Terrassenüberdachung aus Holz
Terrassenüberdachung aus Holz

Terrassenüberdachung aus Holz selber bauen

Möchtest Du eine Terrassenüberdachung aus Holz selbst bauen? Unsere Anleitung gibt Dir einen Überblick über die wichtigsten Planungsschritte und zeigt, wie Du beim Eigenbau Schritt für Schritt vorgehst. Außerdem erhältst Du praktische Tipps für eine stabile Konstruktion, das Fundament und die passende Dacheindeckung.


Kosten: Eurosymbol: Kosten 2 von 3 Schwierigkeit:  Hammersymbol: 3 von 3Dauer: 2 Tage           Personen: Personensymbol: 2



Materialliste und Werkzeugliste

Das brauchst Du, für die Montage Deiner Terrassenüberdachung aus Holz:

Ein Mann mit Schutzkleidung, der in einer Einfahrt mit einem gemieteten Presslufthammer den Boden aufstemmt
Ein Mann mit Schutzkleidung, der in einer Einfahrt mit einem gemieteten Presslufthammer den Boden aufstemmt

Terrassenüberdachung planen und vorbereiten

Maße für die Terrassenüberdachung mit einem Zollstock ermitteln
Maße für die Terrassenüberdachung mit einem Zollstock ermitteln

Maße für die Terrassenüberdachung ermitteln

Eine sorgfältige Planung erleichtert den späteren Aufbau. Miss deshalb zunächst die verfügbare Fläche Deiner Terrasse aus und lege fest, welche Bereiche überdacht werden sollen. Berücksichtige dabei ausreichend Platz für Pfosten und Durchgänge. Lege anschließend die Höhe des Wandbalkens an der Hauswand fest und plane das erforderliche Dachgefälle ein. Je nach gewählter Dacheindeckung, beispielsweise Glas, Wellplatten oder Hohlkammerplatten, kann die erforderliche Dachneigung unterschiedlich ausfallen. So kann Regenwasser zuverlässig ablaufen und Staunässe wird vermieden.

Diese Produkte kannst Du verwenden:

Schritt für Schritt Schriftzug für Anleitungen
Schritt für Schritt Schriftzug - Einfach erklärt für Anleitungen

Holz-Terrassenüberdachung selbst bauen

Eine Terrassenüberdachung aus Holz bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Die folgenden Schritte geben Dir einen Überblick über den klassischen Aufbau und zeigen, worauf Du bei Fundament, Konstruktion und Dacheindeckung achten solltest.


Schritt 1: Das passende Bauholz auswählen

Die Wahl des Bauholzes entscheidet über die Stabilität, Langlebigkeit und Optik Deiner Terrassenüberdachung. Für tragende Bauteile eignen sich besonders Konstruktionsvollholz (KVH) oder Leimholz (BSH). Möchtest Du eine natürliche Optik, ist auch Massivholz wie Douglasie oder Lärche eine gute Wahl.

Mehr erfahren: In unserem Ratgeber erfährst Du, welche Holzarten sich für Dein Projekt eignen und worauf Du beim Holzbau achten solltest. Baustoff Holz

Holzart Eigenschaften Ideal für
Nadelholz Kostengünstig, resistent gegen Schädlinge und Feuchtigkeit, lässt sich nachträglich streichen Budgetfreundliche Lösungen
Leimholz Verleimte Schichten, verzieht sich kaum, besonders stabil Tragende Konstruktionen
Douglasie Attraktive rötlich-braune Färbung, natürlich resistent gegen Schädlinge, Feuchtigkeit und Risse Hochwertige, langlebige Überdachungen
Verschiedene Bauhölzer zur Auswahl für die Terrassenüberdachung
Verschiedene Bauhölzer zur Auswahl für die Terrassenüberdachung

Info-Symbol Glühbirne Tragfähigkeit der Konstruktion beachten

Damit Deine Terrassenüberdachung dauerhaft sicher steht, muss die Konstruktion auf die zu erwartenden Wind- und Schneelasten ausgelegt sein. Orientiere Dich an einem Bauplan oder den Vorgaben eines Bausatzes. Planst Du die Konstruktion selbst, sollte die Statik von einer fachkundigen Person geprüft werden.


Schritt 2: Fundament errichten

Für die Befestigung der Holzpfosten eignen sich H-Pfostenanker besonders gut. Sie verankern die Konstruktion sicher im Fundament und halten die Holzpfosten auf Abstand zum Beton.

Hebe für jeden Pfosten ein Fundamentloch mit einer Größe von etwa 40 × 40 cm aus. Damit das Fundament auch bei Frost sicher hält, sollte das Loch mindestens 80 cm tief sein. Fülle anschließend eine Schicht Kies oder Schotter ein und verdichte sie sorgfältig. So kann Wasser besser versickern und das Fundament erhält eine stabile Grundlage.

Mische den Beton gemäß den Herstellerangaben an und fülle das Fundament auf. Lasse dabei genügend Platz, damit Du die Fläche später wieder mit Erde und dem Terrassenbelag schließen kannst. Setze anschließend den H-Pfostenanker in den Beton ein.

