Terrassenüberdachung aus Aluminium
Terrassenüberdachung aus Aluminium

Terrassenüberdachung aus Aluminium montieren

Möchtest Du eine Terrassenüberdachung aus Alu montieren? Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie Du eine Terrassenüberdachung aus Aluminium selbst aufbaust. Außerdem erfährst Du, worauf Du bei Planung, dem Fundament und den wichtigsten Montageschritten achten solltest.


Kosten: Eurosymbol: Kosten 3 von 3 Schwierigkeit:  Hammersymbol: 2 von 3Dauer: 1 Tag         Personen: Personensymbol: 2 Personen



Materialliste und Werkzeugliste

Das brauchst Du für die Montage Deiner Terrassenüberdachung:

Materialien

Werkzeug

Ein Mann mit Schutzkleidung, der in einer Einfahrt mit einem gemieteten Presslufthammer den Boden aufstemmt
Ein Mann mit Schutzkleidung, der in einer Einfahrt mit einem gemieteten Presslufthammer den Boden aufstemmt



Bild zeigt Illustration eines i in einem grünen Achteck

Terrassenüberdachung mit oder ohne Fundament?

Eine Terrassenüberdachung benötigt immer ein tragfähiges Fundament. Damit es frostsicher ist, sollten die Fundamentlöcher je nach Region mindestens 80 cm tief sein. Für viele Aluminium-Modelle sind passende Fertigfundamente (Betonfuß) erhältlich.

Möchtest Du auf Fundamentarbeiten verzichten, kann ein Pavillon eine praktische Alternative sein.
Pavillon


Fundament für Terrassenüberdachung vorbereiten

Bevor es ans Fundament geht, solltest Du Deinen Terrassenbelag prüfen. Je nach Untergrund braucht das Fundament eine andere Vorbereitung:
  • Erde oder Rasen: Hier kannst Du direkt mit den Fundamentarbeiten beginnen.
  • Stein- oder Terrassenplatten: Nimm die Platten an den Stellen heraus, an denen später die Pfosten stehen. So erhältst Du Zugang zum Erdreich für die Fundamentarbeiten.
  • Holzterrasse: Öffne die Dielen an den vorgesehenen Pfostenpositionen. Die Überdachung wird nicht auf den Dielen befestigt, sondern im Erdreich unter der Terrassenkonstruktion verankert.

Info-Symbol Glühbirne Verwende langlebige Materialien

Für Deine Terrassenüberdachung solltest Du ausschließlich Materialien auswählen, die für den Außenbereich geeignet sind. Korrosionsbeständige Aluminiumprofile sowie rostfreie Schrauben, Verbinder und Beschläge sorgen für eine stabile Konstruktion und tragen dazu bei, dass Deine Terrassenüberdachung viele Jahre Wind und Wetter standhält.


Terrassenüberdachung aus Alu planen und vorbereiten

Maße für die Terrassenüberdachung mit einem Zollstock ermitteln
Maße für die Terrassenüberdachung mit einem Zollstock ermitteln

Maße für die Terrassenüberdachung ermitteln

Miss zunächst die Breite und Tiefe Deiner Terrasse mit einem Zollstock oder Maßband aus. Berücksichtige dabei, wie viel Fläche die Terrassenüberdachung später abdecken soll und ob ausreichend Platz für Pfosten sowie Durchgänge bleibt. Lege außerdem die Höhe des Wandanschlussprofils fest. Es wird an der Hauswand montiert und dient als Befestigungspunkt für die Terrassenüberdachung. Plane außerdem das erforderliche Dachgefälle ein. Anhand dieser Maße kannst Du die passende Größe Deiner Terrassenüberdachung auswählen.

Marktexperte und Detailaufnahme von Händen beim Wasserschöpfen aus einer Regentonne
Marktexperte und Detailaufnahme von Händen beim Wasserschöpfen aus einer Regentonne

Regenwasser sinnvoll nutzen

Überlege Dir bereits vor dem Aufbau, ob Du das Regenwasser Deiner Terrassenüberdachung nutzen möchtest. Das Wasser wird über die Regenrinne gesammelt und je nach Modell über einen Wasserablauf im Pfosten oder eine Regenkette abgeleitet. Bei Modellen mit Regenkette kannst Du das Wasser zum Beispiel in einer Regentonne oder in einem Regenspeicher auffangen und zum Gießen im Garten verwenden.

