgeber erfährst Du, welche Holzarten sich für Dein Projekt eignen und worauf Du beim Holzbau achten solltest. Baustoff Holz
| Holzart | Eigenschaften | Ideal für |
| Nadelholz | Kostengünstig, resistent gegen Schädlinge und Feuchtigkeit, lässt sich nachträglich streichen | Budgetfreundliche Lösungen |
| Leimholz | Verleimte Schichten, verzieht sich kaum, besonders stabil | Tragende Konstruktionen |
| Douglasie | Attraktive rötlich-braune Färbung, natürlich resistent gegen Schädlinge, Feuchtigkeit und Risse | Hochwertige, langlebige Überdachungen |
Tragfähigkeit der Konstruktion beachten
Damit Deine Terrassenüberdachung dauerhaft sicher steht, muss die Konstruktion auf die zu erwartenden Wind- und Schneelasten ausgelegt sein. Orientiere Dich an einem Bauplan oder den Vorgaben eines Bausatzes. Planst Du die Konstruktion selbst, sollte die Statik von einer fachkundigen Person geprüft werden.
Schritt 2: Fundament errichten
Für die Befestigung der Holzpfosten eignen sich H-Pfostenanker besonders gut. Sie verankern die Konstruktion sicher im Fundament und halten die Holzpfosten auf Abstand zum Beton.
Hebe für jeden Pfosten ein Fundamentloch mit einer Größe von etwa 40 × 40 cm aus. Damit das Fundament auch bei Frost sicher hält, sollte das Loch mindestens 80 cm tief sein. Fülle anschließend eine Schicht Kies oder Schotter ein und verdichte sie sorgfältig. So kann Wasser besser versickern und das Fundament erhält eine stabile Grundlage.
Mische den Beton gemäß den Herstellerangaben an und fülle das Fundament auf. Lasse dabei genügend Platz, damit Du die Fläche später wieder mit Erde und dem Terrassenbelag schließen kannst. Setze anschließend den H-Pfostenanker in den Beton ein.
Schiebe eine Holzlatte seitlich durch die Öffnung des H-Pfostenankers und lege sie über das Fundamentloch. Sie dient als Abstandshalter und sorgt dafür, dass zwischen Holzpfosten und Beton ausreichend Abstand bleibt. Richte ihn abschließend mit einer Wasserwaage aus.
Schritt 3: Tragende Konstruktion aufbauen
Sobald der Beton vollständig ausgehärtet ist, kannst Du mit dem Aufbau der tragenden Konstruktion beginnen. Befestige zunächst den Wandbalken an der Hauswand. Lege anschließend den vorderen Querbalken auf Baustützen und verbinde ihn mit den seitlichen Querbalken sowie dem Wandbalken. Richte die Konstruktion entsprechend dem geplanten Dachgefälle aus.
Setze nun die Stützpfosten in die H-Pfostenanker ein und verschraube sie mit der Konstruktion. Prüfe mit der Wasserwaage, ob alle Bauteile gerade ausgerichtet sind, und ziehe anschließend alle Schraubverbindungen fest. Lege zum Schluss die Dachsparren in den vorgesehenen Abständen auf die Querbalken und befestige sie gemäß der gewählten Verbindungstechnik.
Schritt 4: Dach eindecken
Schneide die Dacheindeckung auf die benötigte Größe zu und befestige sie mit den passenden Profilen oder Befestigungselementen. Achte bei Wellplatten auf die erforderlichen Überlappungen. Besteht die Dacheindeckung aus Polycarbonat, plane ausreichend Bewegungsspiel ein, damit sich das Material bei Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen kann.
Holz regelmäßig schützen
Mit einer Holzschutzlasur für den Außenbereich bleibt Deine Terrassenüberdachung lange schön. Sie schützt das Holz vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Frische den Holzschutz je nach Witterung etwa alle zwei bis drei Jahre auf.













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