Schiebe eine Holzlatte seitlich durch die Öffnung des H-Pfostenankers und lege sie über das Fundamentloch. Sie dient als Abstandshalter und sorgt dafür, dass zwischen Holzpfosten und Beton ausreichend Abstand bleibt. Richte ihn abschließend mit einer Wasserwaage aus.

Technische Seitenansicht eines einbetonierten H Ankers im Boden
Technische Seitenansicht eines einbetonierten H Ankers im Boden

Schritt 3: Tragende Konstruktion aufbauen

Sobald der Beton vollständig ausgehärtet ist, kannst Du mit dem Aufbau der tragenden Konstruktion beginnen. Befestige zunächst den Wandbalken an der Hauswand. Lege anschließend den vorderen Querbalken auf Baustützen und verbinde ihn mit den seitlichen Querbalken sowie dem Wandbalken. Richte die Konstruktion entsprechend dem geplanten Dachgefälle aus.

Setze nun die Stützpfosten in die H-Pfostenanker ein und verschraube sie mit der Konstruktion. Prüfe mit der Wasserwaage, ob alle Bauteile gerade ausgerichtet sind, und ziehe anschließend alle Schraubverbindungen fest. Lege zum Schluss die Dachsparren in den vorgesehenen Abständen auf die Querbalken und befestige sie gemäß der gewählten Verbindungstechnik.

Aufgerichtete Holzkonstruktion der Terrassenüberdachung wird mit Baustützen abgestützt
Aufgerichtete Holzkonstruktion der Terrassenüberdachung wird mit Baustützen abgestützt

Schritt 4: Dach eindecken

Schneide die Dacheindeckung auf die benötigte Größe zu und befestige sie mit den passenden Profilen oder Befestigungselementen. Achte bei Wellplatten auf die erforderlichen Überlappungen. Besteht die Dacheindeckung aus Polycarbonat, plane ausreichend Bewegungsspiel ein, damit sich das Material bei Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen kann.

Fertig aufgebaute Terrassenüberdachung aus Holz mit montierter Dacheindeckung
Fertig aufgebaute Terrassenüberdachung aus Holz mit montierter Dacheindeckung
Marktexperte und Detailaufnahme von Holz wird mit einem Pinsel lasiert
Marktexperte und Detailaufnahme von Holz wird mit einem Pinsel lasiert

Holz regelmäßig schützen

Mit einer Holzschutzlasur für den Außenbereich bleibt Deine Terrassenüberdachung lange schön. Sie schützt das Holz vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Frische den Holzschutz je nach Witterung etwa alle zwei bis drei Jahre auf.

Die wichtigsten Fragen zu Terrassenüberdachungen aus Holz

Ist für eine Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung erforderlich? Ob Du für den Bau einer Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung benötigst, richtet sich nach den geltenden Bauvorschriften sowie nach Größe, Höhe und Standort der geplanten Konstruktion. Auch genehmigungsfreie Bauvorhaben müssen die geltenden Vorschriften, Abstandsflächen und gegebenenfalls Festsetzungen des Bebauungsplans einhalten. Erkundige Dich deshalb vor Baubeginn bei Deiner Gemeinde oder der zuständigen Baubehörde.
Welche Dacheindeckung eignet sich für eine Terrassenüberdachung: Glas, Polycarbonat oder Acryl? Welche Dacheindeckung am besten geeignet ist, hängt von Deinen Anforderungen ab. Glas überzeugt durch seine hochwertige Optik, hohe Kratzfestigkeit und lange Lebensdauer. Polycarbonat ist besonders leicht, schlagfest und einfach zu verarbeiten. Acryl bietet eine hohe Lichtdurchlässigkeit und eine glasähnliche Optik, ist jedoch schlagempfindlicher als Polycarbonat. Für viele DIY-Projekte sind Polycarbonat Wellplatten oder Hohlkammerplatten eine beliebte Wahl.
Kann ich eine Terrassenüberdachung aus Holz selbst bauen? Ja, mit etwas handwerklichem Geschick kannst Du eine Terrassenüberdachung aus Holz selbst bauen. Wichtig ist eine sorgfältige Planung sowie eine ausreichend tragfähige Konstruktion. Achte darauf, dass Pfosten, Träger und Sparren für die zu erwartenden Wind- und Schneelasten ausgelegt sind. Planst Du die Konstruktion selbst oder nimmst Änderungen an einem Bauplan vor, sollte die Statik von einer fachkundigen Person geprüft werden.
Welche Schneelast muss eine Terrassenüberdachung aushalten? Eine Terrassenüberdachung muss für die am Standort zu erwartenden Wind- und Schneelasten ausgelegt sein. Welche Schneelast berücksichtigt werden muss, hängt von der Schneelastzone und der Höhenlage ab. Plane die Konstruktion entsprechend aus und verwende ausreichend dimensionierte Bauteile. Im Zweifel sollte die Statik von einer fachkundigen Person geprüft werden.
Wie lange dauert der Bau einer Terrassenüberdachung aus Holz? Die Bauzeit hängt von der Größe der Terrassenüberdachung und dem Umfang der Arbeiten ab. Für das Errichten der Unterkonstruktion und die Montage der Dacheindeckung solltest Du in der Regel ein bis zwei Tage einplanen. Hinzu kommen die Arbeiten für das Fundament sowie die Aushärtezeit des Betons, sodass das gesamte Projekt mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

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