Mehr erfahren Mit Regenwasser im Garten Wasser sparen

Diese Produkte kannst Du verwenden:

Schritt für Schritt Schriftzug für Anleitungen
Schritt für Schritt Schriftzug - Einfach erklärt für Anleitungen

Terrassenüberdachung aus Alu montieren

Im Folgenden zeigen wir Dir beispielhaft, wie eine Terrassenüberdachung aus Alu montiert wird. Je nach Modell und Hersteller können die Arbeitsschritte und Montagevorgaben abweichen. Orientiere Dich deshalb immer an der mitgelieferten Montageanleitung. Unsere Anleitung gibt einen Überblick über den grundsätzlichen Aufbau und praktische Tipps zur Montage und zum Fundament.


Schritt 1: Wandanschlussprofil befestigen und versiegeln

Lege das Wandanschlussprofil an die Hauswand an und richte es auf der zuvor festgelegten Anschlusshöhe aus. Markiere die Position der Oberkante sowie die Bohrlöcher. Bei Mauerwerk oder Klinker solltest Du darauf achten, nicht in die Fugen, sondern in den Stein zu bohren.

Nimm das Profil wieder ab und bohre die Löcher vor. Lege es anschließend erneut an, richte es mit der Wasserwaage aus und bohre durch die Bohrlöcher in die Hauswand. Setze die passenden Dübel ein und verschraube das Profil mit für Deine Fassade geeigneten Schrauben.

Dichte zum Schluss den Spalt zwischen Wandanschlussprofil und Hauswand mit einem witterungsbeständigen Dichtstoff sorgfältig ab, damit kein Regenwasser eindringen kann.

Wandanschlussprofil der Terrassenüberdachung an der Hauswand befestigen
Wandanschlussprofil der Terrassenüberdachung an der Hauswand befestigen

Info-Symbol Glühbirne Montage an gedämmten Fassaden

Bei einer Fassade mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) darf das Wandanschlussprofil nicht direkt an der Dämmung befestigt werden. Verwende dafür ein geeignetes Abstandsmontagesystem oder eine zugelassene Befestigungslösung für WDVS. Lass Dich dazu am besten in Deinem Markt beraten.


Schritt 2: Regenrinne und Außensparren montieren

Bereite die Regenrinne und die Außensparren nach der Montageanleitung des Herstellers vor. Lege die Regenrinne auf zwei stabile Baustützen, damit sie sicher und in der richtigen Höhe liegt.

Montiere anschließend die beiden Außensparren zwischen Wandanschlussprofil und Regenrinne und verschraube die Bauteile gemäß Herstellerangaben. 

Prüfe zum Schluss mit einer Wasserwaage und einem Winkelmesser, ob die Bauteile gerade ausgerichtet sind und die Außensparren im 90°-Winkel zur Regenrinne stehen.

Montierte Regenrinne auf Baustützen mit seitlichen Außensparren
Montierte Regenrinne auf Baustützen mit seitlichen Außensparren

Schritt 3: Position der Pfosten bestimmen

Bestimme zunächst die Position der Pfosten. Halte dazu ein Senklot an die innere Montageleiste der Regenrinne, an der die Pfosten später befestigt werden, und markiere die Positionen auf dem Boden.

Entferne an den markierten Stellen den Terrassenbelag und hebe die Löcher für die Betonfüße aus. Die Tiefe der Löcher richtet sich nach der späteren Einbauhöhe der Pfosten und den Herstellerangaben.

Fülle anschließend eine Schicht Schotter ein und verdichte sie sorgfältig. So erhalten die Betonfüße eine stabile Grundlage.

Senklot über der ausgehobenen Fläche für die Position des Pfostens
Senklot über der ausgehobenen Fläche für die Position des Pfostens

Schritt 4: Pfosten mit Wasserablauf montieren

Verfügt Deine Terrassenüberdachung aus Alu über einen integrierten Wasserablauf im Pfosten und wird das Regenwasser unterirdisch abgeführt, kommt auf dieser Seite ein Betonfuß mit Wasserablauf zum Einsatz. Setze ihn so ein, dass die Ablauföffnung von der Terrasse weg zeigt.

Stecke das Fallrohr in die Muffe und stülpe den Pfosten über das Fallrohr. Den Pfosten musst Du vorher auf die richtige Länge kürzen. Richte den Pfosten bündig an der Oberkante der Konstruktion aus und prüfe mit der Wasserwaage, ob er senkrecht steht.

Verschraube den Pfosten anschließend mit der Montageleiste der Regenrinne sowie den Winkeln am Betonfuß.

Technische Darstellung des Wasserablaufs durch den Betonfuß
Technische Darstellung des Wasserablaufs durch den Betonfuß

Schritt 5: Pfosten ohne Wasserablauf montieren

Auf der gegenüberliegenden Seite kommt ein quadratischer Betonfuß ohne Wasserablauf zum Einsatz. Stülpe den Pfosten über den Betonfuß und verschraube ihn bündig mit der Montageleiste der Regenrinne. Prüfe anschließend mit der Wasserwaage, ob der Pfosten senkrecht steht.

Bohre nun mit einem Steinbohrer durch den Pfosten in den Betonfuß. Das Bohrloch sollte sich knapp unterhalb des späteren Terrassenbelags befinden, damit es nach dem Wiedereinsetzen der Terrassensteine nicht mehr sichtbar ist. Schlage anschließend einen Schlagdübel mit Schraube in den Betonfuß ein und befestige den Pfosten sicher.

Prüfe die Ausrichtung der gesamten Konstruktion. Sind beide Pfosten senkrecht und die Regenrinne waagerecht ausgerichtet, kannst Du alle zuvor nur handfest angezogenen Schraubverbindungen endgültig festziehen.

Pfosten wird mit einer Bohrmaschine am Betonfuß ohne Wasserablauf befestigt
Pfosten wird mit einer Bohrmaschine am Betonfuß ohne Wasserablauf befestigt

Schritt 6: Beton einfüllen

Verfülle die Löcher rund um die eingesetzten Betonfüße mit Schnellbinderbeton. Verwende den Beton dabei gemäß den Herstellerangaben.

Auf der Seite mit dem Wasserablauf füllst Du den Beton nur bis zur Unterkante der Ablauföffnung ein, damit das Regenwasser später ungehindert abfließen kann. Achte darauf, dass die Oberseite des Betonfußes frei von Beton bleibt. Entferne überschüssigen Beton direkt nach dem Einfüllen.

Auf der gegenüberliegenden Seite füllst Du den Beton nur so weit ein, dass anschließend noch ausreichend Platz für Erde und den Terrassenbelag bleibt. Lasse den Beton anschließend gemäß den Herstellerangaben vollständig aushärten.

Beton wird bis zur Höhe des Wasserablaufs um den Pfosten eingefüllt
Beton wird bis zur Höhe des Wasserablaufs um den Pfosten eingefüllt

Schritt 7: Innensparren und Blenden montieren

Setze die Innensparren nacheinander zwischen Wandanschlussprofil und Regenrinne ein. Achte darauf, dass sie in den vorgesehenen Aufnahmen sitzen, und halte die vom Hersteller vorgegebenen Abstände ein. Verschraube die Innensparren anschließend gemäß der Montageanleitung. Montiere anschließend die Blenden an den vorgesehenen Positionen.

Prüfe zum Schluss, ob alle Bauteile korrekt ausgerichtet sind und alle Schraubverbindungen fest sitzen. Damit ist die Unterkonstruktion für die Dacheindeckung vorbereitet.

Montierte Innensparren zwischen Wandanschlussprofil und Regenrinne
Montierte Innensparren zwischen Wandanschlussprofil und Regenrinne

Schritt 8: Doppelstegplatten einsetzen und abdichten

Lege die Polycarbonat-Doppelstegplatten nacheinander auf die Unterkonstruktion und richte sie sorgfältig aus. Verlege anschließend die Dichtungsbänder zwischen Wandanschlussprofil und Doppelstegplatten sowie in den vorgesehenen Oberschienen. So verhinderst Du, dass Regenwasser zwischen den Platten eindringen kann.

Setze zum Schluss die Abschlussleisten auf und befestige sie gemäß den Herstellerangaben.

Eingesetzte Polycarbonat Doppelstegplatten auf den Dachsparren
Eingesetzte Polycarbonat Doppelstegplatten auf den Dachsparren

Abschlussarbeiten

Sobald der Beton um die eingesetzten Betonfüße gemäß den Herstellerangaben vollständig ausgehärtet ist, kannst Du die Baustützen entfernen. Fülle anschließend die Löcher mit Sand auf und setze den Terrassenbelag wieder ein. Prüfe zum Schluss noch einmal, ob alle Bauteile fest sitzen und die Terrassenüberdachung sicher steht.

So bleibt Deine Terrassenüberdachung lange schön

Nach der Montage solltest Du alle Schraubverbindungen noch einmal überprüfen und die Konstruktion auf einen sicheren Stand kontrollieren. Reinige anschließend die Aluminiumprofile und die Dacheindeckung von Staub und Montagerückständen. Mit einer regelmäßigen Reinigung und einer gelegentlichen Kontrolle der Befestigungen bleibt Deine Terrassenüberdachung lange schön und funktionstüchtig.

Setze zum Schluss die Abschlussleisten auf und befestige sie gemäß den Herstellerangaben.


Die wichtigsten Fragen zu Terrassenüberdachungen aus Alu

Ist für eine Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung erforderlich? Ob Du für eine Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung benötigst, hängt von den geltenden Bauvorschriften sowie von Größe, Höhe und Standort der Überdachung ab. Auch wenn keine Genehmigung erforderlich ist, müssen die geltenden Bauvorschriften, Abstandsflächen und gegebenenfalls Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten werden. Informiere Dich deshalb vor Baubeginn bei der zuständigen Baubehörde.
Welche Schneelast muss eine Terrassenüberdachung aushalten? Eine Terrassenüberdachung muss für die am Standort zu erwartenden Wind- und Schneelasten ausgelegt sein. Welche Schneelast berücksichtigt werden muss, hängt von der Schneelastzone und der Höhenlage ab. Plane die Konstruktion entsprechend aus und verwende ausreichend dimensionierte Bauteile. Im Zweifel sollte die Statik von einer fachkundigen Person geprüft werden.
Kann ich eine Terrassenüberdachung auf einer bestehenden Terrasse montieren? Ja, eine Terrassenüberdachung lässt sich in vielen Fällen auf einer bestehenden Terrasse errichten. Wichtig ist jedoch, dass die Pfosten nicht auf dem Terrassenbelag befestigt werden. Sie benötigen ein tragfähiges Fundament im Erdreich oder eine andere geeignete Gründung. Je nach Untergrund müssen Pflastersteine, Terrassenplatten oder Holzdielen an den vorgesehenen Stellen entfernt werden.
Kann ich eine Terrassenüberdachung selbst aufbauen oder brauche ich Hilfe? Viele Terrassenüberdachungen lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick selbst montieren. Besonders bei größeren Konstruktionen oder schweren Dacheindeckungen wie Glas empfiehlt es sich jedoch, den Aufbau mindestens zu zweit durchzuführen. Das erleichtert die Montage und erhöht die Sicherheit.
Wie pflege ich eine Terrassenüberdachung aus Alu? Aluminium ist besonders pflegeleicht. Reinige die Aluminiumprofile regelmäßig mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel, um Schmutz und Ablagerungen zu entfernen. Verzichte auf scheuernde Reinigungsmittel oder harte Bürsten, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird. Kontrolliere außerdem regelmäßig die Schraubverbindungen und entferne Laub oder Schmutz aus der Regenrinne, damit das Wasser ungehindert ablaufen kann.

Mehr Inspiration für Dich